Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 301
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,-jivlschi.'ii Biersan mid ^nflkesftl ist zur Aiifnahme des in die Liistleitniig
zurückgedriickieiiBicres em leicht im Imierii zu reiuigc!ide!,'jwischett<ipp»rli!>Bicrsuck)
liiizuschlilleii. uu desse» tiefsler «lelle eiu Adliiililmhiicii niiziil'riiigcli ist.

,1. Bur l/eitiiiig des 'Bieres wie zur ^eiliuig der ltuft vou der Lnftpiimpe bis ziim
Biersns; diirieu uur Böhreii vou reiuem ,-st»u verweudet weideu. Nohreu von soge-
miiuuer.Uompositioii, vou Blei oder vou .itnulschuk siud durchnus vcrbole».

e. Für die Nvhrleiluiig soll übernll der kürzeste Weg vom Bierfns; ziim Bapf-
lililmc» eiiigehnlreii Iverdeu; n»ch soll die gniize ^eitilug dcrnrl zu Tngc liegcu. dns;
sic übernll zur Besichligriug uiid Neiuiguug ziignuglich ist.

s. Als >iüh!nppnrnle dürfen iu die Leitinigeii iiiir solche des sog. Schlnngcii-
systcmtz eiugeschnllet rverdeu. Diese.Uühlnppnrnte siud übcr dic Wuitcrszcit (wcuig-
slciis vou lüovember bis Mnrzi nus deu lüeiliiugeii hcinilözunehitte».

g Wcrden nm Bierfnsse sogen. Stechhnlmeu verwendet, so müsftii diesclbeu im
Innelii gur verzinut jein und in diesem Bustniide stels nuch erhnlteu werdeu.

ss 2. Snmiliche Veitiiiigcii müfscn siets reiu gehnltcn wcrdeu uud sollen so ein-
gerichlct sciii, dns; sie nn die Wnsserleiliiiig nngeschlossc» wcrden könireii.

Zur Nkiingiing dnrf Sodolösiiiig iiicht vertvcndet werden. Die Neiiihnltling
wird durch rcgclmnsrigc polizeiliche Nnchschnu miter Beizug cincs Snchverstäudigeri
übcrwncht.

8 >!. Dic (sigentümer der Prejsiouen mrd ihrc Stcllvertreler sind vcrpflichtct:

n. dem Polizcipcrsonnl »nd dcm Snchvcrstnndigen zu jedcr Tngetzzeit den B»gang
zii nllcn reilcn der Pression zn gestnttcii;

I>. deiijelbcn bei dcr Untersuchmig, iiisbesoildcre beim Abschrnnbcn der Pressiontz-
tkilc dic crsordcrlichc Uiitcrstütziiiig zu gcwnhren, nuch die dnzu erforderlichen Schlüsscl
»ild Weikzeuge so nilszubcwnhreu, dnf; sic jedcrzcit bci der Uutcrjnchmig zur
Hnud siud.

8 ch Bmviderhniidliingen werdktt unch 8 P.-St.-G.-B. nn Geld bis zn

»0 Mnrk odcr mil Hnft bis zn 14 Tngen bcstrnfi.

Wicdeiholtc Bcstnisiingeil kömien znr Folge hnben, dns; dcm betreffciiden Eigeii-
tümcr.'e. dcr Prcssiou die ferncrc Beiiühung dersclben emwedcr giinzlch «ntersagt
odcr uur umcr gnuz bejondcreu, vou dcm Bczirkönmte fesjzi,sel;ettdcn Bediilgungen
gestnttel ivird.

ri. Vir Nnl.zg».' dor Ndtrltle. DunggrnUen nnd is?fuljllücher.

sAiis der „Btiiiordmiiig für die Stndt Heideiberg vom 7. Dczembcr l80:k",

Berlng von I. Höruiug.)

I. Alwrte.

K 72. ErforderutS iind Znhl dcr Abortc.

Iedes Grmidstiick, welchetz besiedelt ist, miis; mindesteus c iueii Abort bcsiheu.

sZür jcde I'NmUieuwohiimin eiucs Hnusctz soll ciu bcsoudcrcr dirckt zugännlicher
Abort vorhnnden sei». Autziintimswcisc gcnügt für jc zwci Wohuiiugcn, welche zu-
jniuuikn »icht übcr nch« Wohnrnmiill: besihcn, cin Abort.

Bei Austnltcu, welche dem stnndigcii Auseuthnlt znhlreicher Pcisoneu dienen,
ivie I-nbrikeu, Gewcrbeplntze mid dergleicheu ist nuf je ÜO Personeu dmchschiiittlich
eiu Abort z» rechiicn. Berkchlen in solchen Auslnlte» beide Geschlcchter, so si»d ge-
tremite Aborte mil besoudcren Zugnuge» niizulegeii.

8 7,'l. Lnge uud Beschnffeuheit der Ahortrnuuik.

Dir Abortc, welche uicht in bcsoudercu Gebnudeu oder Aubnutcu uutergebrncht
werden, sind nu ciuer Umfnssmigtzwnud nuzulegeil uud vou 'Wohmnuuicii durch un-
durchlnssige Wände ,md Decken dicht nbzuschUcße».
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