Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

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nngewiesen, jeweils uni 12 Nhr, bezk'. zwischen 12 n»d '/-I Nhr dcn ersnlgten Yintritl
der Polizeistunde in den Wirtschnsten, sowcit dieselden zn dieser Zeit noch nicht gc-
schlossen sind, anznkilndigen. Dndei deinerkett ivir jedoch nne-dincklich, dns; nnch olnic
solche Anknndignng dnrch die Lchnhinnnilschnft der Wirt in jedem cin-
zelnen Fnlle dnsiir vernntwortlich iü, dnsi seine Wirlschnst spntesreiiv »m cin ilhr gc-
rnnmt und geschlossen ist. >

k'. Vrsuch der LvirkschnNcn nnd T.inrlvlinlr dnrch ^chülrr.

Verordmmg 0;ros;h. MinisterininS des Innern vom 9. Inli 1879.

F 1. Den Schnlkin der Volks- oder Iortdildiiiigsschnle, sorvie den Schiilern am
derer Lehrniistnltcn, sofern sie vermögc ihrco Vlters iioch z»in Besnct, der Volks- odcr
Fortdildnngsschttle verpflichtet wnren, ist der Bcsiich der Wirtslinuser nnd Tnnzlokalc
untersagt.

8 2. Vorstehendes Verbot sindet keine lllnweiidiiiig, wenn der Vcsnch nnter Ans-
sicht der Eltern oder n»derer geeigneter Iiirsorgcr gejctneht.

Es bleidt den Bezirksnniterii jedocl, vorbehnllrii, bei Crteilnng der polizeilichcii
Crlnnbnis zur Abhnltnng von össentlichen Dnnzbelnstignngcii die Bnlnssung von
Schiilern (8 1) z» den Wirlschnsts- und Tniizloknlitnten »ndedingt zn untersngen.

Q. Polijeilirliv ttnsltcht nl'er die Hnndv.

1. Die HundStaxe. (9eseg vom 4. Mni 1899.

1. Für jeden über secds äboüien nlten ,s?ii»d hnt der Besiger sür dns vom Islcn
Iuni bis 81.Mni lnnsende Inhr «Tnrjnhr, eine Tnpe zn entiichte», welche detrngl:
n. in Ge»icinden von -NX'O niid weniger Cinwohncrn 8 Vknrk,
lr. in Genieindell von iider 40W C inwohnern 10 Mnrk.

Hnt der Besitzer in keiner Genieindc des Otioßherzogtnnis eiuen dnnernden Aus-
enthnlt, so beträgt die Tnxe 8 Mnrk.

Für Hnnde, die im Besitz des Deulschen Üieichcs oder eines Bnndesstnntes stehcii,
ist eine Tnxc nicht zn entrichten.

§ 2. Durch Gemeiildebcschlus; mit Stnnlsgenehinignng knnn die Crhebung eines
in die Gemeindeknsse stiestenden sür nlle Hnnde gleichmnstig ftstznsehenden Bnschlngs
zu der in tz 1 bestimmten Hnildstnre nngeordnet werden, der jedoch die Hnlsre des dorl
gennnnteil Betrngö nicht übersteigcn dnrf.

Streitigkeiten üder die Pflicht znr Cnlrichtiing dieses Znjchlngs kiitjcheidet dei
Verwnltungsgerichtshof.

8 3. Jeder iibcr sechs Wochen nlte Hnnd ist in der ersten Hnlste des Monnts
Inni' nach vornngegnngener össentlicher Beknniitiiinchnng nnznmelden.

Ueber sechs Wochen nlte Hnnde, wclche nnch diesem Termine dis z»m3l.Mm
deS nächsten JnhreS in Besib genommc» oder in die Gemeiiide eingebrncht weiden,
sind innerhnld vier Wochen nnch der BesilZerlnngung, deziehungsweise der Cindring-
ling, Hnnde, welche erst nnch dem Aiiiiieldetermin dns Nlter vo» sechs Wochen enei-
chen, innerhnlb vier Woche» nnch diescm Ieilpiinkl nnzumeldeii.

Gine Anmeldnng ist jedoch nicht erforderlich, wenn der Besitz des Hnndes in der
ersten Hnlste des MonntS Iuni, deziehnngsweise vor Nblnns der vierwöchigen Frisl
des zweiten Absntzes wieder ausgegeden wurde. Dns glciche gilt, weuu der Huud nn
die Stelte eines anderen von demselbeu Besitzer in der gleicheu Gemeiude im Innsen-
den Tnxjnhr schou vertnpten Hundes tritt.

§ 4. Bei der Anmelduilg iit zugleich die Tnxe zu entrichten, sosern »icht ve>
Fnll deö § I Abjntz 3 vorliegt. Die sür deu nngemeldete» Hund siir dns lnusende
Taxjnhr von demsetbeu Besitzer nnchweisbnr im Grostherzogtum beznhlte Tnxe wiid
hierbei in Anrechriuttg gcbrncht.

Für Huude. welche nnch 8 3 Absntz 2 im Monnt Mni nnzumelden sind, hnt der
Besitzer bei der Anmeldung nn bem nächstell nUgemeinen Attiueldetermin (8 3 Abs. l>
eine Taxe nicht zu entrichteu.

8 5. Der Besitzer eiues Hundes hnt hinsichtlich der Tnxe den Niickgrifs nus den
Eigentümer.

8 6. Der Ertrng der in tz I bezeichneten Taxe fällt unch Abzug der Erhedungs-
kosten zur Hälfte in die Stnatsknsse uud zur Hälfte in die Gemeindekasse, im Fnlle
des 8 1 Absatz 2 gnnz in die Stnntsknsse.
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