Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 302
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Ieder AdoU uuis', leicht zngäiiglich, mttwttttdcl, fledecki >md veijchlieschtte sm,
eine Brcite von riündesteich OMi» nnd eine Tiefe von l,ü«>m desiDeu, so>vie»ül ei»eii!
bequcm zii össiienden hohen, »wqlichst »ahe tt» die Deeke leieliettde» /veuslee veüehcn
sein, das ttniiiitlelbar iiis Ireie siihrt.

Die Fciister'öffiumq miis; »üttdestens ei» Iiiiiftel dei tüiuiidslttelie des Sllwn-
rmunes, jedenfttlls aber iiüiidestens '/^«m betittne». Bei Dttchslockttboite» mit lic-
gendcri Fenstern imd bei aiister Ha»s besindlicheii l'Iboileii kttiui ei» Miiiderinch
ziigelassen werden.

ss 74. Shste i» ii ii d H11 i ch t 11 n g d e i A bori e.

1. Die Aborte sind nach de>» To„ile»i»stein oder nach dei» t^illbcm'nilcm a»z»-
legen. Aiischlüsse an die Eiil>vasser»»gsleiittttgeil sind imziilttssig. Auotttthmswüik
kann der Anschlnst vo» Pissoiis a» die slttdüsche» üttiittle »ui besoiideier tmlttiibiiis
der Banpolizeibehörde »nter Ittstiinnuuig des Sladiitttes eisolge». I» solchem FnIIt
finden die Boischriften des ss 7l> enlspiechende Attwenoiittg.

2. In jkdem Abort isr ein Sip i»it gtttschliesteiidem Deckel tt>iz»biiiige».

ü. DaS vom Sih in den Behiiller lToiuie oder t>.ji»be) fiihieiide F-ttlliobi i»iisi
auS dauerhttftei» i»id iindiirchlttsslgei» Mttteiial <<»»steise», Lteingiu odei dergl.)
bestehen und »berall sorgfaltig gedichtei sci». Dasselbe »inst inoglichst seiikrecht
stehen »nd von der Wand diiichgehends miiidesleiis st'i» eniseittl bleibe». Die
Seitenrohre, welche von den Ablrillsibe» ziu» Httttptiohre siihie», iiiiisse» i» moglichsi
spihein Winkel, der keinessttlls mehi als Uü" httbeu duif, eingesiigl sei».

Dtts Hauptrohr soll iniiidestens 2<>em weit sei»; doch ist bei geiuigeiider Wasser'
spülung eiire geringcie Weite zulassig.

4. Das Fallrohr ist nach oben als Tiuistrohi von gleicher Weile imd i» gleicheiii
Material oder i» Iinkblech Ihnnlichst in gestreckter. senlrechter chtchuuig iiber D»ch
niid so hoch zu führe», dast die Fenster z» Wohniuige» von den Aiisstiöiiuuige» »icht
erreicht werde».

Bei Neiibaiüeii oder grostere» Uiiibaiite» laii» die Battpoliu'ibehöroe die Hci-
skelliuig meilcreiiDiulslabznges verlttiige», welcher vo»> »iueie» ünde desFalt-
rohreS bi <>..» Kücheukamin »nd an diese» angelekut über Dach zn sübre» ist

Allo Bestandteile der Pissoiis, welckie der Be»ehtt»g aiisgesepl sind, lvic
Niniien, Böden iu>d Wiiiide «leplere auf eme Höhe vo» uüttdeneiw' ;/>»>>> über
Bode»), sllid auS wasserdichtc'i», iiicht poröi'ei» Malerial »üi mögltchsl gialler Lber-
fläche und in genügettdeitt t'-iefalie heizttslelle». .ckoiiuiien Ptssoirs gege» Büattde von
Wohilraiimei,, oder gegeii <4re»z- imd Scheldewäiide z» Ilege», so üi elne ttüiidesleiis
IMm hohe wasserdichte Isolierwand vorzttttiaiier». Die üiiüäiise der Pissmrs
sind mit Wasserverschlnst zu verseheu.

A 7b. T o » nens» st e m.

F-ür Aborte, welche nach dem Toiuienshslei» augelegr werden, greisr» solgeudc
Bestimmungeii Plap:

1. Das F-allrohr ist durch ein giüschltesteudes gusteiserues Schieberohr mit dcr
Tonue zu verbinden. Die Anbringiuig eines Sliphons ist zulüssig.

2. Die Tomien müssen ans verz'uütem oder beldeiseiis nüt Delsarbe gestriche-
nem tAsenblech oder beiderseils gestilÄeilei» Holz geferiigt jei». Ihie türöste, Focm
ttnd Berschrattbimg i»»s; der polizeiltch geiiehiiiigten Aormalzcichmmg geua» eiü-
sprechen, welche sich anf dem städtischen Tiksbanaiiüe befindet.

ü. An der Tomie imist ein Ueberlausröhrcheii angcbracht se'ui, darch welchcs die
F'liissigkctt tn etn daneben zn stellendes Uebeilanfbecken abflieste» ka»n. DieseS
Röhichen ist durch einen an der Jlineiijeite der Tomie aiigebrachieir Seier gegen bcr-
stopfung zn schützen.
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