Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1900 — Heidelberg, 1900

Seite: 396
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8 Obstmarkt im Sradtteil Nruenheim.

Stadträtliche Bekanntmachung vom 4. Jnni 1897.

Mit Genehmigung ded Büraeransschusses vom 20. Mai 1897 und des Großher»
zoglichen BezirkSamteS vom 27. Mai 1897 werden folgende Gebühren sestgesetzt:

a) Platzgebühren:

1. Für jeden Gegenstand oder Korb, welchcr bis zu '/rgm Flacheiiraum

und nicht höher ist als 50em.

2. F-ür jedcn Gegenstand odcr Korb, wclchcr bis zu 1 gm Flächenraum

eilinimint und nicht höher ist als 50 cm.

3. Für jeden Gcgcnstand odcr Korb, welcher mehr als I gm FIächcn-
rauin einniiiimt und höher ist als 50em, wird an Zuschlag erhoben:

für jcden weiteren '/-gm Flächcnraum und für jede weitcre
50 cm,)?öhe.

4. Für cinen Schiebkarren.

5. Fttr cincn zivcirädrigen Handkarrcn.

6. F-ür einen Ginspännerwagen.

7. F-iir ciiicn Zweispännerwagcn.

8. für cincn Sitzplatz.

einiiimmt
3 Psg.

6 ,

3

10

20

35

50

3


b) W aggeb ü h ren:

1-25 Kilo 3Psg.

26-50 „ 5

51—75 „ 8 „

76—100 10 „

o. Mestvrdnung.

OrtSpolizeiliche Vorschrist vom 24. Angiist 1891.

tz 1. Es werden jährlich zlvei Messcn abgehaltcn. Die Frtthiahröuiesse bcginnt
Mitte Mai und dic Herbstinesse B/ittc Oktobcr. Jede Messc danert ncnn Tagc: der
AnfangStag wird jeweils in den hicsigcn Blättern vcröfscntlicht.

An Sonn- und F-eiertagcn diirfen die Berkaiifsbllden nicht vor I l Ilhr und dic
Schaubndcn nicht vor 3 Uhr Miitaas geöffnct werdcn.

Bor Beginn oder nach Schlng dcr Messc auf den Mcbplätzcn zu vcrkausen ist
verboteu.

ß 2. Auf den Dlessen dürscn, anstcr dcn zuin Wocheniuarktverkchr zugelassenen
Waren, Berbranchsgcgenstande und F-abrikate aller Art fcilgeboten wcrden. Ansgc-
schlossen voin Mcstverkehr sind die in H 56 der Gew.-O. anfgcftthrtcn Waren.

8 3. Als Aiestplätze sind bestimint:

1. der Lkarlsplatz,

2. dcr Korninarkt,

3. der Jubiläumsplatz*) und

4. der Marktplatz, soweit solchcr nicht sür den Wochenmarkt crforderlich ist.

8 4. (sieschäfttzleiite, welchc die hicsige Messe besuchen, habcn sich wegcn Zutcilnng
dcr erforderlicheii Plätze, Buden oder L-tände an die Mestkomttiission odcr dercn Be-
auftraPe zu wcnden.

Die Bcsitzcr von Schaubuden und nnderen wandergcwerbescheinpflichtigcn Kc-
werbebctricbcn haben vor dcren Aufstcllung die bezirksamtlichc Erlaubnis hiczn ein-
zuholen und dic von der Polizeibchörde bezttglich dcr öffcntlichen Schau- und Bor-
stellungcii getroffencn Anordnungcii bci Bcrmeiduug der Entziehung der ProdnktionS-
erlaubnis genau zu bcfolgen.

Personcn, wclchc mit einer abschreckendeu Krankbeit oder mit Kriippelhaftiakcit
behaftet sind, wcrdcn zum Feilbieten von Warcn, sowie zum Mitwirken bei musikali-
schcn Aussühruiigen uiid Schaustcllungcn nicht zuaelasscn; ebenso sind alle hcruiil-
zichenden Musikbanden, Drehorgclspielcr, Dudelsackpfeiser und dergl. von der Messe
ausgeschlosscn.

8 5. Die Anweisung dcr Bcrkaussplätzc hat unter möglichster Rücksichtirahme auf
die Sicherheit des öffentlichcn Bcrkehrs zu geschchcn. Die Gehwcae müssen freige-
halten werden, Haus- und Ladeneingänge dürscn nicht versperrt, Hyoraiiten nicht un-
zugänglich gemacht werden.

*) Jetzt Schaubuden-Meßplatz an der Brrgheimer Straße.
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