Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 307
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ü 8. AttÄakschlossin« vott der tttte,«lstettliche,« Abfttlir silid die fte-
wervliche« Avfölle der Ülei«- »,nd Grosrindustrie «nd zwar sowohl
Feuerttngsriichstände, alo Materialadsalle sowie Banschntt.

ß U. Dns Ginwersen non Sinisjeiikehricht odcr Hmishaltimgsobsällcn in die Ad-
orlgrnl'en nnd Al'krimminen >st strcnge verlioteii.

8 10. Wcgen der Alisuhr des Schnees wird jeweils seiiens der städtischen Absuhr-
mista'lt von Fall zn FaU das Aölige vorgckehrt werden. Das Aufhanen »ud Smu-
iiieln deS schuees uud (5 ist s bleibt Lniche der Haiiseigeiitiiiner.

8 11. Zuwiderhaudliiiigeu gegen diese Vorschrift werden geinäs; 8tz87u des
P.-«t.-tä.-V , 8 0 ,'sifser 4 V.-O. vow 27. I»»i M74 die «ichcruiig der össeutlichen
Neiulichkeit und tstcsniidheit belr. imd chitiu' des R.-Slr.-tst.-B. niil Geldstrase bis zu
tlO Mark ooer mit Hafl bis zu 14 Tagcn bestraft.

8 12. Diese Borschrifl trilt inik dein 1. Ianiiar 1889 j» .(traft. Durch diejelbe
werdeu die dem Ilnternehiuer der Pferdebahu vertragsinästig bezw. durch die orts-
polizeiliche Borschrist vom 27. April 1885 aiiferlegten Berpflichtuiigeu iu Bezng aus
die Neinigung des Bahukörpers uud der Halteplätze, sowie hinsichtlich der Abfuhr vou
Kehrichl, Schlamm, Schnee uud Ois iu keiucr Wcise berührt.

D. Die NeinhaMlNg dvr Schlammsammlvli.

Ortspolizeiliche Borschrift vom 2. Seprember 1876.

8 1. Das Ablagern vou Strasteukehricht, Ilnrat, Staub, Schutt uud Absällen
jeder Art in die städtischen Miiialeiuläiife uud Schlamiiisamniler ist untersagt.

8 2. Ilebertietiiiigen werdeu au Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu
14 Tagen bestraft.

16. Dir Oormchme der Deüinseltlion nach ansterlienden Rranlrlzeiten.

Amtlichc Auorduuiig vom 21. Npril 1892.

1) Bei allen tu hiesiger Stadt oorkonimenden Fällen von Diphtherie, Scharlach,
Thphus »nd rötlich verlauseuder Limgeiituberkillose muß innerhalb spätestens achl
u»d vierzjg Stundeu, nachdem der Kranke vom behaudelnden Arzte fiir nicht mehr
misteckcnd erklärt, bezw. nachdem der Tod eingetreten ist, eine

Deöinfektiou

der im Krankenzimmer gebrauchten Uleiduugsstücke und Betteu vorgenommen «verden

2) Zur Bornahme dieser Desinfektion ist ausschliestlich der bei

Ftiedrich Aiiguft (strü», Hanptstraße Nr. 1<»o

dahier, mit welchem die Stadtverwaltung einen diesbezüglichen Bertrag abgeschlossen
hat, aufgestellte

Dampf-Desinfektions-Al«pitrat

bkstirumt.

Der Desinfektivn unterliegen alle Gegenstäude, welche sich im Krankenziiuiuer
besinden, bezm. während der Kraukheit regelmästig befuiideii haben, soferu sie ihrer
Beschaffcuheit nach zur Aeiuigung ii» Dampfapparatc sich eigueu, iusbesondere hier-
durch nich« gebrauchsiinsähig werden.

Jedenfall's sind das Bett, die Leibwäsche und Kleider des Kranken,
fowie fämtliche Deppiche nnd Borhänge deS Krankenzimmers zn des-
infizieren.

4j Ansgenoiiimeii bon der Desinfektion im Danwfapparate sind:
u. solche Gegeilstände, welche i»i Hanse durch Kochen gereinigt, bezw. desinfi-
ziert werden;

i» solche nicht dem Kranken aehörige bezw. nicht von ihm gebrauchte

Gegeiistände, tvelche uneiitbehrlich siud.

5) Vou der vorziiilehineirdeii Desinfektion ist jeweils der Besitzer ded Dampf-
apparates, Herr F. A. Olrün, zn benachrichtigeii, woranf dnrch letzteren im eigenen
Wagen die Abholung der z» desinsizierendeii Olegenstände nnd Znrückverbringung
derselben uach gescheheiier Desinfektio» vermilastt werden wird.
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