Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 355
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Audereu Personcn ist dus gewerbsmäßige Messen bon Breiinholz odcr Stciirei!
aus dem stödtischeii Luiier milersei§t.

8 14. Den Airordiiunaci! des städtischen Lunerverwalters ist ilirbediiiat Folge zn
leisteii', Beschwerde» gegen beiiselbeii, sowie gegen die Höhe der (Hebiihreii stiid bei dem
Borsitzeiideil der Laller-Koinnüssion oder bci dem Stadtrate schriftlich vorznbriiigen.

8 15. Nebertretimaen der Laiierordiiiiiig wcrden beziiglich des ß 11 nach 8 2 des
(Äesetzcs voin 18. Dezeniber 1867, beziiglich der iibrigcn Bestiiiiiniingeii nach 8149 Z. 6
der Gewerbe'Ordiiiiiig an lstcld biö zn 30 Mark oder im Falle des Niwermögens mit
Hast bis zn acht Tagen bestrafl.

öauergeld-Tarif.

Bon allen Gegeiiständcn, Ivelche an den Lanerplätzen oder an Nferstellen, die Ge-
nieindceigciitiim sind, ansgeladen werde», muß der Berkäufer, oder, wenn sie schon
vcrkanft hierher gebracht werden, der Känfer an den Lanerverwalter solgende Gebiihren
entrichtcn:

1. fiir einen Stanim Holz bis mit 15 m Länge ... 10 Pfg.

„ „ „ „ von iiber 15 biö mit 20 m Länge 15 „

„ „ „ „ „ „ 20 m Länge . . . 2o „

2. siir 100 Stiick tannene oder forlene Borde . . . 30 „

3. fnr 100 Stiick Schlaufdielen odcr cichene Borde . . 45 „

4. siir 100 Stück Aahmenschenkel oder Faßdailbcn . . 25 „

5. sül N'O Stiick Latken.. . 15 „

6. sür 100 Stiick Hopfeiistailgeu oder Aippeiistiicke . . 35 „

7. siir 100 Slück Trnderstaiige».20 „

8. sür 100 Stück Bolmeiistecken.10 „

9. siir 100 Llück Norinalwellen.30 ,

10. sür ein Ster Breimholz ohne Unterschied .... 10 „

11. sür 1< Ollg Holzkohien.10 „

12. sür >OOOKgSteiilkühIcii,Nohiiiateria!ieii,Kanfmaimsgüter 10 „

13. sür 1000kg Riiiden, Hen nnd Stroh.15 .,

14. sür UDOKg Kartofseln, Kraut, Riibcn nnd Obst . . 20 „

15. für 1000 Stück Backsteine, Ziegel, Tiiffsteine ... 25 „

16. sür 1 ol,m Maiiersteine.3„

17. sür l elim Sand, Kalk, Lehm, Kies, Cnde .... 5„

18. sür jeden Wagen Eis.10 „

Was das (5ns anbelangt, das an Ort nnd Stelle gewoimen wird, so ist für Be-
nütznng des städlischen Borlandes iin Borans eine von der Lnnerkonmiission zn be-
stimineiide Panschsimmie zu entrichten.

Für nicht im Tarif benannte Olegenstände werden die (stebiihren erhoben, wclche
fiir einen im Tarif anfgcsührteil ähnlichen Gcgeiistand zn bezahlcn sind.

Bei Meinimgsverschiedenheiten zwischen dein Pflichtigen imd dem Lanerberwalter
bestiniint die Lailerkoiiiinissioii die Gebiihren.

Borstehende Gebiihrcn sind allein schon für das Ausladen anf dem Laner zn ent-
richten. Deren Zahlung berechtigt jedoch den Eigeiitümer der betrcffenden Gegen-
stände, dieselbei'. ohne besondere Bergütimg eine Wochc lang anf dem städtischen Larier
lagern z» lassen.

Für jede aiigefangene weitere Woche der Lagerung sino sodaim vorstehende Ge-
biihren wieder z» entrichten, für Manersteine jedoch nur iin hälstigen Betrage.

V III. Markt- nnd Gewerbepolizei.

L. Wochemimrsttordimng.

Ortspolizeiliche Borschrift nebst Tarif vom 4. Dezember 1893
niit Aenderimg vom 15. Aiignft 1894.

8 1. Der Wochenmarkt findet anßer an Sonn- nnd Feiertagen täglich statt, und
zwar: auf denr Marklplatz am Mittwoch, Donnerstag nnd Samstag,

anf dem Wredeplatz am Dienstag und Freitag,
anf dem Wilhelwsplatz am Montag.
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