Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1900 — Heidelberg, 1900

Seite: 377
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LL. Dle Lifenbahnübsrfahrtrn über üffentliche Wegr.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 5. Oktober 1893.

8 1. Das BahiMleise darf mit Lokomotiven mir derart befahren werden, daß
ein eigentliches Rangieren auf der Bergheimer Straße nicht stattfindet.

8 2. Das Vcrbringcn der (Äütciwagcn nach dcr Schroedl'schen Brancrei oder
daS Abholen von dort wird entweder dnrch cine vom Bahnhof dcr Nebenbahn beson-
ders entsendktc Lokomolive oder abcr in der Art erfolge», daß die betreffenden Wagen
von kinem Zuge der Lokalbahn abgehängr, bezw. an einen folchen angehängt werden.

8 3. Die lfiüterivagen inüssen zu diesem ,'fiveck (8 2) anf dem Aiischlnffgelcise der
Schroedl'schen Brauerei dnrch Menscheiikräste bewegt werden und sind deshalb jeweils
am Schlnsse des Zuges aiizribringen nnd abziihängen.

Die abgehängten Wagcn sind fofort von der Straffc zn enkfernen und die anzn-
hängeiideii dürfen nicht früher, als iinbcdingt nötig, auf dic Straffc verbracht werden.

8 4. Im Hose der Branerei ist einc Aiiswcichspur anzulcgen.

8 5. Beim Passicrcn dcs Straffen-Uebcrgangs mit einciii (ffxlraziig bat ein Ar-
beirer niii cincr rotcn Hahnc bczw. Laterne dcr Ltokomotive voiaiizugcheu.

8 (>. (ffxtrazüge vom Bahnhof der Rebcnbab» nach dcr Branerei Schrocdl sind
mir ivährend derjciiigcii Tagesstniidcii zulässig, ivelchc je nach dem Wechsel der Iahrcs-
zeil und des Hahrplans der Rebenbahn, soivie nach den Bediirsnissen des Berkehrs
vom Bczirksamtc uach Anhöriing dcs Sladtrats, dcr Straffenbauverwaltiing nnd des
beteiliglen UnternehmcrS festgesetzt werden.

8 7. Bnividerhandliingeii gegen diese Borschriften wcrden auf tffrniid des 8 366'°
R.-Str.-(ff.-B. mir (ffeld bis zn 00 Mark oder mit Haft bis zn 14 Tagen bestraft.

14. Vie Ordtrung auf den Nnlagen, im Slndt- nnd Neptnnsgarten,
fowie auf dem Vismarljrplaffe.

Ortspolizciliche Lorschrift vom 19. Jnni 1888 mit Zusatz vom 4. Zimi 1897.

8 >. DieBankreilie in dcn städtischenAnlagen derLeopoldstraffe iliimittelbar längs
dcs Promcuadewegs, säintliche Bänkc in den Olartenaiilagen nm die St. Peterskirche,
in dem Stadt- und Ncptiinsgarten, sowie in dcn Gartcnaiilagen des Bismarckplatzes
sind nur fi'ir Erwachscue und Kindcr in Begleitung ihrer Angehörigen bestimmt.

8 2. Dienstbotcn in Beglcitung von Kiudern dürfen imr die in dcn Anlagen
hinter dem obengenanntcu Promenadcweg steheuden, sowie dic anf dem Wredcplatz
mlfgestellten Sitzbänke benützen.

8 3. Kiuder unter 12 Iahren, lvelche sich nicht in Beglcitung ihrer Aiigehörigen
befindeii, sowie Dienstboten mit Kindern ist der Eintritt in dcn Stadt- und Reptuns-
garten unlcrsagt.

8Z. ttiilderwagen dürfen nur auf dem hinter der sndlichcn Baliinreihe der An-
lage hinzieheriden Wege nnd niemals nebcncinandcr gefahren werdcn.

8 5. Hunde dürfcn in dcn Stadt- und Reptnnsgarten, sowie in den Garten-
anlagen des Bismarckplatzes und um die Pctcrskirche weder mitgebracht werdcn noch
überhaupt dort frei herumlaufeii.

8 6.^Verboten ist ferner:

1i Tas Iahreu uiid Reilcn anf den Gehwegen.

2> Das Bclretktt der Nasenplätze und Pflanzcngrnppen, das Uebcrsteigcn nnd
Durchbrechen der Einfriediguiigen, daö Lanfcnlasse» von Hunden in die Cinfriedi-
gungen, das Abpflücken, LoSreiffen, Abschnciden odcr Abschlagcn, sowie das Ent-
wenden von Bluiiien, Pflanzen und Zweigen.

3) Das Verunreinigen von Gebäudcn, Gartenanlagen, Wegen und Bänkcii.

4) Das Befahren des Stadtgartens mit Kindcrwagen.

5) Das Haiisieren mit Waren jcglichcr Art, inSbcsondcre das Feilbieten von
Blurnen, Backwaren, Obst und dergleichen im Stadtgarten, sowie in allcn städtischcn
Anlagen und Gärten, welche durch ein besonderes Geländcr abgegrenzt sind.

8 7. Uebertretungen werden gemäff 8 366'° R.-St.-G.-B. und 88 429, 144,145
P.-St.-G.-B. bestrafl.

o. SchloHgarten-Ordmmg.

OrtSpolizeiliche Vorschrift vom 29. Nov. 1880 in der Fassnng vom 10. Nov. 1892,

mit Aenderung durch ortspolizeiliche Vocschrift vom 30. Oktober 1893.

81. Verboten ist im ganzen Schloßgartengebietr
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