Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1899 — Heidelberg, 1899

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^WDept. 1622. Erstürmung der Stadt durch die bayerischen Truppen unier Tilly.
W Febr. 1623. WegfUhrung der Universitäts-Biblioihek nach Nom.

' 1S. Mai 1633. Einnahme d. Stadt durch d. schwed. Truppen unter Oberst Abel Moda.
-A Dezbr. 1631. Einnahme der Stadt durch die kaiserl. Truppen unter Graf Gallas.
118. April 1659. Grundsteinlegung zur Providenzkirche unter Kurfürst Karl Ludwig.
1662. Erster lutherischer Gottesdienst in der Providenzkirche.

1664. Erbauung des zweiten Großen Fasses unter Kurfürst Karl Ludwig.
24.Oktbr. 1688. Uebergabe der Stadt an vie Franzosen unter Marschall vuras
2. März 1689. Zerfiörung des Schlosses, 'oer NeckarbrUcke und eines Teiles der Stadt
durch die Jranzosen unter Nelae.

22. Mai 1693. Zerstörung der ganzen Stadt und des Schlosses ducch die Franzosen.

1701. Grundsteinlegung zu dem setjigen Nathaus unter Kurf. Joh. Wilhelm.
Juli—Dez. 1702. Ausenthalt der Römischen Königin, späteren Kaiserin, Wilhelmine

Amalie, während ihr Gcmahl Joseph I. Landau belagerte.

1702. Anlage des Judeukirchhofes im Klingen'leich.

1703. Grundsteinlegung zu dem Jesuiten - Kollegium (jetzt Dekanei und
Ober-Realschule) unter Kurfürst Johann Wilhelm.

1705. Errichtung einer Scheidemauer in der Heiliggeistkirche unter Kurfürst
Johann Wilhelm.

1709. Wiederherstellung der Neckarbrücke unter Kurfürst Johann Wilhelm.
1709. Grundsteinlegung zu der Jefuitenkirche uuter Kurf. Johann Wilhelm.
1712. Grundsteinleg. z. d. neuen Universit.-Gebäude unter Kurf.Joh. Wilhelm.
1714. Erbauung des BürgerspitaleZ (jetzt Frauen-Armenhaus) und der St.
Anna Kapelle unter Kursürst Fohann Wilhelm.

1715—17. Erbauung der heutigen Universitäts-Bibliolhek als kathol. Gym-
nasium unler Kurfiirst Johann Wilhelm.

4. Sept. 1719. Kurf Karl Philipp nimmt den Reformierten das Schiff der Heilig-
geistkirche gewaltsam weg. Abbruch der Scheidemauer.

12. April 1720. Verlegung der Residenz nach Mannheim durch Kurfürst Karl Philipp.
19. April 1720. Nach Wiederaufrichtung der Scheidemauer Besitznahmr des Schisses

der Heiliggeistkirche durch die Reformicrten.

1730. Erbaunng des Karlschen Konvikts (jetzigss Breitwiesersches Haus
am Klingeuthor.

August 1735. Hauptquartier des Prinzen Eugen in Heidelberg.

1750. Vollendung des Baues der Jesuitenkirche uuter Kurs. Karl Theodor.

1750. Erbauung des neuen Jesuiten-Kollegiums (Kaserne).

1751. Erbauung des Mannheimer Thores unter Kurfürst Karl Theodor.
1751. Erbauung des heutigen Großen Fasses unter Kurfürst Karl Theodor.

24. Juni 1764. Entzündung und Zerflörung des Schlosses durch einen Blitzstrahl.

2. Oktbr. 1775. Grundsteinlegung zunr Karlsthor durch Kursürst Karl Theodor.

27. Febr. 1784. Zerstörung der hölzernen Neckarbrücke durch einen Eisgang.

1786—1788. Erbauung der heutigen steinernrn Neckarbrücke.

1795. Einführung der erflen Straßeubeleuchtung in der Stadt.

1799. 8. März bis 18. Mai, u. 25. Aug. bis 13. Scptbr. Französische Besatzung.
16. Oktbr. 1799. Sturm der Franzosen auf die von den Oesterreichern verteidigte Brücke.

13. Mai 1803. Karl F-riedrich erläßt das Organisatiousedikr über die wissenschaft-

lichen Lehranstalten.

27. Juni 1803. Einzug des Markgrafm Karl Friedrich von Baden in Heidelberg.

23. April 1804. Wiederherstellung d. Universität durch Rejcript d. Kurf. Karl Friedrich.
21. Nov. 1808. Das Gymnasium wird aus dem früher reformierten und dem katho-

lischen Gymnasium neugebildet.

7. Dez. 1813. Fürst Wrede, bayr. Feldmarschall, geboren zu Heidelberg im heutigen
Großh. Palais, als Sohn des kurpfälzischen Landschreibers von Wrede,
zieht nach seiner Wiede.cgenesung in Heidelberg ein; Bürger und Stu->
denten ziehen ihm entgegen, die Stadt empfängt ihn feierlich.

5.-25 Juni 1815. Aufenthalt des Hauptquartieres der Kaiser Frcmz v. Oesterreich u. Ale-
xander von Rußland und des Königs Friedrich Wiihelm III. von Preußen.

14. Juni 1815. Erste festliche Beleuchtung der Schloßruinen und der Neckarbrücke

mit Holzfeuer, zu Ehren der anwesenden Monarchen.

1816. Ein Teil der 1623 nach Rom verbrachten Universitäts-Bibliothek wird
zurückerstattet.

1824. Großes Hochwasser.
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