Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 353
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AdressbuchHD1897/0391
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
353

teiiiber 1865 vorzugSiveise als Ein- imd Aiisladestütte für die Kmismaiiils- oder sogeu.
Stückgürer bcstimiut mid uutersteht der Beaufsichligung des (hr. Haiiptsteiieraniies.

ß 7. Der Plah vou deiu Hause der Frau Professor Walz, Untere Neckarstrastc
Nr. 0, bis an das Haus vou F-rl. S. Funk, Untcre Ncckarstraste Nr. 5, hat zuni Ver-
ladcu voiiBreiiuholz, Hopfenstaiigeii, Bretteru, Latten liildNahliiciischcnkeln zu dieneii.
Sobald die Bedarfszeit für Hopfeiistaiigcu vorüber ist uud spätcsteiis mit Ablauf des
Mouats Mai niüsseu die iu Nesten uoch lageriiden Staugeu vou ibrcu Plähen geräuiut
imd aus eiuen voui Lauerpächtcr sür sie zu bcstimmendeii Plah gevracht wcrden.

8 8. Das Vorlaud vou dem Hausc vou Frl. Fnnk, Uuterc Neckarstraste Nr. 5,
bis z»r neueii Brücke ist zuiu Lagern von Steiuen, Bauholz, F-loscholz, Hopfenstaugen,
Bretteru, Latteu, Nahuienscheiikeltt iind Gerüststangeu bestiinmt.

s. Nusla-eordmmg.

a. Lage llild Ordiliing des Ausladeplatzes.

81- Der Platz, a» lvetchem die mit Holz bcladeuen Schiffe zur Ansladung
komllieii, bcsteht aus

1) dei» eigeutlichen Ausladeplatz uiid

2) dein Aushilfsansladeplatz.

8 2. Der eigeutliche Ausladeplatz beginnt an der brcitcn Trcppe ober-
halb dcs Prof. Walz'schcu Hanses niid erstreckt sich bis zimi untereu Ende dieses Hauses.
Au diesem Platze köuucii zivei Schifsc zngleich anSgeladen werdcu. Derselbc muß au
dcr Uferseile stetö i» ciuer Breitc vou miiidestenö 4 Meter sreigchalte» iverden.

8 3. Der Aushilssausladeplatz erstreckt sich von« Walz'sche» Hause, am
linteren g-ude des obige» Platzes bis zur Einiilnndiiilg der Bienenstraße. Er ist zur
Aiiöhilse btstimmt. wenii drei vder mchr Schiffe zu glcicher Zeit zur Ausladiiiig
komiucu. Dieser Platz ist in gleicher Weise sreiziihalleii wie der eigeiitlicheAusladeplatz.

i>. Ordniliig der zum Ausladeu ankomiileiideu Schiffe.

8 4. Das erstc aiikoniiiiende Schiff hal seinen anf Schiffsläugc bestlmiuteii Nauni
am obercu 6udc des eigenllichen Ansladeplatzcs direkt von der brciten Trepve au,
ciiizmiehmeii. Au dieses Schiff schlicfft sich iinmittclbar das iiächstkoiiimeude an.
Komiueu zugleich uoch mehrcre Schiffc znr Ausladuug, so schliefft sich stets das
nächsteiutreffeude direkt a» das vorher angekommene au.

8 5. Sobald eiu Schiff von seincr Ladimg eutleert ist, hat es sofort deu Auslade-
platz zn verlasseil. Dessen Naum daselbst hat das nächfte unteie Schiff eiiiziinehiueil.
Sind mehrere Schiffe zugleich beim Auöladen, so rüekeu sämtlichc iu die Näuine ihrcr
Vorderschiffe eiu.

8 6. Nach der Ausladnng eiues Schiffes ist der AuSladeplatz sofort zu räumcii,
so daff der AiiSladeplatz nicht längcr in Anspruch geiiommcit wird, als bis das
Schiff vou seiucr Ladung entleert ist.

8 7. Mit dem Ausladeu oder dem Abführeu vou gelagerten Gegeiistäuden darf
erst begonneu werden, »achdei» dem Itaiierpächter oder seincm Stellvertreler eine
bezügltche Anzeige crstattet wordeu ist.

Strafbestimmttng.

Uebertretttiigeu der »iiter ^ imd k gcgebenen Vorschristen werdeu gemäff 8 155
des P.-Str.-G.-B. au Geld bis zu lOO Mark oder mit Haft bis zn 14 Tagen bestraft.

Der Lanerpächter sowie die Polizeiiiiaiuischast siud zn streuger Alisrcchterhaltuiig
dieser Ordnuug nnd sofortiger Auzeige von Ilebertretungen angewieseu.

6 Lattervrdnttng nelrst T.irif.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 13. Dezember 1803 anf Gruud dcs 8 00 140a G.-O.

8 1- An deru Heidelbcrgcr Ilfer solt dcr freie Platz vom alten Schlachthausc an
bis zur Dreikönigstraffe, besoudere Mlle auSgeiion'.meii, uicht zur Veiladung, soudern
uur znm Aufstellen von leeren Lffagen an Markttagcu benützt werdcn.

8 2. Der Platz bei der Einfahrt iu die Dreikönigstraffc ist fiir deu Fischmarkt vor-
behalten.

23
loading ...