Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 350
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bahnwagen vollslandig und soweit nns;uwe!chen, dnß dcr Plerdebahnwagen ohne
Ansenrhalt passieren kann.

Bciin Begcgnen von Truppen und Pferdebahnwagen geltcn jedoch »olgende be-
sonderc Lorschriiten:

l» Im Falle cine geschiossene, i»> Tritt marschierende Truppenabteilung die
Pfer^e^^^^ krcu^^d i^r'e^i d^^i g e n^im r^a ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^''

^8 A), Der Unternchmer üt verpflichtct, dcn von ihm zu unterhaltenden Bahn-
kdrpcr und die Daltcplätzc zn reinigen und von Schnee und Eis zu befreien. Jn dcn
unyepslästerten SrraMn isi bcsondcr^Sorgsalt ans die Reinhaltung der Pflaürrüder-

ergebende Schnnih ist sotort abziitiihren. Teisen Zujaminenhäufung ha? bci aekuppel-
ler Doppelbahn innerhalb beider Gclcise, bei ein'acher Bahn zur Seite derjelben zu
gescheben.

Die^Abfuhr de« von dem Bahlikörver entsernien Schnees hat nur bei stärkeren
^ ^ Eisbildu ^ ^ s der st llä dicselbe ^ eniber^ ^chienen-

Werden bei stärkerem Schneefall durch die Räumung der Bahn und Abfuhr des
Schnecs aus dcrselbcn fnr die Fnhrwerkc Verkchrsstörungen erzeugt, so ist, jcdoch nur
joscrii der St^dtiat oder die P^^zeibehorde dies vcrlangl, der Bahilbetrieb^vorllbcr^

der entgegengesetztcn Straßenseite vorgenommen werden. Jm besondcreii dürfcn
Fuhrwerk und Lich in der Nähe derGeleisc dcrPferdcbahii nichl aufsichtslos gclassen
werdon odsr stehen blciben.

Z 22. Der Fahrplan, derTarif und ein Exemplar diejer Vorschriit sind in jedem
Wagen anzujchlagen.

8 2.t. Beschwerdcn enrscheidet das Bezirksamt.

Uebcrtreiungen dieser Vorschrist werden acmäh tz 134 a des P.-Str.-G.-B. und
8 38K Ziffer 10 des R.-Str.-G.-B. mit Geld bis zu 150 Mark oder mit Haft bis zu

ll. Drr Vrtried der Vergbalrn.

Orlspolizeiliche Vorschrii't vom 5. April 1890.

8 1. Die Leitung des Betriebes der Drahtseilbahn, sowie die Aufficht uber die
Unterhaltung der Bahn und deren BetriebSmittel ist emem Vorstande zu übertragen,
welcher sllr die GeschäftSiührung, inioweit dieislbe der staatlichen Beansfichtigung
nnterliegt, der Auisichtsbehörde veranlwortiich ist.
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