Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 387
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und Werkstätten, von Zimincrplätzcn nnd nnderen BMihösen, von Werften und
Ziegeleien, soime^ bci Bouten aller Art i'ind misnnhmsweije auch an Sonnlagen

Abjatz I der Gewerbeordnung gcstottet" isti

2. wenn die Arbeitcn den in K lOiic Avsatz l Zistcr 3 bis S dcr Genierbe-
ordnung bezeickincten Zweckcn^dienen, oder ^ ^ ^

und Fciertagen zugelassen iln

Jcdoch darf durch dic Vornabme solchcr Arbcilen cine Störuiig des GotleS-
dienstcS^ oder^ a^derer religivser^Fciei^chkestc^ eincr chr^sUichc^^

ambulanics Gewerbe):

1. Die Abhaltung von Messen und Märkten; jedach kann das Bczirksamt fllr
Sonnta^e und ^e^ote^ie Festtage^di^^ ^iiieS^Ia^oder Spe-

ordimng Ausnahinen vom Verdote ^der Beschäfiigung vo» (öehilscn, Lehrli igcn und
Arbcitern zugelassen nnd,

K 4, Arbeiten des öffentlichen VerkckrS. Uuicr das Lerboi der
öffentlichen Arbeiten und Handlungcn im öffcntlickien Lcrkehr <8 ! Ziff. l dieler Der-
ordnung) fällt auch die aus öffenrlichen Straffeu slattfiudende gkwkibsinäffige Besör-
dsrung von Gutern mittelsr Fuhrwerkeii und von Dich, sowic das Beladen und
Entladen von Schiffen, Kahnen und Flößeu. Jedoch find oon dcm Berboie solchc
Arbeiten ausgenommen, welche ibrec Naiur uach übcrhnupt nicht odcr doch nicht
ohne sehr crhcbliche wirischaftliche Nachteilc nnterbiochen oder ausgeschobcn werden
könncn. Auch kann die OrtSpolizeibchörde fur sonstigc unvcrjchiebUche Arbeiten und
Handlungen des öfieiitlichen Vcrkekro Nachsickit erlcilen, wenn dic Notwcndigkeit der
SonntagSarbeit nicht von dcm Untcinehmcr abnchtlich herbeigcsllhrt oder durch Fahr-
lässigkeir verschuldet ist.

Da« Derbot des tz I Ziffcr I erstrcckr stch nicht auf:

1. den Bcrrieb dcr Eilcnbahnen, dcr Post, der Schifsfahrt und Flöffciei;

2. das Anbieten und Verrichten von Diensten aus öffcntlichen Wegen, Straßen
und Plätzen;

3- die gcwerbSmäßige Bcförderung von Personcn mittelst Fnhrwerken und
sonstigen Fahrzeugen.
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