Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1897 — Heidelberg, 1897

Seite: 417
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Warikaeldti, welchc aus tliicr »ichtbadische» Siaatskasse bezoge» tverdcn, ferner die
Dielistvezüge seiiischl iksilich der Militärpeilsiviieil) der Mililärpersoiieii aus der Klasse
der Untcrofsizikre iirid Gcmeiiieil, die Dieiistbezüge der aktiven Geiidarineii vom Ober-
ivachtmeister abwärts, sowie altc Stcrbqiiartalbezügc stcilerfrci.

Gi»e Giiikolilimlisteiiercrkläriiiit) haben alle Pcrsoiien ci'iiziircichc», wclche am
1. l'lpril des betiesfciideii Iabrcs sich im Bcsitz eiues steiierbarcn Emkoiiimeiis befaiide»,
für welcheö die Stemrpsticht iu hiesigcr Gemarkiiiig begründet war. Die Steiicrpflicht
ist iii dcrjemgeil Gcmarkniig tStenerdistrlktj begründet, iu welchcr der Pflichtige seine
Haiiptiiicderlassiiiig üat oder, beim Mangel eiiies WohnsitzcS im Grosjher^ogtiim, de»
grössten Tcii sciiies steiicrbarcii Giiikoiiimcns bezieht. Iedoch sind diejeiugcii Steuer-
pslichtigeii vo» Mgabe eiiier Grkläriing ciitbliiideii, welchc i» dcm Steiierdistrikt, i»
welchem ain l. l'Ipril ihrc Sieiierpflicht begrüudet war, bcrcits znr Giiikommeiistetter
veraiilagt >»id »ach dcm Staiide ihrcr Giiikoiiimeiisverhültiiisse am gciiamite» Tage
mit keiiiem höher» S leiieraiischlag als dcm aiigeschte», z» bcst.'iierii sind.

IV. Iiii Allg, iiicj iie»: Gewerb- oder Ei'ilkommeilsteiicrpflichttge, welche z»r
Abgabe eiuer Stciierirkläriliig keine Verpflichtiiilg habc», siiid glcichwohl befugt, ci»e
solchc abziigcbe». weim sie eine Steiiermiildtriiiig aiisprechc» z» köiiiie» glanbe» oder
aiis irgend einem besoiider» Grimde eiiie Beriäitigmig ihrer Steiieraiilage b-'wirke»
wollc». Gbciiso sind die Gesnche »m gänzliche Eiitferiiiiiig a»S dem Kataster, deö-
gleicheii ilm Berechining vo» Steiierabgäiige» »iid Stciierriickvergüliiiige» »iitcr ent-
sprechender Begriinduiig vorziibriiige».

Driicksormiilare z» de» Gewerb- wie z» dc» Gi„fo,»me»stellererklärii»gcn »ebst
l'liileilliilge» z» dev leptere» werdeii beim Säiahiliigsrat mieiitgcltlich verabreicht.

Wer die ihm obliegende» Steiiererklärmige» »icht rechlzcitig odcr i» wahrheits-
widrigcr Weise erstatlel. »nterlicgt dcr gesetzliche» Strafe.

U. Für die Giz,lcichu»g dcr .st apitalrciiteiisteiiererkläi »iigc» wird all-
jährlich vom Schatzmigsrat eine ^rist bestimmt, lvclche i» der Regel mit der Beit
znsammeiitrisst, i» der das Bb- imd ,'jllschreibeii der Grimd-, Häuser-, Gewerb- »iid
Ginkomiiitilsieiier slailsiiidet, »iid die jeweils i» dc» Lolalblätter» bcsoiiderö bekaimt
gemacht wird. I» Bezug ans die ^eststelliiiig der Kapitalreiiteiisteiier ist zn bemcrkeii:

t. Die Abgabe der Steiiererkläriiiige» hat beim Schatzniigsratc z» erfolgc».

2. Die Ailfstelluiig der Steiiererkläriilige» geschieht »ach dem Stande der Bcr-
»lögeiisverhältiiisse vom l.April.

U. I» der fcstgesetzte» ^rist habe» alle jeiie Pflichtigc» Steuererkläriiiigeil ci»z»-
reichc»,

a) welche »ach dem Stande iheer Bermögensverhältiiisse voi» k. April dcs bctref-
sciide» Iahres ci» in hiesigerGnneiiide z» veranlageiidesZiiiseii- liiidNciitciietiikoiiimeii
von mehr ais «»<> Mark jährlich bezieheii mid hier »och »icht z»r Kapitalrciitenstkiier
veranlagt si»d,

l') welchc hier zur Reiiteiisteiier zwar veranlagt sind, aber »ach dem Stande ihrer
Bcriiiögeilöverhältilisic vom 1. Ävril ci» steiierbares Zinseii-»iid Reliteliciiikommc»
bezieheii, welches de» veraiilagtcn Iahreöbetrag »>» mehr als M Mark überstcigt.

-l. Stenerpfl ichtig si»d:

»i Landes- »nd soiistige cheichöa»gehörige, weii» sie im Siniie deö
Peichsgesetzes vom l.'i. Mai >870, die Beseitigiiiig der Doppclbesteiieriilig betrcffeiid,
ihre» Wohnsitz iAiifeiithalt) im Grosihcrzogtiim habe», deSgleichc» NeichSallsläil-
d er, welche des Grwerbs wege» ihie» Wohnsitz im Grostherzogtiiin haben: niit dem
ganze» Brtrag ihreö »ach Art. 2 des Gesetzes stenerbare» Biiise»- imd Ncllteiibezichcs,
ohne Nücksicht daranf. ob das gedachte Giilkoiiiiiie» vo» im Iiilaiide, im übrigeii
Neichögebiete oder im tzliislaiidc angelegte» Kapltalieii oder vo» iiilüiidischen oder von
sremde» Bezugöorte» htrstainmt',

I>) Reichsaiiölaiider, welchc »icht deö Erwerbeö wech'» ihreii Wohnsitz im
Groscherzogtnm habei«: iiur insoweit, als die bezügliche» Käpitalie» >m Reichsgebiete
aiigelegt sind oder die Bezüge a»S letzterem herkoiiiineil.

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