Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 261
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Für jede Benutzung bcr öffeiitlichen Sprechstelle bis zuc Daucr von drci Minuten
iit zu cntrichteu:

») Jm Stadtverkehr eine Gebiihr von 25 Pfg.

b) Jm Fernverkehr: auf 50km Entfernung eine Gebuhr von 25Pfg.; auf
weitcrc Enlfernungen eine solche von 1 Mk.

7. Leitungen für den Fernvcrkchr bestehen zur Zeit zwischen Heidelberg cinerscil?
nnd Achern, Baden-Badcn, Bicbrich (Rhcin)^ Brnchsal, Bühl <Bade»>, Eolmar (Elsaß),
Eronberg (Taunns), Darmstadt, Deideshclin, Donaucschingen, Dürkheim, Durlach,
Eltville, Emmcndingcn, Eltlingen, Franktnrt (Maini, Frankenthal, Freidnrg (Breis-
gan), Furtwangcn, Gcbweilcr, Gcrnsbach, Grünstadt, Hanau, Höchst (Maim, Homvurg
v.d.H.. Hornberg, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kastel, Kehl, Äöiiigsfcld (Baden-, König-
stein (Tainius), Konstanz, Lahr, Lainbrechl, Landan lPfalz), Langenschwalbach, Lud-
wigshaien (Rhein), Mainz, Mannheim, Rlarkirch, Mühlhausen sEls.)^ Neustadt (Haardt >,
Neustadt (schwarzwald), Oiienbach (Main), Offcnburtz, Pforzheim, Rastatl, Pirnia-
sen», Rüdesheim, Schwetzingen. Singen (A. Konstanz), «pryer, St. Georgen (Schwarz-
wald), St, Ludwig (Elsaß>, Strastbiirg (Elsaß), Thann (Elfaß), Triberg, Billingen,
Wacheilheim (Pfalz), Weinheini, Wicsbadcn, Zweibrückcn, sowie jämliichen Oncn des
wüntemberglschen Sprcchnetzes andererseils. Dieselben können von den Teilnchmer-
stellcn und von dcn öffciitlichcn Svrechstellen aus benutzt werden. Die Gebühr beträgl
für jedes Geipräch bis zur Daucr von drei Plinuten auf 50km Entfernung
25 Pfennig, auf weitcre Enrfcrnungen 1 Mark.

nehmer bci Geiprächen, für wclche die Emrichtung der Einjklgebühr von 25 Pia. oder
1 Mk. stattfindet (6 und 7) verpflichict, die Auizeichiiungen dcr Permittelungssielle über
dic Dauer der jedesmaliacn Geivräche als lichtig anzuerkennen. Iliircrschiede zwischen
dcn Aufzcichnungen dcr Berniittclimgsitelle und dcnÄngaben der Teiinehnier werdcn
zwar nach Möglichkeil aii'geklärt; jeooch wird der Teilnchmcr bei ellvaigem Einipruch
von der Verpfiichrnng zur einitwciügen Zahluug dcr icitcns der VcrmittclungSansralt
in Rcchnung gestelllcn Gebühren nicht bcfreit.

Die einfachc Dauer der gegen Enlrichtuna von Einzelgebührcn geführten Ge-
iprächc ist sür dcn gesamten Vcrkchr auf drei Minuten festgeietzt. Die
Ausdehnung eines Gesprächcs Uber drci Minute» hinaus ist nur in dem Falle zu-
gelasscn, wenn anderweitige Gesprächs-Anmeldunqen nicht vorlicgcn. Daß dic Sprech-
zeit von drci Minuten abgelaufen sei, wird den Teilnehmcrn nur dann besonders mit-
gcteilt, weiin ionsngc Geiprächs-Anmeldungen zu crlcdigcn sind oder wenn der Teil-
nehmcr bei der Anmeldung des Gespcächs die Aufhebung der Vcrbindung nach drei
Minuten ausdrücklich oerlangt har.

S. Jm Verkehr auf den Lerbittdungsleituugeii für dcn Fernverkehr wird für
jcdeS angemcldete, abcr ohne Verschulden der Reichs-Post- und Telegraphenverwaltung
unausgeführt gebliebene Gespräche aui kürzcrc Entiernungen eine Gebühr von
50 Pfg., aui weitcrc Entfernungen ciue Gebühr von 1 Mark in denjenigcn Fällcn ber
der Anmeldestelle crhoben, in wclchen:

») dcr gewünfchte Tcilnchmer im sernen Orle bei belriebsfähigcr Leitung dcn An-
ruf nicht beanlworlet, oder es ablehm, in ein Gesprüch einzulreten;

d) derjcmgc Teilnehmer, von welchcm die Anmeldung herrührt, auf die Untcr-
reduilg verzichret, dezw, nichr mehr antwortcr, nachdem dic Fcrnlcitung für ihn
zur Benutzung bereil gestellt worden ist.

10. Für drinaeridc Gespräche, welche mit Vorzug oor den gewöhnlichen
Gesprächen ausgeführt wcrden, ist die dreifache Gcbühr eincs gewöbnlichcn Ge-
sprächcs von gleicher Zeitdaucr zu erlegen.

11. Die Teilnehmervcrzeichniffe der Stadt-Fernsprccheinrichtuiigen in den aus-
wärtigcn Orten können durch Vcrmittelung dcs Telcgraphenamts in Heidelberg
käuflich bezogen werdcn.

12. Bei der Vcrmirtlungsanstalt in Hcidelberg läßt sich auf Wunsch die Einrich-
luna treffen, welche den Teilnehmer in den Srand jetzt, während der Nachr die Polizei,
die Feuerwshr oder andere Teilnehmer unmittelbar anzuruien. Für die unbedingte
Bettiebsficherhcit dieser Einrichtung leistet die Verwaltung keine Gewähr.
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