Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 395
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Die Z uvalideurcntc l'eträgl na6) i> jähliger Wartczcil:
iu dcr II. Älasse: l24 Mk. 10 Pftz. Ticselbc kami I ll. Klassc 262 Mk.

III. Ülassc: 10! Mk. 15 Pfg. anstei'gcii lns j' lll. Masse 008 Mk. 42.

Tie Alicrsrciitc: ll. Klassc: 104 Mk. 60 M.; III. Klassc: 162 Mk. 80 Pfg.

(Durch Pcrciiibariiiig zwischcn Arbcitgcbcr nnd Arbcitnchmcr kann die Lersiche-
rinig iii ciner höhcrn .zllasse erfolgcn, als gesevlich vorgeschrieben ist. Dic höchstc Lilassc
ist die I V. Klasse mit Woelienbcitrag von 00 Pfg.)

Fiir die Uebcrgangszeii sind zn Giiiistcn dcr Lcrsichertcn Bcstiriiiiuiigeil gclrofseii,
welche eine Abki'irzung dcr Wartezeit crniöglichen (wenn die Arbeitszeit gchörig
bcscheinigt ist» nnd eine höhere Berechniing derAltcrsrtiite sbeiPcrscnen iiber60Jahrc)
gestatten.

IV. Gclteudmachung des Rentenaiispruches.

Personcn, wclche einen Rciltcnanspriich geltcnd niacheii lvollen, haben sich au daS
Grohh. Bezirsamt zu wendeii.

Ilcber den Ansprnch entscheidet der Lorstand der Leisichernngsanstalt
lLandesversicherungSaiistalt Baden in KarlSruhe). Gegen ciuen ttiigünstigcn Bescheid
sindct die Berusung an daS Tchicdsge richt dcr Austalt imd cvcntucll dic Revifion
an das Reichsversici» erungsanit (in Berlin) statl.

V. Erlöschen des Auspruches an die Lersicherung tritt eiu, ivenn der
Renteiiempfäiiger nicht uichr eriverbsunfähig ist. Die Anwartschaft ans dem Ler-
sicherilngSvkrhältiiis crlischt, wenn iuncrhalb 4 Jahren nicht für mindesteus 47 Wochen
Beiträge cukrichtet sind. Dicsclbc kanii jcdoch untcr llmftänden lvieocr ausleben.

VI. Ginc Rückvergütuiig dcr gezahlten Beirrügc greift Platz,

a. gebenüber weiblichcn Personen, die, ohne in dcn Bczug einer Reiitc gclangt
zu sein, cine Ghe eiugeheu, uachdem sür sie miudestcns 5 Jahrc Bciträqe gezahlt sind
(fiOOGes,):

^ b. gcgenüber ciner hinterlasscnen Witwe odcr hintcrlassenen Kindern nntcr 15
xZahren, wcnii der Lcrstorbenc selbst keine Rente erhalten hattc, uud fiir ihn währcnd
miiidcstens 5 Iahreu Beiträge bezahlt worden ivaren (K 31 Ges.)

X. Lrtsgebrauch bkim Wohnungswechsel.

Bekailiitinachung des Bürgermeisteramts.

1. Bei deii gegen vicrteljährige Mietezahlung vermictcten Wohniliigen geltcn als
übliche Zieltage zum WohnungSwechsel:

der 1. April, 1. Juli und 1. Oktober.

Soll cin Wolmungswechsel auch auf 1. Januar verlangt wcrdcn können, so
»ins; dies beim Abschlus; des Mietsvcrhältnisses ausdrücklich bedungen sein.

Bei MietSvcrhälriiissen, die an cincm andcrn Tage als den eben bczeichneren be-
giilnen, wird angenoinmen, daf; mii dcm Herannahcn des nächsten Kalcndeiquartals,
wenn vorhcr nichto andcrcs vereinbart iit, hinsichtlich des WohnnngSwechselS die in
Absav 1 vorgeschricbenen Zieler gelren sollen.

H. Eine Kl'indiglliig der nnter I bezeichneten Mietverhältnisse kann nur auf
eincs dcr üblichen Zicier (I. April, 1. Iuli, 1. Oktober) erfolgen mid mutz ipatestens
drei Monate vorher, d. h. am l. Januar, 1, April und 1. Jnli vorgcnommen
werden. Jst der Mieter mit der Mietzinszahlung im Nückstande, so kann die
Kiindignng noch innerhalb 10 Tagcn nach letztgenaniitcm Tage erfolgen. Bcträgt
dic Miete nur 70 Mark per Jahr 'oder darunter, so kann die Küiidigung aufs Ziel
noch vier Wochcn vor dem Eintritt des letzteren vorgenommcn werdcn

lll. Sowohl die Vcrmieter als auch dic abgehenden Mictcr haben dafür besorgt
zn sein, dast die Wohnungcil jeweils an dem betreffendcn Zieltage, bczw.
an dem zunächst darauf fölgendcn Werktag geränmt Ivcrdcn, damit die neucn Rtieter
rechtzeitig cinziehcn können.
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