Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1900 — Heidelberg, 1900

Seite: 365
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kSovell, üdsr äis Ltrasse trazeo, dabell sicd voa äem Irottoir ovtksrllt 2u daiteu uvä
äürkell nur auk äsr k'adrstrasss gskeri.

Ldevso äark äie kassaxs auk äeu l'rottoirs niedt änred uvberukenes iLnZeres
^usammellstebon wekrerer kersonen Zebemmt veräen.

vas li'isebell vvll äev beiäen ^eckarbrückon aus ist verboteo.

Schleifen von Holz.

Z 23 a. vas 8cbleiken von vosebolir in äor kiosiZen 8taät eillsebbesslieb äes
^cblossberAS ist ulltersagt uoä kann our ausllabmsveise von äer koliöeibeböräo §e-
stattet veräen.

Laufenlassen von Vieh und Geflügel.

§24. Junges Bieh, Schweine, Federvieh sind iu den Häusern zu halten; das
freie Laufenlasfen derselben auf der Straße ist untersagt.

Verunreinigung der Straßeu durch Hiuauswerfen rc.
von Gegenstäuden.

8 25. Ls ist verboten, tote läere, stinbenäen Lot, 6Ias, 6esebirr oäer sonsti-
gev 6nrat ank äie ^trassen unä öÜ'elltlicben Llat^e xu rverken oäer b'Iüssigbeit irgenä
einer 4.rt aus äen I'ellstorn oäer I'büren äer Iläuser auk äio ^trassen unä ökkellt-
lieben Llätse ru scbütten «oHviv Vepptelie aiick Vii^Iivr älsliiii »ri«
»ri«lLiiIi«!i. Xann äer Ikäter nicbt ermittelt veräen, so baktet äer Inkaber äes
Oebäuäeteils, voseldst äio vebertretung verubt voräen ist, kür äie 8trake, venn er
nicdt naedveist, äass er äie 6ebertrotung llicbt verbüten konnte. In äen Häusero,
äeren Linricbtung äss ^usleeren äes VVassers im Innorn unmöglieb macbt, muss
äss ausrugiessenäe VVasser auk äie Ztrasse getragev unä äorr obne Lelästigung äor
VorüberIedeväell io äio Hillneo ausgeleert veräen.

Auslegen von Betten rc.

8 25 a. Es ist verbotcu, nach 7 Uhr morgens Betten, Wäsche, Teppiche und ähn-
liche Gegenstände in öffentlich sichtbarer Weise auszuhängen odcr auszulegen.

Aushängen von Verkaufsgegenständen.

8 25 b. vas ^Vusbängell von Verbsuksgegeustäväell su äer äussereu Wanä äer
IlLussr oäor äas ^Vusstellen solcber auk äor Ztrasse ist unterssgt.

Auslaufenlassen von Jauche rc.

8 26. kls ist uotersagt, äie 8trsssen äurcb ^uslaukenlassen von äaucbo, klut,
k'arbo oäer aoäere, Llrel oäer üblo ^usäünstung orregenäe Vegenstänäe 2U verun-
reilligev.

Auspichen von Fässern.

8 27. vas ^uspiebea äer I'Lsser auk ^trssseo unä öklontlicben Llätrell ist
verboteu. vasselbo äark illllerbalb äer 8taät uur iu äen eingekrieäigten 80k- unä
Lierkellerräuwoll äer Lrauor ststtblläou unä kaov auob bior von äer koliseibeböräo
Ulltersagt voräeo, vvevll nsck äer vsge äes b'alles aoisullebwell ist, ässs äurcb äas
Licben eine k'euorsgekabr entstebell bönnto,

Fackelzüge.

Lei äen k'aoirelrügoll äürken äio I'ackela oicbt aa äie Häuser oäer Nauerll
ßvstossen veräoa.

Verrichtung der Notdurft.

8 28. Ls ist vorboteo, auk ölkentlicbell Ltrsssell unä Llät^on soiae I^otäurkt
^u vorricdtoll.

8. Sicherheit u«d Bequemlichkeit des Verkehrs.

Transport von Schlachtvieh.

8 29. 6rosse8 8cblacbtvieb äark oicbt obne bioreicdelläe LeZIeitunZ übor
äio 8trasse geküdrt veräoo; os muss äabei mit einem Xssenbanä verseben uuä
aa Hörnern »nä I'üssen wit starken 8tricken so gebunäen vveräeu, äass es bei
äom geriogsten Versuob irum Imsrsissen oäer vurckgeken gebänäigt oäer /.u
Loäoa gerisson veräen kanu, boi Verwoiäen äor iu § 102, Atker l k.-8t.-6.-L.
angeärobten Ltrako bis ru 50 Nsrb.

Lebendes Vieh, welches zum Handel bestimmt ist, darf nicht in der Stadt herum-
getrieben, muß vielmehr nach dem Viehhof gebracht werden.
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