Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 340
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wcicheL tior ihreii Häuicrl! und in dcn Scrnßcnruiiicn fich niigcsnniinclr dnl, wegfiihren
zu liisscn,

üloaken- iind Ad tri tt r c inigiing,

Absuhr ^hres Inhalts, sowie die Audflihr d'er Scifcnsicdcrlaugc darf iiicht vor nachlS
11 llhr und iii dcn Monaten April bis Skiobcr nicht uach k> Uhr, in den tibrigcn Mo-
natcn nicht nach 6 Uhr morMiiS bewirkt werdcii. bbenw ist cs dcn Scifeiisicdern untcr-

Stad! uild dcrcn nachstcn Uiiigcbung iängcie Zcil slchen zu laiscu, als dies zum
Zweckc der Grubcncittlceriliig ersorderlich ist,

Die Beftimmnugen dieseck Paragraphe« haben für den Ztadt
teil Neuenheiiu m t der Maftgabe Anwrndung, dast die Reiniguug
vo« Kloaken und Abtritten nud die sogleich vorzunehmende Ab-
fuhr ihres ^nhalts nicht vor naü,ts Nhr und in den Monaten
April bis Qktober nicht nach 7 Uhr, in de« übrigen Monaten
nicht nach 8 Uhr morflens bcwirkt werden dars.

K 18,, ^ur^.^büibr ckov ülvalreu-^unck-Vbirittckünaei'S uuck seckes ?kubiv»gsers

tungsu t-erannvortlicb.

Ausfiihrung von Duiiger und Pfuhl dnrch Landwirle,

8 19. Dcn hiesiaen Landwirtcn, welchc trockenen Stalldimger oder Psuhlwasscr
auf lhre Feldcr zu führeii haben, ist — oorauSgcsetzt, dag sie geschlossenen Hofraum
besitzcn, iii dem dic Ladung geschehcn kaim, — gcstattct:

1, während der Monate Seplember bir 1, Juni lrockenen Stalldungcr bis nnl-
lags 12 Uhr und Pfuhlwasser zu sedcr ^eit des Tages;

2, währeud der Monalc Juni, Jult nndAugust trockeneii Stalldüngcr undPsuhl-
wasier bis vormitlags 8 Uhr zu laden und auSztlfuhien,

Diejenigcn Laildwirlc, welchc aus Mangel an Hofraum genötigt sind, aus der
Slrasie zu ladcn, sind hinsichtlich dcr Abiuhr von iiockencni Dungcr und von Psuhl-
wasser an die in 8 17 Absatz 1 fcskgcsetztcn ZctibcstiMmungeti gebunden,

Bei besonderen Witterungsverhälriiisieii, z, L, bei Glatteis, lann das Bezirks-
aint nach vorherigcm Beiichmcn mil der Feldlommtssion, den hiesigcn Landwirlen die
Abfuhr von trockenem Stalldünger, fowic von Pfuhlwasier an einzelnen Tngcn auch
zu andern als den vorbezeichneten Zeiten gcstatlen,

Endlich diirfeii dieselben, wenn die Dungstältcn infolge eines Platzregens übcr-
schwemml fein folltcn, Psuhlwasser zu jeder JahreS- und TageSzeit ausfiihrcn, ohnc
dah cs hicrzu einer besondercn ErlaubniS bedarf.
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