Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1899 — Heidelberg, 1899

Seite: 350
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8 27. Utbertretuiigen dieser Bcstimmttnaen werden gemG 8 und 8 108 Z. 5
P.-ist.-G.-B. an Gcld eventuell bis zu 1M Mark oder mn Hnft bestraft.

ck. Der Schuh dor Mdtischrn WaU'erleitunü.

Ortspolizeiliche Borschrift vom 26. März 1874.

Mit Grldstrafe biS zu M Mark oder mit Hast bis zu 14 Tagen tvird bcstrast:

1. Wer nnbefuater Weise durch Ocffnett dcr Schächtc oder sonsttvie iu die i»-
und außerhalb der Stadt bestndlichen Giurichtuugcn dcr städrtfcheu Wasserlcituugc»
eingreift.

2. Wer unbefugtcr Weise die Böschungrn und Eiufriediguugen, somic die Schaäit-
häuser beim Hochrescrvoir »nd übcr dcir Oukllcttsasstlngcn am Wolfsbruitnctt beiritt.

8. Wcr unniitzcr Weise den Wasscrlauf der ösftutlichcu Wasserlcituitgsbru»»e»
öffnet oder offen lästt und wcr die Aus- uud Ablaussvorrichtuugcn derselbeil vcrstopst.

IV. Straßenpolizri.

^ Krrastenpolirvi-Ordnung

vom 12. Mai 1882 mit den durch Verordnung vom 10. Dezcmber 1881 gelroffettc»

Aeuderuttge».

81. SchnelleÄ und unvorsichtiges Otciteu und Fahren. 6s iit
untersagt, durch schnelles odcr uiworsichtigcs Neiteu odcr Fahrcn aus öffeutlichc»
Wege» Meuschen oder frcmdes Oigetttum in Gefahr zu fepctt.

8 2. Gebot dcS Schritt -Reitcus u » d F- ahrcus. Auf Strastcttstreckc»,
fiir welche ein bczügliches Gebot der zustäudigeu Bchörde ergaugcn uud im LOegc dcr
Polizeivorschrift oder durch obrigkciilichc» Auschlag bekaunr gcmacht wordeu isl, dars
nur im Schritt geritten und gesahren werde».

tzll. Fahren währeud derSchncebah ». Gs ist untcrsagt, wähiend dcr
Schueebahn aus öffentlichen Wegcu ohue Geläute odcr Schcllcn zu fabreu.

8 4. Lagcrn von Gcgeustäudkn auf öffcutlichen Wcgeu nnd
Plätze n. Es ist untersagt, ohne Gcnehmiaung der zuständigen Behördc aus öffcnt-
lichen Äcgeu mid Plätzeu Gcgeustäiidc, durch welchc der frcic Berkehr gehindert wcr-
dcn kann, aufzustcllen, hinzulegen oder liegcn zu lassen odcr den bei der Geilchmiguttg
festgesetzten Bedingungen zuwidcrzuhandeln.

8 0. Beltuchtung solcher Gegenstände. Wer auf öffcntlichcn Wegcn
uttdPlätzeil Gcgenstäiidk der in 84 bezcichiictenArt aufstellt, binlcgt oder liegen lästr,
hat bafiir zu sorgc», dast dicselben währeud der Dunkelbcir gcnügeud belcumtet siud.
Diese Berpflichtung licgt, wenii Fubrrverkc durchrciseiider Personcu auf öffeiitlicheii
Weaen und Plährn währeiid dcr Dunkelbcit aufgcstclll sind, sowobl dem Leitcr dcs
FuhrwerkS als dcm Wirte ob, bei welchem der Reifeiide cingcstcllt hat.

8 6. Schleifen von Gegeuständcn nuf Landstrasten und Kreis-
strasten. Es ist untersagt. auf den Landstrasten und KrciSstrasten Gegeustände
zu fchlcifen, welche, wie Stcine, Bäume, Bauholz, Sägeklötze, Faschinen, Staugcn,
Pflüae, vermöge ihrcr Gestalt, Gröste oder Schwere die Fahrbahn augreifen.

AuSnahniSweise kann durch die zuständige Behördc das Schleifcu solcher Gegen-
stände oder einzeliier Gattuiigen derselbeii aus bestiiumtcn Landstrasten, Kreisstrastcn
oder Strecken derselben gestattet werderr, sosern Benachtciligungen der Straste (na-
mentlich bei genügender Schneebahn) infolgc des Schleifens nicht zu sürchten sind
oder nach den örMchen Berhälti'issen dec Land- und Forstwirlschaft eine ausnahnrs-
weise Gestattung a>« driugcnd wiiuschenswert erschcint.

Werdcu Gegeirstände auf den Landstrasten oder Kreisstrasten geschleift, so sind
die VorsichtSmahrkkeln zu beachten, die zur Berhütung von Stürungen dcs Berkehrs,
von Gefährdungen l'er Sicherheit und von erheblicheren Bcschädigunge» des Strasten-
körpers allgemein erforderltch oder bei Erteilung der Genehmigung bcsonders vorge-
schrieben worden siud.

8 7. Schleifen von Gegenstäuden auf Gemeindewegen. Die Be-
stimnmng des letzten AbsatzeS des 8 6 sindet auch auf Gemeindeivegen Anwendnltg.

Jm Uebrtgen kann das Schleifen solcher Gegenstäude auf Gemeindewegen durch
ortS- oder bezirkspoUzeiliche Borschrtft unrersagt oder beschränkt werden.
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