Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 316
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»tttcr Zlner 3 »nd 4 vorgeschiiebene» Hciiicllimgctt ohne Beaiistaiidimg statige-
funden hat.

8. Bcstelicnde Aborlgriibcn. wclche obigen Bcstimniuiigen nicht cntsprechen, sind
auf Anordnung der Baupolizcibchördc hiernach herzustcllcn.

II. Tung- und Pfuhlgruben.

8 8<i. Tung- uud Vfuhlgruben iind nustcrhalb der Gcbäude und abseitr der
Slrastc anziilegeii. Tieselbcn miissen von Ictztercr, sowie von Brrinncnschachien,
Brunneiiittiben und Wasscrlcitiingcn mindcstcns 5w und von dcr Nachbargrenze min-

liihnmg dcr Abortgrubcn (Ziffcr 8—7 deS 8 76) enilprechciide Aiiwendung.

III. Abfall- und Krhrichlgrubeu.

8 87. Die Nnlage nnd Benütznng von Gruben sür HaushalrnngSabjalle und
dcrglcichcn ist vcrbotcn.

Gbcnso ist in denjeiiigcn Stadtteilcn. in welchcn dis städüjche Kchrichtabsuhr
kingcsührt ist, die Anlage und Bciintziiiig von Gruben sür Kehricht unzuläsiig.

L. Nbfustr!>rr Nbtrilkfloffr.

Orispolizeiliche Vorschrifl vom 24. März 1881 iu der Faisung vom ll). Jult 1890.

I. Allgemcine Vorschriften.

8 l. Tie Auewcchsluiig, Nbluhr, (rnileerung und Reinigung der Ablritltonnen
Ivird, insolange dic Tmdigemeinde dicic Geschäne nicht otwa felbst übernimml?)
namens derselbcn gcgen Erhebung der in anliegendem Tarif bczeichneten Gebllhrcn
dnrch einen Unternehmer besorgt. Der Uittenieluncr, bezw. dcsleit Verlreter, welcher

der letztercn vom^Sladlrat nambast zu machen.

Da» gleiche gilt bezüglich der Reiniguiig der Abtritlgrubeii.

Sollte die Sladigemeinde daS in Frage ftehendc Gcichäst selbst übcrnchmen,**)
sa^hai^ie der stfoli^elbehörde eincn städtischen Bedienstcien zu bezeichnen, welcher^für

8 2. Dcr Stadtral kanil in eittzeliien Fällcn, namentlich zn Gunstcn hiefiger
Landwirte, mit Ziislimmmig der Bczirksamts gcstatten, datz der betreffeiwe Haus-
besitzer sclbst die Aiiswcchslung, Abiukr, Gntleerung und Reinigung seiner Tonncu
bezw. die Gittleerung jeiucr Ablritlgriibe bewirkt.

gruben cine Perunreiiiigung der Straße oder dcSHaujcs stait, io isr dcr llnternehmer,
bezw. desfen Dlenstpersonai verbmiden, dieselbe sofort wicder zu bcseitigen, wozu
die bctrcffenden Hausbesitzer das nöiige Wasscr zu lickern haben.

II. Besoudere Vorschriftea.

1. Bezüglich dcr Auswechrlung, Absuhr, Gntlecrung und
Reinigung der Abtritltonnen.

8 4. Ter Unternehmer, bezw. dcisen Verlrcter ift verbunden, dle AuSwechSlung
Abiuhr, Gnileeiuug nnd Reinlgmig der Tonnen stelS rcchtzeitig z» bcsorgen. Die
Zeit dcr Abholung dcr Tonnen wird süe jcder Haur von vornhcrein vom Stadtbau-
amt sestgesctzl.

Die in Fragc stebende Fcstsetzung must so gcteoffen werdcn, dast jede Tonnc, bc-
vor fte oollständig gcsüllt ist, zur Abholung gelangt. Eine im Gebrauch besindliche
tragbare Tonnc darf nic läiiger wic acht Tage in einem Hausc stehcn bleibcn.
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