Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 350
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8 L. Dns Bürgermeistkrnmt wird nlsbnld ein Verzeichnis nnfstellen, in welcheS
vbige Angnben unter Bcifngung dcs Nnmens und Wohnorts des FinderS eingetrngen
werden und hnt sich von dcr Nichtigkeit der gemnchtcn Angnben zn vcrlnssigen even-
tuell die Liste zu berichtigen.

8 3. Der Äcmeindcrnt wird nlsbnld nnordncn, wo nnd in welchcr Weise die
geländeten Gcgenstnnde nufznbewnhrcn sind. Wenn dcr Gemcinde kcine geeigncten
Nnnmlichkeiten ziirUiiterbringung dcrGcgcnstnndc zurBerfügiing stehcn,können solche
dem znverlnssigen Finder mit der Verpflichlung übcrlnssen wcrden, dicselben bis nuf
weiteres unverschrt zu bewnhren.

ß 4. Der Findcr hnt nlsbnld eiue von dem Gemcindernt im Voraus fcstzu-
setzende, der llebung und dem Werte der Fnndgegeustände entsprechcnde Lnndungs-
gebühr zn bcnnsprnchen, wclche nuS dcr Gcmeiildeknssc vorlnufig auszubcznhlcn ist.

8 ö. Der Gemeindcrat legt, sofern der Cngeutiiiner nicht sosort ermittelt wird, nls-
bnld mit Bericht über die Art dcr Airfbewnhrung und Ausbeznhlung derLnndnugs-
gebühreu dcm Bezirksnmt eine Doppelschrtft dcs 3l»me!deverzeich,iisses vor.

8 6. Letztercs wird für dns östentliche Ausschreiben der gefnndenen Gegeustäude
Sorge trngen uud weitere Mnszrcgel» zur Gruiiltlung des Cigeutüiners treffcn. Gleich-
zcitig wird die Frist festgesetzt, iuncrhnlb welcher dic gclnndeten Gegcnstniide zur Ver-
sügung des Eigentümers nusbewnhrt bleibcu.

Dcr Gemeindernt erhnlt hievon Nnchricht. Die Frist belrngt, sofern keine bcsou-
deren Verhnltnisse vorliegen, vier Wocheu.

8 7. Der Geuieindcrnt dnrf die gelnudetcn Snchen »ur mit Grlnubuis des Be-
zirkSnmtes nn den sich nieldendcn Eigeulüincr vcrnbfolgcn, weun dieser über seiue Au-
sprüäie sich genügeiid niisznweisen vermng.

Vor der Vernbfolguiig der Geneusknudc hnt der Eigentümer dcr Geuieindeknssc
dic Lnndiiiigsgebühreii uud sonsrigc ilnkostcn Kiirüekzucrsctzen.

tz 8. Meldet sich inuerhnlb der vom Bczuksnnit scstgesetztc» Frist kein Berechtig-
tcr, so knu» der Geiueiudernt sich durch dns Bczirkönmt criunchtigen lnssen, die gclnu-
deten Gegenstände zu vernusrcrn.

Diesc Vcrnusteruug must iu öfseutlicher Versteigerung geschehcn, sosern der Erlös
hierdurch nicht gnnz nusgezehrt wird.

tz 9. Der Sleigerungserlös, nbzüglich der Steigcruugs- u»d AusbcwnhruugS-
kostcn sowie Lnndcgebühren ist wnhrend dcr dreijnhrigcu Frist des L.-N.-S. 717 u i»
der Gemeindekasse nusznbewnhrcn, dieser knnn dem Finder dnuu vernbsolgt wcrden,
wenn derselbe garnutiesnhig ist.

Ueber die Erlediguug dieses Geschnstes ist dem Bezirksnmt Bericht zu crstnttcn.

tz 10. Unier den Vornussetznngeil des tz 7 ist diese nngclcgte Summe deui bercch-
tigten Eigeutümer nuszubeznhle».

tz 11. Meldet sich iinierhnlb dreier Jnhre, von de»> Tnge der Lnudnug berechuet,
kern Bercchtigter, so wird der Erlös nn die Finder »nch dem Ergcbuis dcs Ver-
steigerniigsprotokolls zur sreien Verfügung nnöbeznhlt, sofern dics »icht schou srühcr
geschehen ist.

Die Erlnttbniö dnzn ist von dem Bezirksnmt einzuholen, welcheui mi dieseiu
Zwecke die snmtlichen Atteii uud die Berechuuug der Verteilung vorzulegcn sind.

tz 12. Snintliche nus eiue dernrtige Fniidnumeiduug beziiglichen Akten sind nus
der Gemeiilderegistrntur niifzubewnhren.

Zusvimmenftellunq der non deu Wemeinderülen feftgesehteu
Litndungsgebiihren.

1. Heidelberg.

Für eineii Ster Holz oder 100 Wellen . 2 Mnrk
(bei geringeren Quantitäte» cntsprechend weniger)

Für eilien großen Stnmm ... 1 Mnrk

kleinen Stnmui
„ Nnchen .

„ schwcren Diel
„ gewöhnlicheii Diel
ein Brett

OOPfg.

30 „
20 ..
10

„ . . . . . . .. „

(Fuhrlohn voul Neckar: der Aufwand der l>iemeinde).
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