Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1899 — Heidelberg, 1899

Seite: 359
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Deu Whrern von Lastfuhren, iusbcsoiidere auch von Kalksteinsuhreii, jvelche aus
der Rohrbacherstraste koinmeu und »ach der Beraheiiuerstraste oder durch letzterc nach
eiuer audereii Straste sahreu wolleu, ist uurersach, bei diesem Anlasse die Kaiser-,
sowie die Röuierstiaste zu beiüitzcu.

Befahrcu der Plöckstraste.

ß 35a. DaS H-ahreu der Drojchkeu und Privatequipatzeu durch die Plöckstraste
ist verbotcu, ausaenoinineii, weuu die Plöckstraste selbst, die Theakerslraste oder Fried-
riclistraste das ,'siel der Fahrt ist.

Fahren um Strastenecken.

^llo b'ulirvvorke mü886n beim b'obren um eine 8tra88öneekö im 8cbritt
kabren.

Beim Eiubiegen in die Hauptstraste haben sich die Führer zu verlassigen, ob die
Strecke srei ist, uötigenfalls habeu sie so lauge zu warteu, bis der Pferdebahuwagen
vorüber isr.

L a st iv a g e n.

§ 35 b. DoötvLZvu z'ecker ^rt, mit ^uonakme cker Nübebvaxiell, 8oI!en eine
liockonbreitö von boebste»8 I m 80 cm baben unck ckürten uicbt 80 belacken rvorcken,
cka88 lleMiwtäncko übor ckiebe Ilrsite binau88toben.

dlaciwiebt Ickevou bun» jn eiiuielnon büällen cko3 Lenirböamt mit ^uatimmunZ
ckö8 8tacktrat8 erteilon.

I>io >Vagoll cker kiorbrauer unck b'racktkubrleute, boivie üderbaupt olle ^Vagon,
rvelebo nicbt auk b'ockeru ruben, baben innerbalb cker 8tackt lang^am unck nicbt
im Drabo nu kabren.

i>l ohle u w a g e u.

-^n ^Vagon, rvelcbo Ilronnm.'rterialion in cker 8tackt umborkübron, ckürkon
tckocbon nicbt 'bekeötigt vverckon; cksr lüibrmann mu88 ckio Olocbo in ckor Ilanck
trriLen unck ckark nur in geoignoton ^viöebonräumen lüuton.

Abladeu von Brennmaterial.

In cken 8tra88ou abgelacke.no Lronnmatorialion mü88en zervoila 8okort iu ckie
Häri8or goscball't rvorcken.

Transport geranschvoller Gegenstcinde.

tiogonMättcko, ckio bei Lovvogung cke8 IVagoiw oinon 8türoncken bärm verur-
8acbon bünnen <r:. k. namentlicb motallono 1'Iatton, 8tangen unck 8täbo), müsaon
bebukö Vormeickung,jecken tioräuscbos oiusprocbenck verpaclct nnä nntorlegt rvoräen.

Fahreu am Klliigcnteichweg und Schloßberg.

^ 35 e. Steniwageii, welche geladcn den Kliiigcnteichweg oder Schlostweg herab-
fahrcn, müssen ftets von zwei Männern begleitet sein, bon deneii der eine bei den
Pferden, dcr andere an der Bremsc sich aufzuhaltcn hat.

Bei Uebertretuugcu werdeu sowobl die Besitzer der Steintvageii, als die Führer
dcrselbcii bestraft.

8 35ck. Es ist uutcrsagt, den alteu Schloßberg mit Droschken oder Fuhrwerkeu
zu bcfahren, svfern nicht cines dcr alistostenden Häuser selbst der AusgangS- odcr
Zielpniikt der Fahrt ist.

Das rasche Fahren auf der ncucn und alten ischlostbergstraste ist verboten.

Befabren der Kissel-, Sand-, Florin-, Apotheker-, Pfaffen-,

Oberefaiilepelzga sse nnd Hirs ch st r n st e.

K35o. Das Befahren der Kisselgasse mit bespaniitem Fuhrwerk ist verhoten.

Die Saudgasse darf uur in der Richtinig vou der Hauptstraste nach der Plöck, die
Floringassc u»d Apothekergasse nur von der Jngrimstraste, dic Hirschstraße nur vom
Marktplatzc, die Pfaffeiigasse iiur von der Untcrestrastc nnd dic Oberefaulepelzgaffe
nur von der Schlohstraste aus, nicht aber nmgekehrt, befahren werden.

Befahren der Straste südlich des Universitätsgebäudes

a m Ludwig S p l a tz.

Das Befahren der anf dcr Nordseite des LudwigSplatzes südlich des Universitäts-
aebäudes hinzieheiidcn Strastc mit Fuhrworkeil ist insoweit verboten, als nicht die
Angnstincrgasse oder der zwischen Ludwigsplatz und Hengasse liegende Teil der Jn-
grimstraße das Ziel der Fnhrt bildet.
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