Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 306
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raris.

Beschluß deö Bürgeruusschusses rwi» 17. Febrnui IN'.tt», mit Stuutsgeneluuiuuun

voiu i). April 1«!)0Nr. UlülU.

Der Uiiteiiieliiuer ist bcrechtcht zu erhebeu:

I. Bei Abtritten nach deiu Touneiisusteui:

1) Für die Auslvechsluiiq, Abfuhr, Eiitleeruiig und Aeiuiguiig eiuer truaburen
Tonue 20 Psq.

3) Für das gleiche Geschäft bei zwei verkuppelteii Touiien je 15 Psg.

0) Für das näiuliche Oieschäft bei einer fahrbareu Toune (bis 800 lUler susseud»
50 Pfg.

II. Bci Abtritteu uaä> deui 0!i nbettsustein:

1) Für die gewöhnliche Entleerilng der Grube niittelst dcr Maschiue 1 Mark pcr
K1,m (1M0 Liter).

2) Für die Entfernung des iu dcu Gruben zuriickgebliebenen Bodeusupes. soivie von
Scherbeu, Schutt u. dgl. (8 5 der ortspolizeil. Borschrifti 4 Aiurk per K1,m.

8) F-jir die Entleerung solcher Olruben, dere» Fnhalt aus Wusser besteht (von 2stuier
klosets), 3 Mark per lebm.

L. Dir Nl'tustr drs Nrstrichts, drs Schnrrs nnd drr
u s li a ltnn gsal' s ä ll r.

Ortspolizeiliche Borschrist voui 6. Dezeinber 1888.

^ 1. Die Absuhr des ziehrichts und Schnees, welche sich bei der Neiiiigung der
Fahrbahneu und Gehwege durch die in ss 2 der ortöpolizcilichen Borschrist voi» 22sten
Dezember 1865 bezeichneten Persouen ergeben, sowie der HaushaltiingsubsäUe, be-
sorgt die Stadl-Berwultung, ohne hiefür ein Entgelt zu erheben. -Lie inacht der
Polizeibehörde einen städtischen Bediensteten nanihaft. welcher der legteren gegenüber
für Erfüllnng gegenwärligcr ortspolizeilicher Borschrift veranlwortlich ist.

ß 2. Das städtische Abfnhrpcrsonal hat die Berpflichtung, nuch eineiii seitens der
städtischen Berwaltung von Zeit zu Zeit zu verössentlichende» Fahrplun die Slrasten
der Stadt mit Wagen zu befuhreii, welche zur Anfnahine des Nchrichls nnd der Huus-
haltungsabfälle dienen.

Die zur Abfnhr bestiluniteu Wagen müssen absolut uiidiirchlässig, mit gut schlie-
henden Deckeln, sowie gut sichtbaren Aiiiuiuern vcrsehen sein und stcts in dichtein uiid
brauchbarem Zustande erhalten werden.

Z 8. Die Abfnhr beginnt in der Zeit voin 1. Mai bis 1. Oktober inorgens niii
6 Uhr, in der Zeit vom 1. Oktobcr bis 1. Mai morgens uin 7' ^ llhr und wird derart
betrieben, dast die Abholung in jedem Hause dreimul in der Woche erfolgt.

H 4. Der Kehricht und die Hauöhaltungöabfälle und von den 6-in-
wohnern der Stadt in besondereu Behältern bereit zn halten, welche zu
den im Fahrplan der Abfuhr feststesehten AbholungSzeiten unmittelbar
hinter einem nach der Straste qerichtete», Hauü-, Hof- yder Garten-
Eingange (eventuell in den, nninittelbar hinter dem BorderhanS ne-
legenen Hofraum) zu ebener Erde aufAeftellt werden miisfen.

H 5. Die Haudbewohner haben dafiir zn soraen, datz daS Abfnhr-
perfonal die betreffenden Eingä»»ge offen sindet. datz dadselbe die Ge-
fätze leicht wahrnehmen, nnd dap das Anfladen ihres Jnhaltd ohne
Verzua geschehen kann.

s ». Die den Kehricht und die Abfälle euthaltenden Gefätze »niisfen
vollftändig dicht, haltbar und mit zwei Henkeln versehen fein. Uie
dürfen bis zu ihre,n oberen Rande nicht »nehr als 51» Piter Fnhalt
haben nnd höchstenS bis zu 5vm unter diesen Rand gefüllt »verden.

sj 7. Dus Abfuhvpersouul ist verpflichtet, in jcdein Hunse die Olcfäste, welche obi-
gen Bestiiiiiuungen entsprechen, uus der uiiinittelbur un der Struste gelegenen, offenen
Huus-, Hof- oder Gurtenflur (eventuctt uus deni nnmittelbur hinter deiu Borderhuns
gelegeuen Hofruuin) zu holcn, sie zn eutleereii und soduiin wieder uu diese Stelleu
zurückzutrugen.
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