Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1900 — Heidelberg, 1900

Seite: 355
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Lünge der Leitung

Durchmefser der Röhren in Zoll
und Millinieier

in Mcter

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10

MM.

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13

MM.

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Ein Beispiel wird dic Aiiwendiiiig der Tabelle erläutern:

Angeiwiiiiileii, e« sollte eine Nolirleitiuig von 26m Länge fiir 18 Flammen
hcrgestellt werdcn, so lwt maii in der ersten Bertikalspalte der Tabelle diejenige Zahl
zn ilkhmen, welche der angegcbencii Leitniuwlänge am nächsten kommp Gegebcn
ist in unscrem angeiloinmencii Fall die Lange 26, eö würdc also in der Tabelle die
Zahl 27 dafiir zn iieinnen scin. Man snchl nun in dersclbcn Horizoittalzeilc von
linkö nach rechtö die nächst höhere alö die angegebene Flaiiimciizahl, start der an-
genoiiimciien 18 mitliin 21, iind da diese in dcr Spalte für 1 Zoll cngl. — 25 Milli-
nicter Rohr steht, ist also cin Nohr von dieser Weite erforderlich und gcnngend,
18 Flainineil bei einer Leitiliigölänge von 26 m noch mit Sicherheit zu versörgcn.

8 6. Die Nöhreiileitniig soll in der Ncgcl zu Tag niid must stets mit dem
nötigcn Gesälle gclegt werden. Aueh bei Vcräiidernnaen und Erweiterungen be-
stchcndcr Blcirohrleitungen inüssen ciscrnc Nöhren znr Berwendnng koinmcn, sobald
dicselbe» in die Wand, »nter die Dccken oder nnter die Dielen gelegt wcrden sollen.
Zilm Ablassen der in den Röhrcn stch saninielndcn Kondensationsflüssigkelteil sind
an gccigiieten Stcllen, nanientlich da, wo die Lcitniig von wärmeren in kältere
Räunic übertritt, Wassersäckc mit sichercm Bcrschlnst aiizubringeii. An fenchten
Stellen sind Eisenröhrcn dnrch Anstrich gcgen Opydation zn sckniyeii.

8 Die Haupt- nnd Zwischenhahiien niüssen in der Negel dieselbe Durchlast-
Wiung haben, wie die Nöhren, an denen sie angebracht sind; sie müssen ferner init
Stcllstift verschen sein nnd nicht ans ihrer Hülse herauögczogcn werdcn können.
Der Kopf des Hahnenö mnst — am besten nilt einer tief eingefeilten Rille — so
flekeiliizcichnet werden, dast inan auch im Dnnkeln leicht erkenneit kann, ob er ge-
offnet oder gejckilossen ist.

Bei auögcdehnten Leituiigeii sind an geeigncter Stelle Zwischeilhahnerl in die-
selbe einzusetzen, anch inüssen Kronleuchter, schwcre Jntensivlampeii rc. gut und sicher
an der Dccke bcfestigt werdcn nnd durch leicht zilgängliche Hahnen für sich abge-
schlosscn werden köilnen.

8 8. Vor dem Anschranben der Lampen ist die Lcitung mittelst cines Mano-
meters mit einem Lnftdruck von 25 em Wassersänle zu prüfen, und must der Wasscr-
stand im Manometer innerhalb eincr BeobachtungSzeit von 3 Minnten keine wahr-
nehmbare Veränderung zeigen.

Jcde Gaslampe ist vor dem Aiischranben auf das Geliaueste auf ihre Dichtigkeit
zu prüfen und nicht ehcr anzuschrauben, bevor sic sich nicht vollkommen dicht er-
wtesen hat.

Nach dem Anschrauben der Lampen ist die Prüfung dcr ganzen Leitung zu
wiedcrholen

Jst dieselbe gut auSgefallcn, so ist bei der GaSwerködirektion der schriftliche An-
trag zu stellen, ilnnmehr dic innere Leitung nnt der Gasuhr zu verbinden, welche so-
dann ihrerseits die Leitung prüfen und nach Giitbeftndnng derselben thunlichst bald
die Aroeit ausführen lassen wtrd. Es ist unstatthaft, dre Gasleitung, welche der
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