Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 421
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4) Kiiiixrn ohnr Begleitling Erwochseiirr isl der Bcsuch de« Fricdkof« unteringt,
auch dürfcu kcinc Kinderwugcn in dcnielbcn gebracht werdcn: dagcgen habcn Fahr-

zu rauchcn; ebenso ist untersagt, in den Anlagen oder aiis^rcmden Gräbcrn Blnmeu
und Pflnnzcii zu püueken,

6) Tic Vornahmc garincrischer Arbciicn a»f dcin Friedhos >sl ini Sommcr
nur vvii morgcns 6 Nhr bis abcnds zum Schlnfl dcs Friedhofs gestailct, An dcn
Sonn- und geietzlichcn Feicrtagen dan im Fricdho^mcht gcarbcitcr wcrden.

schliesteii. ^

8) Feder Bcsuchcr dcs Fricdhoks har stch dcn Anordnnngeii des Frikdhosaus-
iehers zu fiiaeu.

38. Uebcrtrctungcu dieser Leichcn- und Fricdtws-Lrdiuing wcrdeu nach ^96
Z. 2 dc« P.-Zir.-G.-B. mir Gcldstraicn bis zu 50 Mark gcahudct.

Z 39. Dic srühcre Lcichcu- und Friedhot-Ordiiuiig voui 13. Povcmbcr 1844
bczw. 20. April 1885, lowic die ortsvolizcilichc Porlchrift, dic Anlagc und Bc-
iiiitzung von Grusikii auf dci» hicügcn F-riedho! dclr. vom 8. Fuli 1887 wird auf-
gehoben.

Dic gegenwiiriigc Lcichen- uud Friedhof-Ordnling lrill a:n 1. Dczcnibcr 1889
in Krafl.

2. Tste fakultativc Feuerbeftattung.

Orispolizeilichc Vorschrifr vom 22 Tczcmbcr l89l.

8 1. Zur Vornahmc von Fcucrbcstattimgen Verstorbcner in aiisichlicfjlich dic auf
dem städrischcn Fricdbofc crrichictc Feucrbcstattuiignan'ialt bcftimmi.

8 2. Die Fcucrbcstatllilig cincr Leichc dars imbcichadel der anf dic crsle Bcftchti-

gcnicinen Vorschriftcn nur nül ichri'ltichcr Gcnebmiaung dcs Bczirksamw ate Orts-
polizcibehördc crfolgen.

Zu dcm GcnelMigungsgesuch, das deim Vorftycndcii dcr Fricdho!s-Kommission

1875) crfolgl ist «kür austcrhalb bcö dcniichcn Aeichs Vcrsrordeiic ein amtlich bc-
glaubigtcr Slerbeschein),

2«) cinc behördüch beglaubigle, vvn cinem approbiertcn Arzle angcserttgte
Krankciigeschichie dcs betreffenden Fallcs,

b) cm Zeugnis des staallichen iLanitärsbeamteii deö Tlcrbeortcs bez. des Grvß-
herzoglichen Lezirksarztes zu Hcidclberg darubcr, dast nach dcni Grgcbnissc der von
ihm vorgenommciicn Bestchligung dcr Leichc jcdcr Verdacht dcs Porticgciis cincr
gewalrsamen Todcsursache ausgkschlosjcn ist nnd

c) wenn eine Sektion der Leichc vorgenommen wnrdc, übcrdics ein in gleichcr
Wcije angescrtigler und beKlaubigter Lcichcnücfund.

Zn sämtlichen Schriststüikcn ta, b und c) ist die Todcrursackc mögüchst deut-
lich anzugebcn.

3. Eine behürdlich beglaubigtc Ilrkundc, wclchc dcn NachweiS cnlhäll, dab ent-
weder

s) dcr Verstorbene sclbst scine Fcuerbcstaiinng zweisellos gcwolll hal odcr

b) bcim Todc Wülcnsuiifahigcr odcr von Pcrsonen uiller achl-
zehn Jahrcn, dah die Bcstattungspf!ichligen dic Einaichcrung verlangen.

Zn den unier Aiffer 3b genannten Fällcn dari iiidcllcn die Vcrbrennung»-
crlaubnis nur dann erteilt wcrdcn, wenn aus Grund vorheriger Lrichenöffnung
durch einen Staatsarzt cii, Zcugnis dicjeS lctztercn beigcbracht wird, cs lei jcdei
Verdachl eincs gewaltsanicn TodcS ausgeschloffen

4. Bei auswärts Verstorbencn auhcrdcm cinc Beurkundung darüber, das
oer für den Sterbeort zuständigcn Polizeibehördc die beabsichligte Feuerbcstailunk
dcr Leiche angezeigt wurdc.
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