Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1901 — Heidelberg, 1901

Seite: 371
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Länge der Leitung
in Meter


Durchmesser der Röhren in
und Mittimeter

Zoll


3/8"

10

INM.

r/2"

13

!!> M.

20

INM.

1"

25

1VO

32

mm.

IVr"

38

mm.

51

mm.

3

3

10

23

65

120

188

395

6

2

7

22

46

84

133

280

9

2

6

18

37

69

109

228

12

1

5

16

32

60

94

198

15

1

4

14

29

54

84

179

18

1

4

14

26

48

77

162

21

—,

4

11

24

45

72

150

24



3

11

23

42

67

140

27



3

11

21

40

63

130

30



3

10

20

38

59

123

36



2

10

19

34

54

113

42



2

9

17

32

50

105

Ein Veispiel wird die Anwendung der Tabelle erläutern:

Angenommcn, es sollte eine Rohrleitung von 26 m Länge sür 18 Flammen
hergestellt werden, so hat man in der ersten Vertikalspalte der Tabelle diejenige Zahl
zu nehmen, welche der angegebenen Leitungslänge am nächsten kommt. Gegeben
ist in unserem angenommenen Fall die Länge 26, es würde also in der Tnbelle die
Zahl 27 dafür zu nehmeu sein. Man sucht nun in derselben Horizontalzeile oon
linrs nach rechts die nächst höhere als die angegebene Flammenzahl, statt der an-
genommenen 18 mithin 21, und da diese in der Spalte für 1 Zoll engl. — 25 Milli-
meter Rohr steht, ist also ein Nohr von dieser Weite erforderlich und genügend,
18 Flammen bei einer Leitungslänge von 26 m noch mit Sicherheit zu versorgen.

8 6. Die Röhrenleitung soll in der Regel zu Tag und muß stets mit dem
nötigen Gefälle gelegt werden. Auch bei Veränderungen und Erweiterungen be-
stehender Bleirohrleitungen miissen eiserne Röhren zur Verwendung kommen, sobald
dieselben in die Wand, unter die Decken oder unter die Dielen gelegt werden sollen.
Zum Ablassen der in den Röhren sich sainmelnden Kondensationsflüssigkeiten sind
an geeigneten Stellen, namentlich da, wo die Leitung von wärmeren in kälterc
Räume übertritt, Wassersäcke mit sicherem Verschluß anzubringen. An seuchten
Stellen sind Eisenröhren durch Anstrich gegen Oxydation zu schützen.

7. Die Haupt- und Zwischenhahnen müssen in der Negel dieselbe Durchlaß-
öffnung haben, wie die Röhren, an denen sie angebracht sind; sie müssen serner mit
Stellstlft versehen sein und nicht aus ihrer Hülse herailsgezogen werden können.
Der Kops des Hahnens muß — am besten mit einer tief 'eingefeilten Rille —- so
gekennzeichnet werden, daß man auch im Dunkeln leicht erkennen kann, ob er ge-
öffnet oder geschlossen ist.

Bei ausgedehnten Leitungen sind an geeigneter Stelle Zwischenhahncn in die-
selbe einzusetzen, auch müssen Kronleuchter, schwere Jntensivlampen rc. gut und sicher
an der Decke befestigt werden und durch lercht zugängliche Hahnen für sich abge-
schlossen werden können.

8 8. Vor dem Anschrauben der Lampen ist die Leitung mittelst eines Mano-
meters mit einem Luftdruck von 25era Wassersäule zu prüfen, und muß der Wasser-
stand im Manometer innerhalb einer Beobachtungszeit von 3 Minuten keine wahr-
nehmbare Veränderng zeigen.

Jede Gaslampe ist vor dem Anschrauben auf das Genaueste auf ihre Dichtigkeit
zu prüfen und nicht eher anzuschrauben, bevor sie sich nicht vollkommen dicht er-
wiesen hat.

Nach dem Anschranbcn der Lampen ist die Prüfung der ganzcn Leitung zu
wiederholen.

Jst dieselbe gnt ansgefallen, so ist bei dcr Gaswerksdirektion der schriftiichc An-
trag zu ftellen, nunmehr die innere Leirung mit der Gasuhr zu verbiudeu, ivelche so-
dann ihrerseits die Leitung prüfen und nach Gutdesindung derselben thunlichst dald
die Arbeit ansführen lassen wird. Es ist unstatthaft, die Gasleituug, welche der
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