Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1900 — Heidelberg, 1900

Seite: 379
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k. Verunreinigurrg von, dem öffentlichen Nnvlick rngänglichen
Munren von Privargebäudon.

Ortspolizeiliche Vorschrift oom Il.März 1869.

Es ift verboten, dem öffentlichen Anblick zngäiisiliche Gärten, Höfe uiid nndere
Mime von PrivlUsiebänden durch Hineiinverfcn von Unrat, Absiäiisien, Scherben,
toten Tieren und dergleichen zn verunreinisien.

8. Das Plabirtiuesen.

Srtspolizeiliche Vorschrift vom 10. März 1887.

8 1. Slrnftenploknte nller Art — sofern dieselben ihrem Inhnlte nnch überhanpt
siesepliäi znlässisi sind — dürfcn nnr nn den zn diesem Bwecke bestiiiimten, von der
Siadlsiemeinde ernellikii Anschlnsisäulen ooer Anschlnsitnfcln niisieklebt, niisieschlnsien
oder sönst befestigt werden.

Diese Vestiinniunsi bezieht sich niclil nuf dic Vekniiiltmnchunsieii öffentlicher Be-
hörden inid niclu nuf diejenisien Plnknte, lvclche von l^iiindstücksbesiizern oder Mie-
tern nnsscliliesjlicti in ilirem Privnlinteresse nn ihren eisienen Hänsern, (8rundftücken
oder Miel-rränmen anssieliäiisit oder niisieschlnsien werden.

Den Verlesiern der hier erscheineiidcn öffcntlichen Vlärter ist die iiniere .iziälfle
der errichieien Anschlnsisäulen zum nusschliestlichen Ankleben ee. ihrer Zeiluilsien
durch eisienes Personal übcrlnssen.

Ten Verlesicrn der Heidelbersier Beitunsi und des Heidelbersier Anzeisiers ist
ferner siestnllet, dns jewcils von shnen verlegte Blntt nn die zur Beit schon von den-
selben erstellien Anschlasitafeln noch ivciler anzukleben.

Dicse beiden Arten von Anschlnsistafeln dürfen indessen, lvenn nus irgend wel-
chem Olrnnde von der ftnnilichen Vehorde deren Entferniliin niigeordnet oder wenn sie
sonst absiünsiisi werden solllen, dnrch neue Tnfelu nichl mehr ersetzt werdcn.

8 2. Dic Vefestisiuiisi der Plnknte nn dcn im vorstchenden Pnrnsiraphen sienann-
ten, von dcr Sladlsicnieinde erstelltcn Vorrichtuiisien, sowic die Wiedcrnbiinhme von
deiiselben darf nur von solchen Personen bcwirkt werdcn, welche vom Stadtrnte dazu
berechtigt sind und seitens der Polizeibehörde die nnch 848 der Reichs-Gcw.-Ordnunsi
erforderliche lf'rlnubnis erhnlten habc». Dicselben habcn neben dem nnch ß -13 a. n. O.
vorsieschriebenen ^esiitiiiinlionsschein nnch den vom Stadtrnt übcr dic ertcilte Vcrcch-
tigiinsi crhnllenen Rachlveis stets bej sich zn führen.

8 8. Die Venüvniisi der in Rede stehenden Vorrichlunsien scitens der Staats-
und (Hemeindcbchörden, wozn iusbesondcre nuch dns Ankleben der Zettel des hiesisien
Stndllhenlers siehört, erfolsit kostenfrei. Jm übrisien dnrs fiir die Inauspruchiiahme
dcrselben nur 'die von dcr Stndtsiemeittde dnrch Bcschlnß vom 26. Jannar 1887 fest-
gejetzie (Äebiihr gefordert werden.

8 4. Zum Anfchlasien -c. an den öffcntlichen Anschlnsitafeln dürfen — abgesehen
von etwnigen durch dic Ortspolizeibehörde siestatteten Abweichungen — nur solche
Anzeigen beniitzt werden, welche eiue der nachstehend aiigegebenen Größcn baben:

1) 1. Grösze Bogenfornint 87em hoch, 62om breit,

2) 2. Gröffe '/2-Bogenformnt, 44 em hoch, 62 om üreit,

8) 3. Gröste H<-Bogenformnt, 31 om hoch, 44 om breit,

4) 4. Gröffe '/s-Vogenformnt, 22em hoch, 3l om breit,

5) 5. Gröffe '/i6-Bosiensormat, 16em hoch, 22em breit.

Plakate von gröfferem llmfnnge dürfen unr nach vorheriger Genehmigung deS
Groffh. Bezirkst.mts zum Anschlag gelangen. , .

8 5. Wer dicsen Bestimmuugen zuwiderhandelt oder dle oben genannten Vornch-
tungen bezw. die Anschläge an denselben beschädigt, beschmutzt, oder sonst Unfug a»
ihnen verübt, wird, sofern nicht die Ailwendung anderweiter Strafgesctze Platz gre'st,
auf Grund dcs H 366 Mer 10 R.-St.-G.-B. mit Gcld bis zu sechszig Mark oder mit
Haft bis zu vierzehn Tagen bestraft.

V. Feldpolizei.

Die Herbstordmmg.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 1. Novcmber 1875.

8 1. Das Büracrmeisteramt wird den Tag, von welchem au die Rcbberge ge-
schlossen sind, nach Anhörung des Gemeinderats festsetzen und mindestens 48 Stunden
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