Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 262
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Dic Vcrgiitung sür Herstellung vo» Rnchtoerbindinigcn beträgr im Stadt-
verkehr:

1. beim Nbonnement auf cine Nachtoerbindung

n. >ür das Bierieljahr ... 8 Mark

2. für Nachiverbindungen, welche au? einen kurzen Zeilraum oder sür bestimmtc
Nächte berzustellen smd, 20 Pfg. sür jede einzelne Bcrbindung. Die Vergütung ist im
Voraus zu eiitrichten.

Anweisung

zur Benutzung der Fernsprecheinrichtungen.

Sl l l g e m e i n c S.

Die Fernsprecheinrichtung kann in Heidclbcr^ währcnd dcs Sommcrs von 7 Uhr. im

Während der ^lauer von Gelvitlern werden von den Vernnttlungsanstal-
tcn Verdindunqen nicht ausgeiührt. Sämtliche Fcrniprechapparatc sind nnt äiißerst
cmpfindlichen Blitzschutzvorrichtungcn vcricbcn, wclchc ciwaigc Entladungcn atmojphä-
rischcr Elcktrizität sichcr auffangen imd ablciten: immcrhin wird cmpsohlcn, bei iiahcn
und schweren Gewiltern die Fcrniprcchapparatc und Lciiungen nicht zu bcrührcn.

Bci ruhcndcr Korrelpvndenz hängcn zweckmäsfig beide Hör-Appnrate t Fernhörer)
in den Hakcn; unbedingt muß indcj! dcr Fernhorer in dem aus demGehäuse
hervortreteuden dcweglichen eiscrncn Haken hängcn, da nur so der
Wecker anspricht.

^Bei^der Uittcrhaltun^ cmpfichlt eschch^b cidc Hörapparaic zum gleichzeitig^n Hören

Es ist deuNich. abcr nicht zu laut uiw imchi zu langsam zn sprechcn; dcr
Mund muß 3—S em von der Schallöifnung des Mikrophons entserni bleidcn.

Gcnaueste Bcachtung der vorstchenden aUgcmeinen und der solgcnden bejon-
deren Bestimmuiigcn ist für cinen ordnungSmäßigcn Berrieb unerIäßlich.

L. Fm Ktadtverkehr.

I. Teilnehmcr ch wünscht mit Teilnchmer 6 zu iprcchen.

X nimntt den Fcrnhörcr von dem eiscrnen Hakcn, hälr ihn mii dcr Schallöfsnung
an's Ohr, drückt einmal kurz aus den Weckknopf an der Lorderseile des GehauicS
und führt danach dcn zweitcn Horapparat zum andcren Ohr. Aus die Antwvrl dcr Der-
mittlungsanstalr „hier Amt" ncnnt -ä durch Hineinjprcchcn in das Mikrophon Nnmmcr
und Namcn von L, z. B.i „Nummcr drei (Nummer dcr SvrechstcUe von L >n der Tcil-
nehmerliste) Fränkel."

Die Anstalr giebt zurück: „Bitte ruren"! Oder sie sagt: „Schon besctzt, birte nach
fünf Minuten nochmals rufen." In lctztcrem Fallc erwidert „Versiandcn" und hängt
die Fernhörer wieder an dic Haken.

Aui' dic Meldung der Vermittlungsanstalr: „Bittc riifen" drückt nochmals den
Weckknops, jetzt aber erwa 3—4 Sekundcn lang; während des Drückens behält er dcn vom
' eisernen Haken genommencn Fcrnhörer am Ohr. Auf die Gcgeiimcldung: „Hier k,
wer dortr" beginnt ^ die Unierhalmna mit: ,,Hier .4" untcr Benützung beider Fern-
HLrer. Es cmpfiehlt fich, den Abschlufi der emzelncn Mitteiliiiigen, Fragen rc. durch
„Bitte Antwort" bezw. durch „Schluß" zu bezeichnen.

Jm Laufe ciner Unterhaltung darf der Wecknopf nicht gedrückt
werdcn. Pansen find wLhrend den Unterredungen thunlichst zn vermeiden, wic iiber-
hanpt die Dauer der Benutzung der Einrichtungcn nach Moglichkeir zu beschränken ist.
Falls eine kurze Unterbrechung dcs Gespräches nicht zu vermeidcn ist, so mufi dennvch
der Teilnehmer, welcher die Fortsetzung des Geiprächs erwartel, die Fernhörcr unaus-
gesetzt am Ohre behalten. Beim Eintrilt einer längeren Pause ist von bciden Teilneh-
mern das Schlußzeichen zn geben und zur Fortsetzung dcr Unterhaltung die Vermitt-
lungsanstalt von ncuem anzurufen.
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