Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1899 — Heidelberg, 1899

Seite: 381
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8 7. Die Anfsicht iiüer die Anstalt und dereu Beuiitzuug sührt der städtische
Bademcister oder dcsseu Steilvertrcrcr. Tcrcu Nuordniiug ist uubedingt Folge zu
leisteu.

Dieselbeu könne» Persoucn, welchc sich uuaustäudig beuehmctt, sofort ausweisen.
Diese Aiiswcisung kauii iu Wicdcrholiiugsfällcu auf mehrere Dage uud selbst Wochen
aiisgedehnt werdeu.

8 8. Das Tabakraucheu iu der Austalt, sowie das Mitbringeu vou Hiinden ist
strcugsteus uutersagt.

8 9. Bcschwerdeu gegeu dcu Badcmeister köuueu beim Biirgermeistcramt auge-
bracht werdeu.

8 lO. llebertrctliugcu dicscr Badeorduuiig werdcu gemäs; § 92 des P.-Str.-G.
au Geld bis zn lüO Mark bestraft.

VII. Haftnpolizei.

L. Ordnunst nber Vrrtvendnnfl der einzelnen Nbschnikke des Neckar-
ufergeländes;u Verkrhrs;wecken.

(Bckanutmachuug vom 25. April 1877 auf Gruud dcs Z 2 der Verordnung

vom 25. Augllst 1873.)

8 1. Ter freie Plah oberhalb der alten Neckarbrücke bis zum Eude des Schlacht-
hauses*) soil, bcsoudere Fälle ausgcuommeu, nicht zur Verladuug, soudern uur zum
Ausstellcn vou leeren Wageu an Markttageu beuutzt werden.

8 2. Der Raum unmittelbar unter der alteu Brücke bis zur Dreikönigstraße ist
zur Bcrladuug uud Lageruug von Brennholz bcstimmt.

8 3. Der Platz bei der Einfahrt in öie Drcikönigstraße ist sür den Fischmarkt
vorbchalten.

8 4. Der Naum vou der Dreiköuigstraße bis zur großen Mantelgasse ist zur
Verladiittg nud Lagcrung vou Steincu, Ninden und audereu Rohprodukten bestimmt.

8 ö. Der Raum vou der großen Mantelgasse Lis zur Marstallstraße ist zum
Hen- und Strohausladen zu bcuützcu.

8 6. Ter Platz vou der Marstallstraße bis znm**) Hause der Frau Pros. Walz,
Uutere Neckarstraße l)kr.9, ist uach Verorduung der Großh. Zolldirektion oom 22.Sep-
tembcr 1865 vorzugsweise als Ein- und Ausladestätte sür die Kaufmanns- oder sogen.
Stückgüter bcstimmt uud untersteht der Beaussichtiguug dcs Gr. Hauptsteueramtes.

8 7. Dcr Platz vou dem Hause dcr Frau Professor Walz, Untere Neckarstraße
Nr. 9, bis au das Haus von Frl. S. Fuuk, Untere Neckarstraße Nr. 5, hat zum Ver-
laden vouBreuuholz, Hopfcnstangeu, Brettern, Latteu uud Rahmenschenkeln zu dienen.
Sobald die Bedarfszcit für Hopsenstaugeu vorüber ist und spätesteus mit Ablauf des
MonatS Mai müsseu die in Resten uoch lagernden Stangen von ihren Plätzen geräumt
uud aiif ciuen vom Lauerpächtcr für sie zu bestimmeuden Platz gebracht werden.

8 8. Das Vorlaud von dem Hause von Frl. Fuuk, Untere Neckarstraße Nr. 5,
bis zur ueuen Brücke ist zuni Lagern von Steinen, Bauholz, Floßholz, Hopfenstangen,
Brcttcru, Lalten, Nahmcuschcukeln und Gerüststangen bestimmt.

8. Nusladeordnmrg.

a. Lagc uud Ordnung des Ausladeplatzes.

8 1. Der Platz, au welchem die mit Holz beladenen Schiffe zur Ausladung
kommen, besteht aus

1) dem eigeutlichcu Ausladeplatz und

2) dem Aüshilfsausladeplatz.

8 2. Der eigentliche Ausladeplatz beginut an der breitcn Treppe ober-
halb des Prof.Walz'schen Haiises uud erstreckt sich bis zum unteren Ende dieses Hauses.
An diesem Platze können zwei Schiffe zugleich ausgeladen werden. Derselbc muß an
der Ufcrscite stets in einer Breite von mindcstens 4 Meter freigehalten werden.

') Altes Schlachthaiis an dsr obsrs» Neckarstraße.

**) Jetzt abgebrochenen.
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