Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1900 — Heidelberg, 1900

Seite: 277
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6. Fttr Packete mit Wertangabe innerhalb Deutschlands und nach Oesterreich-
Ungarn wird erhoben:

a. das unter L bezeichnete Packetporto,

d. die unter blb bezeichnete Versicherungsgebühr.

U. Postpackete nach fremden Ländern bis bezw. 5!rg. Die Packete dür-
fen in keiner Ausdehnung 60 ew, im Umfang nicht 20eb6m ttbersteigen.

Anßerdem sind Postfrachtstücke nach fremden Ländern znr Beförderung
znlässig. Ueber die dabei in Vetracht kommenden Taxen u. s. w. erteilen
dic Postanstalten anf Verlangen Auskunft.

0. Bricfsendnngen im Orts- und Landbestellbezirke.

Porto fiir frankierte Briefe (bis250ssr) nach dem Stadtbezirk Heidelberg,
cinschl. Nenenheim bis zur Gemarkungsgrenze nach Handschuhsheim, Neuen-
heim College, Landhäuser längs des Neckars einschl. Haarlaß, Schlierbach,
Schloßruine, Schloßhotel, Hotel Bellevue, Ntolkenknr, Wohnhäuser im
Klingenleich, Speierershof, Königstuhl, Sternwarte, Kohlhof und Friedhof-

gärtnerei.5 Pfg.

Porto für unfrankierte Briefe dahin.10 „

l(. Bestellgebtthren f. d. Stadtbezirk Heidelberg einschl. Neuenheinr und Schlierbach
rr. für eine Postanweisnng.. . 5Pfg.

b. ,, einen Geldbrief bis zu 1500 Mk.. . . 5 „

e. .. „ „ ttber 1500-3000 Mk.10 „

ä. .. .. „ „ 3000 Mk.20 „

e. „ ein Packct ohne Wertangabe bis einschl. 5 Kilogramm . . 10 „

k. „ „ „ „ „ iiber 5 Kilogramm . . . 15 „

Gchören 2 oder 3 Packete zu einer Begleitadresse, so wird für das fchwerste

Packet die postordnungsmäßige Gebühr, für jedes weitere Packet aber nur
eine Gebtthr von 5 Pfg. erhoben.

§. für Packete mit Wertangabe werden die Ansätze unter b., e. und ä., oder
wenii die Ansätze unter e. nnd f. höher sind, diesc berechnet.

Kaiskrliches Tklegraphenarnt.

Rohrbacher Straße 3.

Vorstcher: Wilhclin Geissinger, c. Telegr.-
Direktor

Post-Sckrelär^ Alsred Meißuer
Telegraphen-^ekretär: Albert Griinm
Ober-Telegraphen-Assistentcn: Frz. Fischer,
Jul. Cron, Hermann Streitenberg, Jos.
Löffler, Gust. Kirschbaum, Stadler, En-
derle, Friedrich Meier
Telcgrapheu-Assistenten: Gottfried Groß,
Georg Dietrich, Karl Kiotter
Postpraktikant: Deiveudahl

Telcgraphen-Gehilfinnen: Lösch, Stulz,
Brenzinger, Brenz, Eberle, Kuchenbeißer,
Schuorr, Fißler, Clormann, Zimmer-
mann, Schätzle

Postassistenten: Ries, Stecher, Steinmetz
Briefträger (Telegraphen-Boten): Gottfried
Clorinann, Bernh. Erlewein, H. Hilkert
und Augustin Eiermann
Postboten: Lndwig Neinhard, Karl Götz,
Friedrich Pförtner

Leitungsaufseher: Karl Noe, Wilh. Kühn

Das Telegraphenamt ist dem Pnblikum geöffnet: täglich: im Sommer von 7 Uhr
vormittagS bis 11 Uhr abcnds, im Winter von 8 llhr vormittags bis 11 Uhr abends.
Außerdem findet während der Nacht Telegramm-Annahme bei dem Postamt (Ein-
gang von der Hofseite) statt.

Tarif für Telegramme.

Als Mindestbetrag für ein gewöhnliches Telegramm von 10 Worten werden im
allgemeinen Verkehr 50 Pfg. erhoben; nur für Tclegramme uach Großbritannien
und Jrland beträgt die Mindestgebühr 80 Pfg.

Wort-Tarif.

rl. Wortlänge: 15 Buchstaben oder 6 Ziffern:

Pfg-

Deutsches Reich (innerer Verkehr
Mindestgebuhr 50 Pfg.) . . 5

Stadttelegramme (Mindestgebühr
30Pfg.).

Pfg.

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