Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 383
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Ablöjiliigsiuaiiiischasten dürfeii jc 12 Stinideil vor iind nach ihrer rettelmäjriiten
Leschliftchmist znr Arbeit »ichr verivendet iveideu. Die den Ablösiiiijisiimiiiischafleii
z» qelvahreude Nuhe miiü das Miiidestiinis; der deii absielösten Arbeikeru siewälirteii
Riihe erieicheu.

lt>. Hür die Bekleid » nizs - mid R eini g u ugögcwcrbe ivird die Beschäfti-
siiiiig vo» Arbeiteru behuss Ablieferimg der lsrzeuguisse i»i haudiverksiiiäßigcn Be-
triebc a» allen Zviin- uud Iesttagen bis '/^ Stuude vor Bcgiuu deS vorinittägigei!
Hauptgotiesdienstes gestattei.

11. B» Bierbraliereien, Eisfabriken uud Molkereien wird die Ber-
sorgiing der KuiidsMasl niit Bier, Roheis »ud Molkereiprodukte» au Souu- iiiid
ss-esttaaeu wäbreud der sür deu Haudel freigegebeneil Siundeu gestattet.

12. Iu Miiieralivassersabriken wird während der wäruiere» ,uihreszeii
die Bcschästigiiiur von Arbeilern währeud dei Sliiudeu von 6 -!>Uhr vormittags init
solchcn Arbciten zugelassen, welche zur Bersorgung der ttuudschaft erforderlich sind.

l> AuSnahmen für Betricbe mit unregclmüstifler Wasserkrnft.

Auf Gruild des ltt.ö,- Abs. 1 Gewerbeordnililg hat dcr Bezirksrat die Beschäfti-
gliiig von Arbcilern mit Arbeiteu, welche sür den Belrieb uncrlästlich siud, soweit
tticht geiuäst ^ I05e Abs. 2 <Ü.-S. sür einzelue Betriebe im .viublick auf die bei deu
vorlieflcndeu besouderen Berhälrnissen weitergeheude Ausnalmieil zugelasseu werden,
gestattet:

») Iu ttletreideinühleu au höchsteus 26 Souutagen i»i Iahre:

h> in den sonstigen aiisschllestijch oder vorwicgerid init unregel-
iii ästiacr W a s s e r k r a f t arbei t e n d e n B etriebeu au höchstenS 12 Soiiiilageii
im Iahre.

Wen» die Soirnragsarbeileu länger als drei Slundeu danci u, so siud die Arbeiter
eiitweder au jedein driile» Louulag volle tt<» Sttiudeii oder a» jedeiu zweiten Sonu-
tag »lindestens iu der Ieit von <> llhr iiiorgeiis bis 6 llhr abcnds oder iu jeder Woche
wahreud der ziveileu Halsie eines ArbeitSlages nud zlvar spätesteus vou l Ilhr nach-
mittags ab vou jeder Arbeit freizulasse».

Austerdeiii ist deu Arbeirern, weini dieselbeu durch die Soiiutagsarbeiten vom
Vesuche des ttlottesdienstes behindert lvcrde», au jcdem dritten Sountage die ziiin Be-
suche des ttlottksdiknsres erforderliche Ieil freizugeben.

Die Loiiu- uud Iestlagsarbeileii sind vou den ttlcwerbetreibeuden uiit den in
si 1<>5o Abs 2 G.-O. bezeichiiereu Angaben über die Zahl der beschäftigteii Arbeiter,
die Dauer ihrer Beschästiguug, soivie die Art der vorge»ouiiuenen Arbeiten in daö
daselbst vorgeschrirbene Berzeichnis emzutrageu.

Wegcn der I-ührttiig des Bcrzeichuisses vcrweiseu wir auf das obcn II. ^ Ziff. 4
Bemcrkte.

III. Indeiu Borsiehendes zur e.llgciueiiicn Kenutuis gebracht wird, wird be-
sonderS daranf ansiiierksa»i geuiachl. dast die über die SoiliitagSruhe iiu Handels-
gewerbe getroffene» Bestiiuiuiliigeu tvergl. diesscitige Bekattiitiiiachuug vom 24steu
März IMi) durch diese Bekannlittachuiig uicht berührt werdcn.

Dabei wird noch beiuerkt, dast Arbeiter, wetche auf Grund der obeu — II6 Ziffer
1^12 — erwähnren Ausiiahluebestiiuniuugeu uiil SonntagSarbeiteu beschäftigt wer-
den dürieu, während der ihneii alisbediiugeuen Ruhezeit auch uicht zu Arbeiteu iu deiu
etlva niit deiu Betriebe verbundenen Haudelsgewerbe herangezogeii werden diirfen.

IX. Rkchtsverhältniffe der gkwerblichkil Arbeiter und der

Dienstboten.

^ GeU'erl'liche Nrlieiter.

1. AiiSzug ans der Gewerbeordnnng.

») Allgcmeinc Berhültnifse.

(Bestiinniiingkn iiber die Soiliitngsruhe vgl. obeu S. 1176 u. ff.)

ss W7. Miiidcrjührige Personeiii dürfeu, soweit reichSgeschlich »icht eiu Au-
deres zugelassen >st, als Ardeiter unr bcschäfligt iverdeu, weu» sie mit eiuein
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