Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 377
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III.

Turä, BcichUi» t>co BczirkSratS ivurdc
folgcndes l'kittmmi:

V.

auf Uiuiiid dcs 8 wl,<! (ficiv Lidnnng

n) Tcu uoä frcdciid vcrzcichnclcn (>'eiveichcticil'e>ideii ist dcr Pcrknuf ihrcr Wrircn
iiil rillen Loiiii- nnd Hcni.uicn nnir Ailsiinlinic dcs crstcn !i>'tcr-, Psiiisist- und Pteih-
iKichtsskjkrlasis» lärisicr als suitt' Sttinden sicstaltct »nd zwar
l. Tcn Milchhändlern rinl'tichränki,

A Dcn Bäckcrn

d. Dcn ^nckcrdäckcrn üiiondirorcn l
4. Tcn Od''lhändlcrn
ä. Den Kuiiir- und HandclSsiäitncin
N. Dcnjenisicn Pcn'oncn, wclchc sieivcrdsinäsjisi Mincrajwasscr
zu uiimittcldarcin Äcnns; an das Pndlikiini adgcdcn

7. Drn Mcysicrii nnd Wursklcril von 6 -12 Ilhr voruiittasiS nnd von 6—6 llhr
nachmirrasis.

8. Dcnjenisicn Pcrsonen. wclche ausschliesjlich odcr doch ,von kl llhr vor-

ivcil ndcrwiegcnd mir l5jgarren nnd Tadak handcln, mittagö liis
dcr Bcrkaus dicscr Waren ! 6 Ilhr nachmitt.

d> Die unrcr a,')isscr 1—7 vcrzcichnetcn 6!civerdctrc!bci>den dürfen auch an
den drei hochsrcn srcierlagcn < Dstersonntag, Pfingstsonntag, (5 hri st-
tag> tüehilfcu, 2chrlingc nnd Arbcitcr dcscj>ästigc» dczw. ihre Perkaufsstcllen offcu
haltcn, adcr nnr wädrend dcr Srniiden von 6 !> Ilhr VcrmittagS.

n ndcj ch r a n
init Ailsiiahinc
dcr Stniidcn dcs
doriilittäsiisicn
Hauptsiottcs-
dienstes.

6.

Die iänttlichcn uiucr III .V verzcichnetcii Nilsilahiiicn werdcu an dic Btdiiisiilng
gclniipsl, dast im kandelSgcwcrblichcn Tcil dcr dctr. Bctricbc lstehilfcn, Ikchrliiisic
nnd Nrbcitcr üdcr dic in I .4 oden scstgcsctztcn Stnndeil hiilans nur dann dcschäs-
tigt iverden düricn, wenn jcdcr derselden

1. cutwedcr an jcdcm zwcitcn Sonntag von morgens 8 Uhr bis abcnds 8 llhr,

2. oder in jcdcr zweiten Woche an eincm Lsserktag vclle 24 Stundcn von dcr
Ardcit freigelasien wird.

IV.

Nm Ssrcr- und Pnlisistionntagc, sowie am erstcn WcjhnachtSfeiertasic dürfcn,
abacschcn von den AuSnahmen unter I! I! Ziff. 2 und III X d lhchilfcn, Lchrliiigc
und Nrdciter im Handclsacivcrbe übcrhaupt nicht bcschäftigt werdcn.

Iusoweit einc Beschäftigunsi von (stehilfcn, Lehrliiisieii und
Nrdcitcrn im Handclsgkivcrdc nicht zulässig ist, dars ein 6!c>vcrdc-
dctricb in ofscnen VcrkaufsstclIen überhaupt nicht stattfindcii.

Die Läden und sonstigen Verkaufsstellen sind anster dcr z»gc>
lasscnen Vcrkaufszcit gcschlossen zn halte».

V.

Fcsttagc im Sinne obigcrAnordnungcn sind: Ncnjah.', Ssteniiontag, Hiliini l
saliriStag, Pfiiigstmontag, (5dristtafl und StcphanStag, fcrncr in (8cinci»dcii, in
welchcn dic kaiholische Koiifession Pfarrrechte hat, dcr Flonlcichnainstasi »»d in
(stciliciiideii, in wclchen dic evangclischc .(fonfcssioil Psarrrcchte hat, der sshai frcitag.

Div Hvnnlagsruljr in der llnduftrie.

Bczirksamrliche Anordnungeii vom 23. März 1896.

(5s diirfen, soweil nichr AuSnahinen voi» Vcrbote der Sottntagsardcit ansdrück
lich zugelassku sind, vom 1. April 1896 an nach 8 1061» Ads. 1 6!ewerde Srdiiiiiisi ii»
Bctriebe von Bergweiken. Salinen, Aufbereiti»igSalista!teil, Briichen u»d ('iriide»,
von Hüttcnivcrken, Fabrikeii und Werkstätten, von Viiniiierplcihcn »no andeic» Van
höfcn, von Werften und Vlcgeleicn, sowic dei Baiitcn aller Art Arbeiter an ^onn-
iind Fcsttagcn nicht beschäftigt werden. .. . ^

Die den Arbeitcrn zu gewährende Nuhe hat inindesteiis für st'den >r:onn- und
Festtag vierulldzwanzig, für zwei aufeiiiander folgende Sonii-niid Festtazie sechsniid-
dreistig, für das Weihnachts-, Oster- und Pfingstfest achuindvierzisi ^tiinden zu
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