Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 354
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8 3. Der Na»m von dcr Dreiköttigstrasje dis ziir grosjen Mantelgasse ist zur Ve>-
ladttiig ilnd Laaerung non Steineii, Nindcn nnd anderen Roliprodnkten bestimmt.

8 4. Dcr Raum von der groszen Mantelgasse dis znr Rlarstallstrasie ist ziii» Auc'-
laden »nd Feilhalten von Hen nnd Stroh zn heniihe».

8 5. Der Platz von der Äiarstallstraße bis znni Hanse llnlere Ncckarstraße Nr. 'i
ist nach Verordnung der Großh. Zolldirektion vom 22. Septeinber kE) vorzngsweise
als Ein- und Ansladestälte fiir die!,iansttianiis- oder sogenannten Siiickgiiter bestimiiit
nnd nntersteht der Bcaufsichtignng des Großlr Hanplstetteraiiits

8 6. Der Platz von dem Hanse lliltere Neckarstraße Nr. l> bis an das Hans llntcre
Neckarstraße Nr. 5 hat znr Verladnng nnd Lagernng von Brennholz, Hopsenstangcn
nnd Holzschnittwarcn zn dicnen. Sobald die Bedarsszett von Hopsenstangcn vorüber
ist, spätestens init Nblanf des Nionatö Mai, iniisse» die in ßiesten liegcnden Slangen
von ihren Plätzcn gerännit n»d aus einen vom städtischen Lanerverwalter siir sie zn
bestiinmenden Vlatz gcbracht werden.

8 7. Das Vorland von dcin Hanse llntere Neckarstraße Nr. 5 bis znr »enen Briicke
ist znin Lagern von Steinen, Banholz, F-loßholz, Stangen nnd Holzschnittwaren
bestimint.

8 An dem Nenenheimer Ilfer befindet sich der Ansladeplatz fiir sämtliche z»
Wasser ankoinincnden Gegcnstände oberhalb der nenen Brücke bci der sogenaniiten alten
Fähre. Nur in Ausnahmefällen wird das AnSladen bei der Wasserschachtel nntcrhalb
dcr nenen Brjicke gestattet.

8 lt. Als Lagerplatz anf der Neuenheiiner Scite dient das von der alten Fäbre
answürts zwische» der Vnndstraße nnd dem Leinpfad gclegene Vorland nnd zwar dcr
westliche Teil desselben znui Lagern von Hölzern nnd der östliche Thcil znm Lagern
von Steinen, Kies »nd Sand.

8 10. Der vom Stadtrate angestellte Lanerverwalter weist den Schisfer» beznr
den Holzhändlern die znr Lagernng ihres Holzcs bestimintea Plätze an.

An dc» Holzschichten sind die Nnnien der Verkünser sowic die von denselben be-
stimnitcn Verkanfspreise mit schwarzer Farbe dentlich anznschreibe». Tie Holzarchen
niüssen so gesetzt werden, daß sie nicht cinstiirzen können. Das Holz darf »nr ans
3'F Meter Höhe gcsetzt werden. Alisnahmen si»d nnr znlässig, wenn »nd insolange
infolge hohen Wasserstandes des Neckars Nannuiiangcl eintritt.

8 1k. Von allen Gcgeiiständen, welche a»f städtischem tßclände an den beidcn
Neckarufern ausgeladen tverden, hat der Verkäuser, oder wcnn solche schon verkanft
angesahren werden, der Känfer die in angeschlossenein Lanergeld-Tarise festgesetzten
Gebühren zn zahlen.

Die erstinakige Gebührenzahlnng berechtigt den Eigentünicr der betr. Gegenständc,
dieselben ohne weitere Vergütnng eine Ltzoche ans dem städtischen Lauer lagern zu
lassen.

Bei läiigereni Lagern steigcrt sich die Gebiihr in dcr Wcise, daß für jede wcitcre
angefangene Woche nach Ablanf der ersten Woche dic erstmals bczahlte Gebühr jcweils
in vollem Umfangc, und von Nkanersteilieii znr Hälfte zn entrichten ist. Eine Geivähr
für svicherheit oder gege» Beschüdignng dcr anf dem Laner lagernden Gcgeiistände wird
seitens der Stadtgemeindc nicht übernoinmen.

ß 12. Vor dem Ausladen der Schiffe nnd vor dcr Abfnhr von a»f dem Laner
gelagertcn Gegenstäiiden ist dem städtischen Lanervcrwalter Anzeige zn erstatten über
die Menge derjenigen Gegenständc, welche ansgeladen oder abgeführt werden sollen.
Derselbe erhevt alsdann gegen Onittiing die Gebiihren nach Maßgabe des Lanergeld-
Tarifs. Die Waren dürsen nicht abgefahren werdcn, solaage die Gebühren nicht be-
zahlt sind.

Dem mit der Kontrole betrautcn städiischen Beamten sind, anf desse» Verlangen,
die Gebührengilitmiigen ebcnsalls vorznzeigen und die von ihm gewünschten Ansknnfte
zu erteilen.

8 13. Znr Vermessiing dcs anSgeladenen Breunholzes, ebenso znr Verincssnng
der ansgeladenen Steine köiinen die vom Stadtrat bestellten nnd vom Gr. Bezirköamte
verpflichteten Holzmesser nnd Steinanfsetzer beigezogen lverden.

Dieselben haben folgende Gebiihren zn beanspruchen:

Die HolAinesser von jedem vcrnikssclieii Ster Brennholz . . 30 Psg.

Die Stemanfsetzer von jedem aufgesetzten Kiibikmeter Stciiie 12 Pfg.

Beide Gebühren hat der Känfer zn entrichlen.
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