Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1900 — Heidelberg, 1900

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c. Schulen uud Erziehungsaustalte», je 4 Teiluehmer auf eiue Karte.

Jst bei b und c die Zahl der Besucher nicht durch 2 beztv. 4

ohne Nest teilbar, so haben die Uebrigbleibenden gleichfalls cine

Karte zu lösen.

<l. Abonnenientskarten mit 20 Abschnikten.2,00 Mk.

Die Sammlnng ist täglich gcöffnet »nd zwar vom 1. Novcmbcr bis l. Aiärz
vou morgcns 10 Uhr ab; in dcn übrigcn Mouatcn von morgens 8 Uhr ab, bis
zu eiubrechender Dämmcrung, jedoch spätesteus bis 7 Uhr Abends.

XV. Mitteilunflkn über:

l. Das Kb- uird Zuschreibrn der Gruud-, Nänser-. GeUierb- n»d

Einlwmnienlrcner.

2. Die FeUftellung der Kapilnlrentenllleuer.

Das Ab- uud Zuschrcibcn der Olriiud-, Häuscr-, t8ewerb- uiid Eiilkoiuiiicii-
steuer findet alljährlich in ciner vom Schahuiigsrat zu besliiiimciidkii, in der Ncgel iu
den Monat Mai salleiideu Zeit, dic jeweils iu den Isokalblättcrn bcsoiiders bckaimt
gemacht wird, auf deiu Oleschästsziminer dcs Schavuugsratcs im Naihausc dabicr
statt. Uebcr dicscs Ab- uiid Zuschreibcii ist zu bcmciken:

I. ZiiBez n g auf die 0) r» u d- u n d ,vä u ic r st c uer: Wcr ivegeu Wcchscls
in der Person des Pflichtigen ab- und zugcschricbcu habeu ivill oder aus ciucr auderii
Ursache die Bcrichtiguug oder dcu Siricl; leiues <8ruiid- odcr Häuscrsteuerkapitals
verlangt, hat selbst oder durch ciucu Bcvollmächtigtcu zu crscheiiieu, »ud soscrn es sich
um das Zuschreibeu an ciue dritie Pcrson haudclt, diese lctitere zum gleiclizcitigeu
Erscheinen zu veraulasseu. Allc Veräiidcruugen, welche im Eriiiidlmchc ciiigetragcn
sind, werdeu iibrigeus von Amisivcgcu ab- und zugcschriebeu,

II. Zn Bezug auf die Olewerbsle»er: Der <8c>verbsteucr nutcrlicgt das
Betriebskapital dcr ii» Groffherzogtuiu betricbcneii gcwcrblicheii Uiitcriichmuiigcii,
ausschließlich der 2aud- uud Iorstwirlschast, vorauögesetZl, daff daö stcuerbare Be-
triebskapital miildestenö den Bctrag vou 700 Ntark crrcicht.

Die gcwcrbsteuerpflichtigcil Persoueu, männltche »ud weiblichc, Zuläiider odcr
Ansländcr, anch gewcrbstcuerpflichtigc Korporatioiicll, Vercine, <8esellschaflcn liabcu
schriftliche oder miiudlichc Sieiiercrfläniugeii abzugcbcn:

a. Wtiin sic ciue dcr Eewerbstcucr nnterlicgcndc Uillcrilehmnng begouue»
haben, aber noch uicht zur Ecwcrbsteucr angelegt siud:

b. meun sich ihr Betriebskapital nach dem Stand der masigebcude» Verhäll-
nisse am 1. April dcs Zahrcs iibcr deu bcrcits bestcuertcii Betrag um iniudestcuö
5 Prozeut nnd niindesteus nm 700 Mark erhoht hat.

III. Iu Bezug auf die Ein ko m m enstcucr: Dcr Eiiikoiiimeilstcucr uiiter-
Uegt — vorbehaltlich der im Oicsehe vorgcschcucil Aiiöiiahmeu uud Beschräiikungeii
— daö gesamte in <8eld, Eeldcswcrt oder iu Selbstbcuützuug bestcheiidc Eiiisoiiimeii,
welches einer Persou a»ö im Elroffhcrzogtum gelegcucn <8ruildslücken nnd Ecbäudcii,
aus auf solchen Lregciischafteu ruhendeii <8riiiidrechteii uud Elruudgefälleii, auö im
Grostherzogtum betriebener 2and- nnd I-orstwirtschast und den dasclbst betriebcuc!!
Gewerben, ans öffcntlichcm oder privatem Dieiistvcrhältniö, auö wissenschaftlichem
oder kiinstlerischcm Bcruf odcr irgcud audcrer gewtiinbringendeu Bcschäitigttiig, sowie
aus Kapitalvermögeu, Renten nnd aiideren derartigcn Bezngcn im Laufe eincö Jah-
res zufließt, und zwar ohnc Rücksicht daranf, ob cs von anderen Stenern bereits ge-
troffen wird oder nicht.

Stenerpflichtig sind:

1. Landeö- und sonstige Neichsaiigehörige, welche ihren Wohnsitz (Aufenthalt)
im Großherzogtum habcn, desgleichcn Neichöansländer, welchc dcs Erwerbs wcgen
ihrenWohnsttz im Gioßhcrzogtum haben: mit ihrem gcsamten stencrbaren Einkommen.

2. flteichsaiiöländer, welchc »icht dcs Erwerbs wegen ihren Wohnsitz im Groß-
herzogtum haben: mit ihrem aus reichsinländischen Bezngsgilellen fließcnden stener-
baren Einkommen

8. Personen, welche nicht im Großherzogtum wohnen: nur mit ihrem Etnkom-
men aus im Großherzogtum gelegenem Grundbesitz (einschließlich von Eebäuden) und
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