Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1899 — Heidelberg, 1899

Seite: 361
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Ist dic Uebertretung vor einem LArtshaiis durch einkehrendeReiseiidc oder fremde
Fiihrleute bcgangen wordeu, so wird die Strafe gegen den Wirt vorbehaltlich seines
Rückgriffs auf den Uebcrtrcter erkannt.

Aufbrechcn des Straßcnpflasters.

tz 38. ckeelermann, ^elolivr M irgenil einom ^rveck <las Ltrassevpüaster rmf-
breelion lasson muss, ist gelmlten, 24 8tunllon vor Uechnn äor ^rlieit unc! naed
Leonäigiilig äerseiben don 8tacltriit in Xonntnis ?.u sotMn.

Uor 8tacltrat rvircl alsclann, um oino gloiclimässigo unci setmelle Uerstellunz; cles
aufgorissonen ktlnstors 211 erroiolion, nnter Hufsiclit cles ^tiultbaumoisters äLsselds
aut' Kostvn clesjenigon. vololier os Iiat aufbroclion lasson, binnon liingstens 24 8tun-
cien viocler in clon gobcirigon 8tancl seticon lassen.

ölnkerwerfen auf dem Vorland.

§ 39. Oas Vnlcerivorteii aus clom Vorlancl ist üborall cla, vvo classolbo goptlüs-
tort ist uncl Uinge angobr.aclit sincl, untorsagt.

blbenso ist verboton, aiis clioso Uinge II0I2, 8Leino ocler anclore Oegenstänäo,
»'oäurcb äeron Lonülming orscbcvert rvircl, üu loxen.

8 40. IlebortrotunAon obi^or Vorsciirift vvorclon nacli § 366 2. 10 Ik.-8t.-(l.-U.
mit Oolästraso bis 211 60 lUarlr oäor mit Hast bis 211 14 Vagon bestrast.

0. Das Vefahren der Vergheimer-, Thibaut-, Voh- und Gurtenstruhe.

Ortspolizeiliche Borschrift vom 3. Februar 1897.

8k. Den städtischen Abfuhrwagen und den Dossenheimcr Schotter-Fuhrwerken
ist das Befahren der Bergheimer Slraße auf der Strecke oon der Sophienstraße bis
zur Nömerstraße, sowie das Befahren dcr Thibaut-, Voß- und Gartenstraße verboten,
ausgenonunen wcnn

a) eink der genannten Straßen selbst,

b) einc Seitenstraßc der Bergheimer Straße innerhalb dcr genannten Strecke
das Zicl dcr Fahrt ist.

Die bczeichnetenFuhrwerke haben die IIntere Neckar- und Mühlstraßc zu benutzen
nnd ist es den Dossenheimer Schotterfuhrwerken anch nicht gcstattet, ihren Weg durch
die Sophicn- und Rohrbacher Straße zu nehmen.

8 2. Zuwiderhandlungen wcrden gemäß 8 366'" N.-St.-G.-B. mit Gcldstrafe
bis zu 60 Mai k oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

v. Djc Vandhabung der Strnhrnpolizei im Sladtwald.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 23. Oktober 1880.

8k- Gs ist verboten, auf Wegen Fuhrwerke statt durch Anwendung eines Rad-
schuhs odcr cincr Mückc rauh zu sperren.

8 2. Das Fahren, Reiten und Viehtreiben auf Fuß-, sowie auf Gehwegen ist
untcrsagt.

8 3. Das Verunreinigeii der Wege, freien Plätze, Schutzhäuschen, sowie der an
den Wegcn aufgcstellten Tische und Bänke ist verdoten.

8 -k- Uebertretungen der 88 1 und 2 werden gemäß 8 366 Z. 10 N.-St.-G.-B. an
Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen, Ilebertretungeu des 8 3 gemäß
8 129 P.-St.-G.-B. mit gleicher Strafe geahndet.

L. Die Erhaltnng des Klingenleichweges nnd der übrigen Wege

des Slndtwaldes.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 20. Januar 1883.

8 1- Allc Wagen, mit wclchen aus den Steinbrüchen oder aus dem Stadtwalde
Maucrsteine abgefnhrt werden sollen, müssen mit geschlossenen Kasten versehen sein,
welche nicht länger alö 3,60m sind uud mit Eiuschluß der Leiterbäume die Höhe von
0,Mm nicht übersteigen.

Der Wagenkasten muß unten eine lichte Weite von 0,60 m und oben einc solche
von 0,90m habcu.

8 2- Die Räder der Steinwagen müssen anuähernd vorn 1,05 m, hintcn 1,30 m
Höhe haben. Die Reife derselben dürfen nicht unter 9om breit sein.

8 3. Das Gewicht dcr Ladung eines Wagcus darf 80 Ccntner nicht übersteigen,
die Absnhr von 27kbm (einer badifchen Kubikrute) Mauersteine darnach in nicht we-
niger als zehn Wagenladungen erfolgen.
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