Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1900 — Heidelberg, 1900

Seite: 416
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1, Den Milchhändlern nnbeschränkt,

3. Den Bäckern

3. Den Zuckerbäckern (Konditoren)

4. Den Obsthändlern

5. Den Knnst- und Httttdelsnärtnern

6. DenjenWn Personen, welche qelverbsinäßitt Minernlwttsser
ztt ttttmittelbttrein Gcnnß nn dns PnbiikttM nbgeben

7. Den Metzgern und Wnrstlern non 6 Uhr niorgens bis 2 lUir

8. Denjeniaen Personen. welche nnsschließlich oder doch
weit iiberwiegend mit Cignrren iind Tnbnk hnndeln,
der Berkanf djeser Wnren

u nbeschränkt
mit Ausnahme
,der Slundeii des
voriiiittägMil
HnuptaottcS-
dienskes.
inittttgs,
von 11 Uhr vor-
inittttgs bis
> 5 llhr nachiiiitt.

b) Die unter rr Ziffer 1—7 verzeichneten Gewerbetreibeiiden dürfen mich an
den drei höchste» Feiertnaen tOsterjottNlttg, Pfingstsonntttg, Lhrist-
tttg) Gehilfen, Lehrlinge nnd Arbeiter beschäfligen bezw. ihre Verkttiissslellen offeii
httlten, aber nur während der Stniiden von 6—9 II h r Vormittttgs.

Handelsgewerbe dep Barbiere nnd Frisenre.

Auf Grund von ß 105b, 41 a der Gewerbeordimng iind gemäß Arl. UI Ziff. 2
der Vollzugsverordilimg hierzu wird bezirksttiiitlich verfügt:

Die fiinf Siunden, während welcher in den Vcrkniifsgeschäften der
Barbiere und Friscnre Gehilfcn. tlehrlinge und Arbeilcr bcschästigt
werden dürfen, und ein Verkehr in offenen Verkniissstellen stnttfiiiden dnrf,
Wird für die Stndt Heidelberg fiir dns gnnze Inhr nnf 7 bis 9 ll h r
Vormittags und 11 bis 2 Uhr sestgesetzt.

Die sümtlichen unter III 4. verzeichneten Ausiitthmeii werden nn die Bedingung
geknüpft, daß im httiidelsgewerblichen Teil der betr. Betriebe (ffehilfen, 9ehrlinge
und Arbeiter über die in I 4 oben sestgesetzten Stttnden hiiintt« n»r dann beschas-
tigt werden dürfen, wenn jeder derselben :

1. entweder nn jedem zwciten Sonntng von inorgens 8 Uhr bis nbciids 8 Uhr,

3. oder in jeder zweiteu Woche nn einein Werktng volle 34 Stuiiden von der
Arbeit sretgelttsseri wird.

IV.

Am Oster- und Pfingstsonntttge, sowie am ersten Weihnttchtsfeiertnge diirfen,
abgesehen von den Attsnttymen unter II U Ziff. 3 und III 4 b Gehilfen, Lehrlinge
iiiid Ärbeiter im Hnttdelsgewerbe überhnupt nicht beschäftigt werden

Jnsoweit eine Beschäftigung von Gehilfen, Lehrliugen und
Arbeitern im Hnndelsgewerbe mcht zulässig ist, dnrf ein Gemerbe-
tetrieb in offenen Verkanfsstellen überhnupt nicht stnttfinden.

Die Vadeii und fonstigen Verkaufsstellen sind außer der zuge-
lasseuen Verkaufszeit geschlossen zu halten.

V.

Festtnge im Slnue obiger Anordnnngen sind: Ncnjnhr, Ostermontttg, Himmel-
fahrtstng, Pfingstmontag, Christtng und Stephanstng, serncr in Gemeinden, in
welchen die ktttholische Konfessiou Pfarrrechte hnt, der Fronleichnnmstng und in
Gemeinden, in tvelchen die evangelische Koiifessioii Pfarrrechte hat, der Chnrfreitag.

Viv Sonntagsrulle in der Lnduskrse.

Bezirksamtliche Anordliungen vom 33. Vtärz 1895.

Es dürfen, soweit nicht Ausiiahnien vom Verbote der Sonntngsnrbeit ausdriick-
lich zuaelassen sind, vom 1. April 1895 au nach 8 1051, Abs. l Gewerbe-Ordnung im
Betriebe von Bergwerken. Salinen, Aufbereitungsnustalten, Brücheu uud Grubeu,
von Huttenwerken, Fabriken und Werkstätten, von Ziiiiinerplntzen und nnderen Bau-
höfen, von Werften und Ziegeleien, sowie bei Bauten nller Art Arbeiter nn Sonn-
und Festtagen nicht beschäftigt werden.

Die den Arbeitern zu gewährende Nuhe hat mindestens für jeden Sonn- und
Festtag vierundzwttnzia, sur zwei aufeinander folgende Sonn- und Festtage sechsund-
dreitzig, für das WeihnächtS-, Oster- und Pfingstfest achtundvierzig Stunden zu
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