Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1902 — Heidelberg, 1902

Seite: 295
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V. Warenproben rnüssen frankiert werden. Gcwichtsgrenze 350 Gramm.

Porto ohne Rücksicht auf Entfernung bis 250 Gramm 10 Pfg., über 250 Gramm
20 Pfg.

Porto für je 50 Gramm nach den Ländern des Weltpostvereins

und des Vereins-Auslandes .... 5 Pfg., mindestens 10 Pfg.

VI. Geschäftspapiere innerhalbDeutschlands bis 1 Kilogramm, nach den deut-
schen Schutzgebieten bis 2 Kilograrnm zulässig,

Porto bis 250 Gramm 10 Pfg. über 500 Gramm bis 1 Kilogr. 30 Pfg.

über 250—500 „ 20 „ „ 1—2 Kilogramm ... 60 ,,

(Geschästspapiere sind nach Oesterreich-Ungarn nicht zulässig.)

Porto für je 50 Gramm nach den Ländern des Welt-

postvereins und des Vereins-Anslandes . 5 Pfg., mindestens 20 Pfg.

VII. Für Einschreibsendungen (Briefe, Postkarten, Drucksachen, Waren-
proben nnd Packete ohne angegebenen Wert) ist außer dem betr. Porto eine
Einschreibegebühr von 20 Pfg. ohne Rücksicht auf Entfernung und Gewicht
zu entrichten.

Für Beschaffnng eines Rückscheines weitere 20 Pfg.

L. Postanweisungen sind nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn bis zu 800
Mark zulässig. Die vorauszubezahlende Gebühr beträgt:

a. nach Deutschland:

bis 5 Mark
über 5 bis 100 Mark .
„ 100 bis 200 Mark

W Pfg.
20 „
30

über 200 bis 400 Mark. . . 40 st

„ 400 „ 600 „ . . . 50 „

„ 600 „ 800 „ . . . 60 „

b. nach Oesterreich-Ungarn 10 Pfg. für je 20 Mk., nrindestens 20 Pfg.
e. nach den meisten übrigen nachstehend genannten Ländern bis 80 Mark 20 Pfg.
für je 20 Mk.; für jede weitere 40 Mark 20 Pfg.

Formulare sind bei allen Postanstalten käuflich (ungestempelte je
10 Stück für 5 Pfg.). Zu Postallweisungen nach dem Auslande kommt
ein besonderes Formular, welches nrit lateinischell Buchstaben auszufüllen ist,
in Anwendung.

Postanweisungen sind zlllässig im Verkehr mit Arabien (Maskat), der Argen-
tinischcn Republik, Anstralien (Britifche Kolonien), Belgien, Belutschistan (Guadur),
Bosnien, Herzegowina und Sandschak-Novibazar, Brasilien, Britische Besitzungen
und Postanstalten in außereuropäifchen Ländern, Bulgarien, Canada, Cap-Kolonie,
Chile, China (Futschau, Hankou, Peking, Schanhaikwan, Shanghai, Tientsin, Tongku,
Tschifu (deutsche Postanstalten), Amoy, Hangchow, Nanking, Newchwang, Shashe,
Soochow ijapan. Postanstalten), Columbien, Cuba, Dänemark, Dänische Antillen,
Deutsch-Neu-Guinea, Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Südwestafrika, Egypteu, Erythrea,
Finnland, Frankreich (mit Monaco und Algerien), (Franzöi. Kolonien in Asicn),
Gibraltar, Griechenland, Großbritannien und Jrland, Hawai, Hollduras, Japan
(einschl. Formosa), Jndieu, Jtalien (mit San Marino), Kamerun-Gebiet, Karoliilen,
Kiautschau, Kongostaat, Korea (japan. Postanstaltcn), Kreta, Libcria, Luxembllrg,
Marocco, Montenegro, Niederland, 0tiederländ. Kolonien (Niederlälldisch-Ostindien,
Niederländ. Antillen, Niederländisch-Guyana), Norwegen, Oestcrreich-Ungarn lnit
Liechtenstein, Oranje-Freistaat, Persten, Peru, Philippincn, Porto Rico, Portugal
mit Azoren, Madeira, RlnuLniell, Salvador, Sanloa-Jnsel (dnrch Verlnittelung des
Deutschen Postamts in Apia), Schweden, Schweiz, Serbicn. Siam, Südafrik. Repu-
blik, Togo, Tripolis, Türkei, Tunis, iirugllay, Vereinigte Staaten von Amerika und
Zansibar.

6. Postauftragsbriefe müssen srankiert wcrden. Für cincnPostauftrag komnleu
folgende Gebühren in Ansatz:

1) Porto für dcn Postaustragsbrief mit.30 Pfg.

2) a. bei Postaufträgen zur Geldeinziehung die tarifmäßige

Postanweisungsgebühr fnr dic Uebcrmittelnng dcs ein-
gezogenen Geldbetrages;

b. bei Postaufträgen znr Aeceptcinholnng Porto sür die

Rückscndung des angenoinmcnen Wcchsels mil . . 30 Psg.
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