Adreßbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1901 — Heidelberg, 1901

Seite: 386
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Jst die Uebertretung vor einem Wirtshaus durch einkehrendeNeisende oder fremde
Fuhrleute begangen worden, so wird die Strafe gegen den Wirt vorbehaltlich seines
Rückgriffs auf den Uebertreter erkannt.

Aufbrechen des Straßenpflasters.

Z 38. ckeäermaun, valeder 211 IrAsuä eiuem äab FtrasseupüaLter auk-

dreebeu ia88eu muss, ist Atzlialten, 24 Ltuuäeu vor Uegiuu äor ^rbeit uuä naed
UetzuäiZuvZ ätzrstzlbeu äsu 8taätrat iu Louutui^ ^u Ztztriou.

Oer 8taätrat ^virä al^äauu, um eiuo Al6ie1rmÄ88iA6 uuä tzebuelle HorbtelluuA äes
aukg6ri886U6u küa8tsr8 ^u erreiebsu, uuter ^uk^iebt äe8 8taätba,umtzi8t6r8 äa886lb6
auk Lo8ttzu ä68.j6lliA6U, -^tzleber 68 bat aukbrtzebou IU886U, biuueu 1än§8t6U8 24 8tuu-
äeu vieäer iu äeu ZoböriZtzu 8tanä 86t26v 1a886U.

Ankerwerfen auf dem Vorland.

§ 39. va,8 ^ubtzrveiätzu 9.uk äem Vorlauä i8t übtzrall äa, >vo äa886lb6 Z6püä8-
tert i8t uuä RiuZtz auZebraebt 8iuä, uut6r89Kt.

Lb6v80 i8t verboteu, auk äie86 RinZe R0I2, Lteivtz oäer anäsre 6oZ6U8täuä6,
voäureb äerou Lenüt^uug erseb^vert ^virä, 2U ItzZsu.

§ 40. IlebertrtztuuZtzu obiZer Vor^ebrikt ^veräeu uaeb § 366 2. 10 R.-8t.-6.-L.
mit Otzläbtraktz bi8 2u 60 Narb oäer mit 8akt bi8 r:u 14 1PLA6U btz8trakt.

6. Das Vefahren der Vergheimer-, Thibaut-, Voh- und Gartenstratze.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 3. Februar 1897.

8 1. Den stadtischen Abfuhrwagen und den Dossenheimer Schotter-Fuhrwerken
ist das Befahren der Bergheimer Straße auf der Strecke von der Sophienstraße bis
zur Römerstraße, sowie das Besahren der Thibaut-, Voß- und Gartenstraße verboten,
ausgenommen wenn

a) eine der genannten Straßen selbst,

b) eine Seitenstraße der Bergheimer Straße innerhalb der genannten Strecke
das Ziel der Fahrt ist.

Die bezeichnetenFuhrwerke haben die Untere Neckar- und Mühlstraße zu benutzen
und ist es den Dossenheimer Schotterfuhrwerken auch nicht gestattet, ihren Weg durch
die Sophien- und Nohrbacher Straße zu nehmen.

§ 2. Zuwiderhandlungen werden gemäß tz 366^ R.-St.-G.-B. mit Geldftrafe
bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

v. Die Nandhabung ver Strahenpolirer im Sladtival-.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 23. Oktober 1880.

Z I. Es ist verboten, auf Wegen Fuhrwerke statt durch Anwendung eines Rad-
fchul/s oder einer Mücke rauh zu sperren.

§ 2. Das Fahren, Reiten und Viehtreiben auf Fuß-, sowie auf Gehwegen ist
untersagt.

Z 3. Das Verunreinigen der Wege, freien Plätze, Schutzhäuschen, sowie der an
den Wegen aufgestellten Tische und Bänke ist verboten.

4. Uebertretungen der ZZ 1 und 2 werden gemäß Z 366 Z. 10 R.-St.-G.-B. an
Geld bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen, Uebertretungen des Z 3 gemäß
8 129 P.-St.-G.-B. mit gleicher Strafe geahndet.

L. Die Erhaltung drs Klingrnteichwegrs und der übrigen Wege

drs Stadtwaldes.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 20. Januar 1883.

ß 1. Allc Waben, mit welchen aus den Steinbrüchen oder aus dem Stadtwalde
Mauersteine abgeführt werden sollen, müssen mit geschlossenen Kasten versehen sein,
welche nicht länger als 3,60m sind und mit Einschluß der Leiterbäume die Höhe von
0,60 m nicht übersteigen.

Der Wagenkasten muß unten eine lichte Weite von 0,60 m und oben eine solche
von 0,90 m haben.

tz 2. Die Räder der Steinwagen müssen annähernd vorn 1,05m, hinten 1,30m
Höhe haben. Die Reife derselben dürfen nicht unter 9em breit sein.

§ 3. Das Gewicht der Ladung eines Wagens darf 80 Centner nicht übersteigen,
die Äbsuhr von 27üdm (einer badischen Kubikrute) Mauersteins darnach in nicht we-
niger als zehn Wagenladungen erfolgen.
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