Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 300
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PcnsionSinhabcr bleidcn dnbci ansicr Bclrachr.

UcberrretunsikN werdcn an Gcld bir zu 20 Mark besiraft, vorbehalilich dcr in
tz49 P.-Sr.-G.-B. Absay 2 angedrohtcn höhercn Strase sür dic daselb'r vorgejchcncn
crschwerten Fälle.

L. Das Vermirtrn von Schlnfflrllrn.

OrtSpolizcilichc Dorschrift voni 18. März 1889.

K 1. Wcr lich niit dem Lcrmictcn von Schlassicllen an ArbcilS-
gchilscn, Diciistboten nnd Lchrlingc bcfaht, hat vorhcr hicvon bci dcr
Ortspolizcibehörde Anzeigc zu crsialten. sss 1L Gewcrbe-Ordnung.i ^

nach Aulnahmc dcS SchläscrS dcsscn Namc, löeimai, bishcrigcr Ailfcnthall, birhcrige
und gcgcnwärtigc Beichäktigung, sowic dcr Lag der Aufnahnie in die Wohniing nnd
das Berlasscn dersclbcn einzut^a^cn ich^

snichi nur der srisch anfgenommencns bci der Polizeibchorde cinzurcichen.

ß ll. Der Vermietcr von Ächlafstcllcn isi verpsiichtct, für Erhaltung der Neinlich-
keit, Zirrc und Ordnung in den Schlafstcllcn Sorgc zu tragen.

werden. ^ ^ ü ! ch g

8 5. Das Vcrmietcn von Schlafstellcn in einer Wohnung an Perjoncn bciderlci
Gcschlechts ist untersagt.

^esgleichen dürfc» in cniem uud dE entwedcr iiur^sur

Gin Bctt darf stcts nur von eincr Pcrson beiiutzt wcrdcn.

8 7. Den Schläfern mnh gcstattct sein, sich anch nach dcn ArbeirSstiinden in dcr
Schla'stelle aufznhaltcn.

8 8. Zuwidcrliandliingeii gcgcn dicse Vorschriften wcrden gcmäst 8 Polizci-
Slrafgcsetzbiichs an Geld bis zu Mark oder mil Hast bis zu 8 Tagen bestrai't.

6. Dic Urstrrwachung drr vun Privatpersonrn grprn Lnlgrll in
Plflegr gcgebrnrn lkiudrr.

Bezirkspolizcilichc Vorschrift vom 22. August 1889.

8 1. Wcr Kindcr unlcr 7 Zahren, wclchc von Prwatpcrioiicn in Pflege gcgcbcn
werden, gcgen Enlgclt in Pflegc »chnicn will, hat vor dcr Ausnahme uutcr Vor-

bc^ördc hiczu eiiizuholcn. Dicsc Genehmiguug wirb iiur erteilt, lvcnn der Pflegcr bc-
züglich scincs LcumundS, sciner Familien-, Erwcrbs-, WohnungS- und sonstigen Ver-
hältnisse die Garantie dasür bicick, dast dcm Kinde bei ikm dic nöligc Pflege und
Fürsorge zu Tcil wird.

Die Pflcger erhallen eine GcncbniigiiiigSlirkunde, woraus dcr Name des Kindc«
bczcichnet ist uiid die wcicntlichen Bcsnmilliingeii dieser Vcrordniing und cinc bczirks-
ärztliche Belchrung über Ernährung iind Pflege dcr Kinder cnthaltcn sind, dercn ge-
naue Beachtllilg dcn Pflcgcclteni besonders zur Pflicht gemacht wird.

Die Bürgermeister-Acmler haben dic er'ordertiche Anzahl Jmpresscu zu bcschaffcn
und deu Pflcgern bei (fleiichmigung dcr Pstcge unentgeltlich abzugebcn.

Z 2. Acnderl dcr Pfleger scinen Wohnsitz odcr scine Wohnung, oder wird das
PflegcoerhältniS durch Elitlassuiig des Äindes aus der Pflcg« ausgehoben, so hat er
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