Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 410
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1. Wein, Obstwei», toles Wild, totes Gcftiigel allci Äii, sowic Scclicbsc, so-
scrn dicic Gcgeiisländc auS dcm Auslandc cingcgaugcn sind und dic zollamt-
Üche Bchandliing bereits besianden haben oder dcrsclben noch uiilerlicgeii.

Aus Wcin sindet dicser BcfrciuiigSgruiid nur bci dcr crsinialigcii (s-iu-
lnge Anwcndung.

2. Gegcnstäilde, welchc nur durch dic Stadt hiudurch gesiihrt werdcn.

ll. Gcgcnständc, wclchc zur Verarbeituug im Gcwerbcbetrieb ciucr Fabrik eiu-
gcfuhrt wcrdeu, sofern sie nichr den Stoff zur Fabrilatiou verbranchsstcncl-
pflichliger Gegenständc abgeben.

Gcbraucht aücr dcr Fabrikinhaber die cingcsiihrtcn Gcgenständc auch
zum eigeucn Gebrauch, so hat cr dajür eiiicn Ävcrsalbcitrag iu dic Stadl-
kaise zu bczahlen.

4. Scndungen und Transvorte, snr wclchc dic Verbrailchsftciicr im Falle dcr
Grhebimg untcr ü Pscniiig bctragen würde.

5. Gegensräiide, wclche von der KLniglichen Militär-Verwaliung zuin Unlcr-
halr der Maiiiischaftcu eingeführt oder bczogeu werdcu nach Mahgabc dcs
Gesctzes voin 16. Mai 1888.

vergiitiing der Vcrbrauchsstkuer zu erfolgen. ^ ^

8 6. Streiligkciien iibcr die Lerpflichtnna zur Zahlung dcr Verbrauchssleucr, iibcr
dic Befreiuiig von derselben und über das Recht auf Rückvergütung, sowie üder die
Avcrsalbcitragc dcr Fabrikaiilcn, cntschcidcii die Vcrwalluiigsgerichtc.

K 3. Pcrsoncu, welche auhcrhalb ciner Grhcbiitigsstclle wohucn, haüeu dersclbeil
odcr der Sladtkasse längstens iunerhalb 24 Stunden von jedem Bezuge einer fteucr-
pflichtigcn Sachc, wclche an eincr Erhebungsftell« uicht vorbeigekomnien, Anzcigc zu
eistaltcil und die Steuer zu entrichtcn. Zn geeignclen Füllen kann der Stadtrat,
anstatt dcr jcwciligeu Verstcuerimg jedes einzelucii Gegenstaiides, cine Jahrcs-Pauich-

Z 9. Wer vcrbrauchsstencrpflichtige Gcgciistände durch die Post odcr als Exprcß-
gu! empsäilgt, hat dieselben spätestens am darauffolgcriden zwcitcn Werktage zu den
üblichcn Gejchäftssiunden und zwar bei Postsendunge» unter Vorzcigung der belreffen-
dcn Postbeglcitpapierc, dci der nächsten Erhebiiligsstellc odcr bei der Sladlkaffc anzu-
mclden uno zu ventcucrn. Tabci wird angenommcn, daff b "/>> des Brutwgewichls
aus dic Verpackung komnien.

8 10. Wer anläßlich cincr Einsuhr den in 8 5, Ziffcr 1 crwähuten Besrciungs-
grund geltend mache» will, hal dte Sendung samt dazu gchörigcm Frachtbricf uud
Zollquitlung bei dem Erhcder dcr EingangSstcllr anznmeldcn.

Ergiebr sich aus dieseu Papieren die Richügkcit des Befreiungsgrundes, so siud
dieselbcn von dcm Erheber zum Zcichen der staügehabtcn Konirole mil dem Tagstcmpcl
zu vcrschen.

8 11. Tie Führcr »on verpacklcn Gegenständen si»d bei dercn Eiiibrinaeii ver-
pflichtet, auf Verlangcu der Auffichtspersonals jederzcit anzugcbe», od und wclchc ver-
brauchssteucrpflichüge Gcgeiistäude in dcr Vcrpackung cnthalten find. TaS Aufsichts-
personal ist bercchtigt, sich von der Wahrhcit der Angab« durch Angenschein zu über-
zeugen und zu diesem Behusc die ersorderlichc Mithilfe der Führcr zn beanspruchen.
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