Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1902 — Heidelberg, 1902

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1702. Anlage des Judenkirchhofes im Klingenteich.

1703. Grundsteinlegung zu dem Jesuiten - Kollegium (jetzt Dckanei und
Ober-Realschule) unter Kurfürst Johann Wilhelm.

1705. Errichtung einer Scheidemauer in der Heiliggeistkirche zwischen
Chor und Schiff unter Kurfürst Johann Wilhelm.

1709. Wiederherstellung der Neckarbrücke unter Kurfürst Johann Wilhelm.
1709. Grundsteinlegung zu der Jesuitenkirche unter Kurf. Johann Wilhelm.
1712. Grundsteinleg. z. d. neuen Universit.-Gebäude unter Kurf.Joh. Wilhelm.
1714. Erbauung des Bürgerspitales (jetzt Frauen-Armenhauses) und der St.
Anna-Kapelle unter Kurfürst Johann Wilhelm.

1715—17. Erbauung der heutigen Unioersitäts-Bibliothek als kathol. Gym-
nasiums untcr Kursiirst Johann Wilhelm.

4. Sept. 1719. Kurf. Karl Philipp nimmt den Reformierten das Schiff der Heilig-
geistkirche gewaltsam weg. Abbruch der Scheidemauer.

12. April 1720. Verlegung der Residenz von Heidelberg nach Mannheim durch Kur-

fürst Karl Philipp.

19. April 1720. Nach Wiederaufrichtung der Scheidemauer Besitznahme des Schiffes
der Heiliggeistkirche durch die Reformierten.

1730. Erbauung desKarlschen51onvikts (jetzt Breitwieser) amKlingenthor.
August 1735. Hauptquartier des Prinzen Eugen in Heidelberg.

1750. Vollendung des Baues der Jesuitenkirche unter Kurf. Karl Theodor.

1750. Erbauung des neuen Jefuiten-Kollegiums (Kaserne).

1751. Erbauung des Mannheimer Thores unter Kurfürst Karl Theodor.
1751. Erbauung des heutigen Großen Fasses unter Kurfürst Karl Theodor.

24. Juni 1764. Einäscherung der Nenaissancepaläste des Schlosses durch eineu
Blitzstrahl.

2. Oktbr. 1775. Grundsteinlegung zum Karlsthor durch Kurfürst Karl Theodor.

27. Febr. 1784. Zerstörung der hölzernen Neckarbrücke durch einen Eisgang.

1786—1788. Erbauung der heutigen steinernen Neckarbrücke.

1795. Einführung der ersten Straßenbeleuchtung in der Stadt.

1799. 8. März bis 18. Mai, u. 25. Aug. bis 13. Septbr. Französische Besatzung.
16. Oktbr. 1799. Sturm der Franzosen aus die von den Oesterreichern verteidigte
Neckarbrücke.

13. Mai 1803. Karl Friedrich erläßt das Organisationsedikt über die wissenschast-

lichen Lehranstalten.

27. Juni 1803. Einzug des Markgrafen Karl Friedrich von Baden in Heidelberg.

23. April 1804. Wiederherstellung d. Universitüt durch Reskript d. Kurf. Karl Friedrich.
21. Nov. 1808. Das Gymnasium wird aus dem früheren reformierten und dem katho-

lischen Gymnasium neugebildet.

7. Dez. 1813. Fürst Wrede, bayr. Feldmarschall, geboren zu Heidelberg im heutigen
Großh. Palais, als Sohn des kurpfälzischen Landschreibers von Wreden,
zieht nach seiner Wiedergenesung in Heidelberg ein; Bürger und Stu-
denten ziehen ihm entgegen, die Stadt empfängt ihn feierlich.
5.-25.Juni 1815. Aufenthalt des Hauptquartieres der Kaiser Franz v. Oesterreich u. Ale-
xander von Rußland und desKönigs Friedrich WilhelmIII. von Preußen.

14. Juni 1815. Erste festliche Beleuchtung der Schloßruinen und der Neckarbrücke

mit Holzfeuer, zu Ehren der anwesenden Monarchen.

1816. Ein Teil der 1623 nach Rom verbrachten Handschriften der Universi-
täts-Bibliothek wird zurückerstattet.

1824. Großes Hochwasser.

1827. Abbruch des Mittelthorturmcs (Hauptstr., an der Gr. Mantelgasse).
25. Aug. 1828. Einweihung des Gebaudes der Muscmns-Gesellschaft.

^eptbr. 1829. Versammlung deutscher Naturforscher uud Aerzte. ^

9. Mai 1830. Einzug des Großherzogs Leopold, der Großherzogin isophie und dcs
Markgrafen Max in Heidelberg; 10. Mai Beleuchtung der Schloß-
ruine mit Holzfeuer.

1. April 1831. Gründung der Städt. Sparkasse uad des Städt. Leihhauses.

19. April 1832. Gründung der Gesellschaft „Bürgerl. Kasino", später „Harmonie".
19. Juli 1832. Gründung der „Harmonie-Gesellschaft".

28. Sept. 1832. Grundsteinlegung zum Königsstuhiturm.

1835. Errichtung der städtischen Bnrgersa)ule.

12. Scpt. 1840. Eröffuunch der Eisenbahnstrecke Heidelberg-Mannheim.

1812. Verleguug dcr Jrrenheilanstalt von Heidelberg nach der Jllenau.
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