Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 404
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genannte ssall ist nun tiicr cincietreten, indein eine Ortsiibiinn daliin angenoinmen
werden kann, das; die Tage der sogen, L8ohnnngs;iele anch siir dcn vierlcljährigen
Tstnstbole^w^Mscl^als nuißgcben^bctta^

löeidelberg, Lcn 27, Novcniber 18bä,

Der Stadtrat:

Tr, Wilckene. Webcl,

I>, iüraiiliciivkrlichrriiiui drr Nrueitcr u»d Dirnftbvtrn.

Reichsgcsctz vom 15. Inni 1888 in dcr Faffimg voiii 10, April 18S2,

Die Krankciivcrsichcriingspflicht tritt hicrorts krast rcichs- nnd landeegcsetzlichcr
sowie ortsstatutarischcr Borschrtst cin:

1, Für alle in Favrikcn ,'c„ im Handclrgcwcrbe, iin Sandwcrk nnd in

sonsiigen stchcndcn Gcwcrbedctriebcn, bci Bantcn, auf Wcrsteu, in Brüchcn und
Griibcn, sowie in solchcn Bctricdcn beichäftiglcn Pcrioncn, in dencn Dampfkcsscl

8. Fllr in den Betricbcn dcr Post-, Tclcqraphcn- nnd Eiscnbahiivcrwaltiingcii:c„
beim gewcrbsniafligcn AnhNbcrk»-, Tchtfffahrts-, Flöflcrci- nnd Uahrbctrtcb,
dcm gewcrbsinäßigcii Zpcditionsbctricb :c„ sowic:

4, Fiir dic in dcr Kand- u, Forstwirtfchafl nnd deren Ncbcnberricben bcschä'-
tigicn Pcrsoiien sciiischließlich dcr in solchen Bctriebcn bcschäsligtcn Ticnstbotcn).

5, Fiir dic häuslichcn Dienstbotc«.

Gine AuSiiahuic von der BeriichcrungSpslicht grcisl Platz u, A,:

I-ür Perjonc», dcrcn Bcschäktignng dnrch die Namr ihreS Gegcnstaiides
odcr Lurch Arbeiisvcrtrag im voräns ans cincn Zeirranm von wcnigcr a!s
cine Wochc bcschränkl ist,

Für Betricbsbeamtc nnd Angcstcllic, deren Gehalt :c, M/z Mark slir dcn
ArbeitStag iibcrsteigt,

Fenier künnen nnf Antrag bcircit wcrdcn:

anspruch anf cinc den Bkslimmnngcn dcs rs 6 tnisprechendc oder glcichwcrlige
Unlerstiitziing znsteht.

2) Organisalion dcr Krankenvcrsicherung.

Die »lit dcr (sinsllhrnng dcs KiankciivcrsicheruiigSgesetzcz vom 15. Funi 1883 i»S
Lcben gctretenc» drci Ortskianlenlassrn haben sich mit 1, Januar 188S zn ciucr
gemeinsamcn Kassc vcrcinigt untcr dcm Namcn:

crtskrankenkaff« Heidelberg.

Ilmer diejclbe fallcu iämlliche untcr 1—3 oben aufgcsührteii Personenklasscn,
salls sie g«fft» Grhalt odrr Loh« lwozu auch Tamiömen odcr Naturalbezügc
gchoren, mic Genuß frcier Kost :c.) i» hiciiger Stadt bcschästigt sind, und nicht

des § 75 dcs KrankcnvcrsicheriiiigsgescM ennprechenden eingrschriebencn o^cr
sreicn HilfSkassc als Milglied angchüre»

Die ohne Gchalt odcr Lohn beschnftigtcii Gesellen, Gchilfrn nnd Lehrlingc
(Volontärc) sowic sämtliche

hauSwirtschaftlichen Dienstbotrn

««mrindrkranktnvtrflchtrung.
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