Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 349
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tz 4. Das Uebcrfnhrts-Untcrnthnlc» crstrcckt sich ansschließlich anf die Beför-
derung von Pcrsonen, Hnnden, Hondgepäck, Arbeitsgeschirr .'c.

Li 5. Jede einzelne Person hnt das Aecht mif sofortigcs Uebersehen von cmem
Ufer 'auf das anderc. Tie Passagierc habcn sich ivährend dcr Fahrt rnhig zu vcr-
halten. Betrunkene dürfen nicht aiifgeiloinmen wcrden.

8 6. Tie höchst zulässige Zahl der Passagicrc ist nach Geuchinigimg Groß-
herzoglicher Rheinbailinspektion an dem Nachen ersichtlich anzubringen. Die Nachen
siud in autem Stand zn halten und vor Iubetricbliehiiicu sowie pcriodisch zu untcr-
Iiichen. Zur Bedienung diirfen nur erwachsene und des Geschäfts hinrcichend kundige
Personeu verwendet werden.

8 7. Zuwiderhaudluiigeu werdcn an Geld bis zu l50 Mark eveutuell mit Haft
bis zii 8 Tagcn bestraft.

L. Dae« Retveten vvn Eisfiächen.

Bczirkspolizeiliche Borschrifl vom 18. Fcbruar 1875.

8 1. Wcr öffcntlich durch die Zeituiigen, durch Anschläge oder durch Aufstelleu
von Bänkeii, Fegeu der Gissläche u»d ühnliche Beranstaltungen das Publikuin zum
Besuche vou Gisbahnen veraulafft, hat spätestens am vorhergehcuden Tage dies bei
dem Bezirksamte anziizeigeu imd auf Berlangen dieser Behörde durch ein schristliches
Zeugnis deö zu diescm Zwecke bestelltcu Sachverstäudigcn iiber die Tragfähigkeit des
Eiseö sich auözuweiscu.

8 2. Ein solches Zeuguis kann auch außerdem jcderzeit vou dcm Bezirksamte ver-
langt werdcn.

8 8. Dicse Berbindlichkeileii licgen ebeusowohl Privatpersonen (Unternehmern)
als den Borstäuden von Bcreiiien lSchlittschuhkliibs ee.) ob.

8 4. Dic Grneuilimg des Sachverständigeii und seines etwaigen Stellvertreters,
sowic dic Bestimittung der Gcbühr, ivelche er siir die Untersiichung uud Ausstellimg
deö Zcugnisses zu verlangen hat, gcschieht durch das Bczirksamt.

8 5. Das Bezirksamt kaim, sobald die Gefahr eines Ginbruchs vorliegt, jcderzeit
das Betretcn der Gisflächc und die Erlassiing von Einladimgen hiezu uutersagen.

8 6. Wer, uachdein das in 8 " crwähnle Bcrbot bekannt gemacht ist, die Eis-
fläche »och ferner betritt, wird an Geld bis zu 10 Mk. bestraft (8 100 P.-St.-G.-B.).

Alle sonstigeu Ueberlretungen dieser Borschrift werden mit Geldstrafe bis zu
150 Mark vdcr mit Haft bestrast (8 108 Z. 5 P.-St.-G.-B.).

r'. Das Drtreken gesätzrlicher Orte.

Ortöpolizciliche Borschrift vom 18. November 1865.

Das Begehcu der am Neckarufer dahier liegenden Flöße wird allen denjenigeit,
welche hierzu nicht durch die Eigentüincr die Erlaubiiis erhalten haben, bci Bermei-
den eiuer tßeldstrafe biö zu 10 Mark auf Gruud dcs 8 100 P.-St.-G.-B. verboten.

Q. Dns is?s'erdrschU>rrmnrn im Orckrnr.

Ortspolizeiliche Borschrift vom 26. Znli 1888.

8 1. Das Schwenmicn der Pferde im Neckar darf nur stattsindcn:

1. au der Schachtel bei der ehemaligen Nenenheimer Fähre in der Berlänge-
rung der Fahrtgassc,

2. an der Schachtel hiittcr dem Schlachthause,*)

3. an dcr Schachtel auf dem rechteu Neckarufcr »uterhalb der neuen Briicke.

An beiden Stellen dürfen die Pferde nicht weiter in den Neckar getrieben oder

geführt werden, alö bis das Wasser die halbe Höhe des Bauches errcicht.

8 2. Zuwidcrhandluiigcii gegcn dicse Borschrift wcrden mit Geldstrafe bis zu
150 Mark oder mit Haft bestraft.

H. Ländi.'vvdnung.

Erlasscn von Großh. Bezirksamt mit Zilstimmuiig deö Bezirksrats, aber nicht als
bezirkspolizeiliche Borschrift im Siiine des 8 28 des P.-St.-G.-B.

8 1. Gcländcte Gegenstände sind vou dem Finder alsbald bci dem Bürgermeister-
amt des Fundorteö bezw. auf dem Polizeibureau dcr Stadt Heidelberg uuter näherer
Angabe der Zahl und Beschaffenhcit anzumclden.

*) Altea Schl,ichtha»S an der obervu Neckarstraße.
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