Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1898 — Heidelberg, 1898

Seite: 431
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gkscslschastm: mst dcmicnigkn Tcil ihrrs sicucrbarcn<di„kommen», melcher dcm llnisang
ihrcd Geschästsbcttiebr iniierhalb des Großherzoglums emjprichl.

Persoiicn, Lcrc» Einlomme» (nach Abziip dcr zum lrrwcrb imd zur Erhaliimp dcs-
sclbcii zii be!ttcstcnden Auslagen, der nus dcm ttinkoiiiiiicii rnhciide» llalicii imd dcr
von ihnen clwa zu cnttichtcndcn Schiildziii'cn) dcn Bcttag von 5>iXi Mark jiibrliib nicht
crreichl, nittciliegcn der Einkommc»ste»cr nicht, Auch sind Gchallc, Pcnlioncn >md
Wartegeldcr, welche ans cincr nichtbadiichcn Ttaatskaffc bczogcn wcrdcn, scrncr dic
Diciiffbczüae lciiischlictzlich der Militarbciilione») dcr Plilstaipcrsoiikii aiw dcr stlaffc
dcr Iliiterosfiziere mid Genieincn, die Tienslbczüge der nktivcn Gcndarmcn vvm Obcr-
wachtmeiffer abwiirtd, sowic alle Sterbmiartalbczüge stciicrlrci.

Gine Einkommenffcuererkläiiing habcn alle Pcrsonen kinziircichcn, wclchc am
1, April de» bctresscndcn Iahrc» sich im Besitz cines sieiicrbarcn Einkommeiis befandc»,
fiir welchcs d!e Steuerpflicht in hiesigcr Gcmarkniig bcgrnndet war, Tic «ic„crv>licht
iii itt dcrjenigen Gemarlung (Lkeucrdistrik!- bcgrllndcl, in wclchcr der Pflichligc scinc

pflMigen von Abgabe einer Erklärung embmidcn, wttchc in dcm Sicucidisttikl, in
wclchem am l. April ihre Slencrpflicht begrüudci war, bcreit« znr Einkoinmeiiffkner
veranlagt und nach deni Stande threr Einkommeiwvcrhältnissc am gcnuliiitcii Tage
mit keinem hüheni Sceneraiischlag a!S dcm angcictzkcn, zu bcstenerii sind,

IV, Jm Allgeineincil: Gcwcrb- oder Eiiikonimeilsteuerpflichnge, wclche;nr
Abgabe eincr >steuercrklnruiig keinc Lcrpflichumg Iiabcn, sind gtcichwohl bcsngr, cinc

aus irgcnd^einem bcjoiibcrn Griinde einc Bcrichligniig ihrcr Stciiccanlage bewirkcn
wollen, Ebcnso sind die Gcsnchc nm ganzliche Eniseriliing aiis dcni liataster, dco-
glcichen nm Bkrechnimg von Stcucrabgängen imd SlcncrriichUkrgiiliingen »nlcr ciit-

Aillkitiingen zu den lcprercii wcrden dcini Schatzungsrai uncntgekiüch veradrcicht,

Wer dic ihm obliegenden Sieucrcrktärungeii nichl rcchizciiig odcr i» wahrlieils-
widrigcr Weisc crstatter, nnterliegt der gcsctzlichcn Sttafc.

II, Fnr dic Einrcichnng dcr Ka p ita lrentc iiffcne rerkl ärn n gcn wird all-
jährlich vom Schatzung«rat eine Frisl bcffimmk, tvelchc in der lffcgcl mit dcr pstit
zusainmcntrifft, in der daS Ad- und Inschrcibcn der Grnnd-, stäiiser-, Gcwerb- mid

mögcnÄöerhällnisse vom I.Rpril

3, Jn der sestgesetzten Frist haben allc seiic Pstichtigcn Stcneicrklärmigcil eiiizu-
reichen,

a) welche nach dem Stande ihrer VermögciiSberhältnisse vom l, April de« beircf-
sciidcii Iahrcs ein in hiesigcrGemcinde ;u veranlagender Zinsen-- midRcntciieinkoiiimen
von mehr als 611 Mark sährlich bezieheil und hier noch nichr zur rtapilalreiiicnslcuer
vcranlagt sind,

b) welche hier zur Rentcnsteucr zwar vcranlagt sind, abcr uach dem Stande ihrcr
Bermögensvcrhältmsse vom 1, April ein stciicrbares Zinsc,,- und Rentcneinkommeii
bczichen, wclches dcu veranlagten Jahrcsbcttag um mchr als 60 Mark übcrsteigt,

4, Stcuerpflichtig sind:

al LandeS- »nd sonstige Reichsailgebürigc, wem, fie im Sinne Les
ReichsgcsetzeS vom 13. Mai 187Ü, dic Bcscikigung dcr Toppclbestcuentng bctreffend,
ihrcn Wohnfltz (Auscnthalt) im Großherzogtum habcn, dcsgleichen ReichsauSlän-
dcr, welch« des Erwerbs wegen ibren Wohnfltz im Großherzogtnm haben: mil dem
Sanzen Betrag rhrcS nach Art, 2 des Gesctzks slcuerbare» Zinjen- nnd NeMenbczugcs,
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