Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 318
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Tarlf.

L cschlutz kcs Burgeraiisschuffes bom 17^bruar^18^ «taalsgenehnugung

Tonne 20 Psg.

2) Für das gleiche Geschäst bei zwei vcrkuppclten Tonnen jc 15 Pfg.

8) Für das nämliche Geschäft bei cincr fahrbnrcn Tonne (bis 800 Liler fassend)
50 Pfg.

II. Bci Abtrittcu nach dem Grubensystem^

1) Für dic gcwöhnliche Entleerung der Grubc mittclst dcr Maschinc 1 Mark per
Icbm (1060 Lilcr).

Schcrben, Schutt u. dgl. (K 5 der ortspol^zeil. ^orschrifl) 4 Mark per Ldm.

3) Für dic Entleernng solchcr Gruben, dcren Fnhalt aus Waffer besteht (von Water-
klosets), 2 Mark per üdm.

i-. Vie Nlifuhr des krlirichts, drs Kchners und der
tzaushallungsabfälle.

OrtSpolizcilichc Porschrift vom 6. Dezcmber 1888.

8 1. Die Abfuhr des Kchrichts und SchnecS, welchc stch bei der Reiuigung der
Fahrbahncn und Gchwegc durch die in §2 dcr ortSpolizcilichen Vorschrift vom 22sten
Dezember 1865 bezcichuctcn Pcrsouen crgcben, sowie der HaushaltungSadfälle, be-
sorgt die Stadt-Berwaltung, ohnc hicsür cin Entgclt zu crheden. Sie macht dcr
Polheibehörde einen städtischcn Bcdiensteten namhaft. wclcher der letztercn gcgenüber
für Ersüllung gegenwärtiacr ortspolizeilicher Vorschrift verantwortlich ist.

8 2. DaS slädtische Abfuhrpcrsonal hat dic Verpflichtung, nach eincm seiten» der
städtischen Verwaltuug von Zcit zu Zcit z» veröffentlichcnden Fahrplan die Straßeu
dcr Sradt mit Wagen zu befahren, welchc zur Aufnahme des Kehrichts und der HauS-
haltungsabfälle dicnen.

Die zur Abfuhr bcstimmtcn Waacn müffen absolut undurchlässtg, mil gut schlie-
tzenden Deckeln, sowie gut fichtbaren Nummern versehcn scin und ftetS iu dichtem und
brauckbarem Zustande crhalten werdcn.

z 3. Dic Abfuhr beginnt in dcr Zcit vom 1. Mai bir 1. Oktober morgenS um
8 Uhr, in der Zcit vom 1. Oktobcr bis 1. Mai morgens um 7'/, Uhr und wird dcrart
betcieben, daß die Abholung in jedem Hause dreimal in der Woche erfolgt.

8 4. Der Kebricht «i«d die HauShaltuugSabfiille find vo« de« Eiu-
wohner« der Stadt i« beso«dere« Behälter« bereit zu halte«, welche zu
deo im Fahrpla« der Abf«hr festgesetzte« Abholuugözeite« uumittelbar
hiuter eiuem «ach der Straste gerichtete« Haus-, Hof- oder Narten-
Gingauge teveutuell i« dem uumittelbar hi«ter dem Borderhaus ge-
legene« Hofraum) z« ebener Erde aufgestellt werden müffe«.

8 5. Die Hansdewohoer haben dafiir zu sorge«, dah das Abfuhr-
perfoual die betreffrude« Ei«gä«ge offe« fiudet, dast dasselbe die Ge-
fäste leicht wahrnehme«, u«d daß das Auflade» ihres Juhalts oh«e
Verzua geschehe« ka««.

8 «. Die de« Kehricht u«d die Abfälle e«thaltende« Gefäffe müffe»
voll«ä»dig dtcht, haltbar ««d mit zwei Heukel« versehe« sei». Sie
durfe« bis z» ihrrm obereu Raade «iebt mehr als 50 Liter Juhalt
habe« ««d höchfteus biS zu 5 em uuter viese« Raud gesüllt werde«.

8 7. Da» Absuhipersonal ist verpflichtet, in jedem Hause die Gefäße, welch« obi-
gcn Bcstimmuugen entjprechen, aus dcr unmittelbar an der Straße gelegencn, offencn
HauS-, Hof- odcr Gartenflur (cvcntuell aus dcm unmittelbar hinter dem Vorderhaus
gelcgenen Hosraum) zu holen, stc zu entlcercn und sodann wieder an diese Stcllcn
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