Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1899 — Heidelberg, 1899

Seite: 354
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/AdressbuchHD1899/0388
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
facsimile
354

Bediensteten der Stnnts- und Genieindepolizei sind ittsdesondere die Siroszenwarte
und die Strostenmeister dnzn berufen, dei Zuwiderhniidlniigen genen die Vorschrisit'ii
dieser Berordnnna, ,reqett die in de» 88 107—109, 11<!. 120—Uil, 12!» des Polizei-
strafgesetzbuches, dem 806 Ziff. 2- 5, 8 nnd i>, dem 8 867 Ziss. 12—15 imd 8 »70
Ziffer 1 und 2 des R.-Str.-G.-B. emlinlteiien straßei'.polizeiliNieli Brstimmniigeil,
sowie gegen die etwa erlassenen bezirks- oder orlspolizeilichen Borschristen iachem-
wrechend einznschreiten, die Fortsetznng derselben zu verbindern nnd sowolil Iiinsicht-
lich der selbst wahrgeiwmmenen a!S der nnderwartS in Ersalirnini gebrnchle» Z»-
Widerhandlunyen alsbald Anzeige zu erstatten.

Die Anzetge dcs Straßenwarts ist, wenn es sich nm eine auf einer liaiidstr»s;e
begangene Zuwiderhaiidlunn gegen 8120 deöP.-Slr.-G.-B., nm Znwiderhaiidlimgeii
gegen 107, 108, Ziff. 2, 109 Ziff. 1 nnd 3, 116 nnd 129 des P.-Str.-G.-B. oder iiiii
Znwiderhandlungen gegen die W 867 Ziff. 13 -15 „. 870 Z. 1 „. 2 des R.-Sl.-G.-B.
hnndelt oder wenn dic Ztllvidcrhnndlimg in ttzcmeiiiden begnngen wnrde, ivo dic
OrtSpolizei dnrch dieStantSbchörde vcrmaltet wird, an das Bezirksamt, i„ den iibri-
aen Fällcn nn den Biirgermeister der Oiemarknng zn richien. innerlialb ivelcher die
llebertretnng begangen wnrde-, nnch bni der Slraffcnwart solebe Znividerbaiidlimgeii,
falls sie ans Landsrrnffen, zireiöstraffen oder anf eiiiem der AussiNN der technischeii
Siantöbehörde unterstehenden Oiemeiiideweg begangen wnrdeii, znr Keniimiö dcs
borgesetzten Straffenmcisterö zn brmgeii.

Die Bürgermeister hnben die Anzcige i„ de„ diirch die >81 nnd 182 deö Oaii-
siihrungsgesetzes und 8 28 der Bollziiaöverordnniig vom I I.Scptember 1870 iiber
das Polizeistrnfverfnhren bezeichneten o-nllen a„ dnö Bezirksnmt nbzugebeii.

tz 26. Schlutzbestimmung. Diese Berordnung Iritt vom Tage der Berkim-
dung an in !>irnst.

Die in den Briickenordiinngen l8 151 des P.-St.-G.-B.) nnfgknommenen beson-
deren Vorschriften werden durch diese Berordnung nicht beriihrt.

s. Die Sicherlieit, Veqnemlichlieit, Neinlichlieit nnd Kulje auf

öffentlicheu Strusjeu.

Ortspolizeiliche Borschrift vom 22. Dezember 1865 mit Aenderungen u„d Zusntzen

vom 80. Akärz 1898.

Dio in lntoinisebei' 8Zirift gviirnolctvn 88 äiosor Vororilnnng iimlon iineli ii»l
tlon Ltnättoil blonvubvim ^nivonclung. (OrtZjwI. Vorscbrift voui 12. .tanunr 1891.1

,4. Oeftentliche Neiuiichkeit.

Neinrgung der Strntzen nnd Gehwege.

8 1. Jn sämtlichen Stratzen imd Otnssen der Stndt si»d die Otchwege tänlich imd
zwnr in den Monaten vo»i t.Aprii bis 1. Oktvber morgens 8 Uhr, in den Moiinten
vom 1. Oktober bis 1. April morgenö 9 llhr nnd Snmstngs atifferdem noct, nbends
5 Uhr resp. 4 Uhr zu reinigen.

8 2. Die Berbindlichkeit des ReinigenS siir die beireffendeii Bewnhner erstreckk
stch nuf den gnnzcn Teil des Oleh.veges längS der Häuser, Höse, Gärten oder privnt-
eigentnmUchen Plätze.

Dem Eigentiimer deS Hnuses, wenn er solches belvohiit, im nnderen Fnlle dem
Hnuptmieter, liegt es ob, dnsür zu sorgen.dnffdiese Berbindlichkcit gehörigersülltweide.

Jst dnd Hnns nn niehrere Hmisbewohner vermietet, so entscheidet zunnchst die
etwn zwischen dem Hnuüeigentümer nnd den Mielcrn oder zwischen diesen u»ler sicti
getroffene Bereinbnrung über die Berbindlichkcit znm Gehwegreinigeil. Fchlt eine
solche Vereinbarnng, oder ist sie imvoilständig, oder ihre Existenz nicht soforl über-
zengend nachzuweisen, so bleibt der Eigentümer oder Hauptmieter nllein für den Boü-
zng der Reirt'gung vernntwortlich.

Bei unbewohnten Gebäudcn, sowie bei nllen Stnllungen, Nemiicn, Gnrten n. s. w.
hat der Einentümer oder Lenützer der Loknle sür das Reinigen zn sorgen.

8 3. Das Neinigen der Olehwege hnt im nnchbnrlichen Einvernehmen so viel nls
mögltch zu gleicher Zeit zn geschehe». Dasselbe mnff so vorgcnommen werden, dnff
der Gehweg gehörig rein ist.

8 4. Die Reinigunnspflichtigert können von der Schutzmannschnft jederzeit dazn
angehalten werden, dte Gehwege, nbgesehen von der regelmäßigen Reinigmigspflicht,
loading ...