Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1902 — Heidelberg, 1902

Seite: 296
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DasPorto unter 1. istvom Auftraggeber voraus zubezahlen. DiePostanweisungs-
gebühr (2 a) wird von dem eingezogenen Geldbetrage in Abzug gebracht. Der Porto-
betrag unter 2 b wird dem Auftraggeber beiUebersendung des angenommenen Wechsels
angerechnet.

Jst die Zahlung des Geldbetrages oder die Annahme des Wechsels verweigert
worden, so wird die Rücksendung des Austrags und die Weitersendung desselben an
einen anderen Empfänger oder an eine zur Aufnahme des Wechselprotestes befugte
Person ohne neuen Gebührenansatz bewirkt.

v. Poitnachnahme n sind bis zu 800 Mark einschl. bei Briefen, Postkarten, Druck-
sachen, Warenproben und Paketen zulässig.

Nachnahmesendungen müssen in der Aufschrist mit dem Vermerk „Nach-
nahme von . . . Mk. . . Pfg." (Marksumme in Zahlen und Buchstaben,
Pfennig-Summe nur in Zahlen) versehen sein, und unmittelbar darunter
die deutliche Angabe des Namens und Wohnorts — in größeren Städten
auch der Wohnung — des Absenders enthalten. Bei Nachnahmepacketen
müssen vorstehende Vermerke sowohl aus dem Packete als auch auf der
Begleitadresse angebracht sein.

Ueber den Betrag der Nachnahme wird dem Auflieserer eine Be-
scheinigung erteilt.

Für Nachnahmesendungen kommen zur Erhebung:

1) Das Porto sür gleichar'tige Sendungen ohne Nachnahme.

Falls eine Wertangabe oder Einschreibung stattgefunden hat, tritt dem
Porto die Versicherungsgebühr oder Einschreibgebühr hinzu.

2) Eine Vorzeigegebühr von 10 Pfg.

3) Die Gebühr'er^ für Uebermittelung des eingezogenen Betrages an den
Absender und zwar

bis5Mark.10 Psg.

über 5 bis100Mark. . 20 „

„ 100 „ 200 . 30 ..

über 200 brs 400 Mark. . 40 Pfg.
„ 400 „ 600 „ . . 50 „

.. 600 .. 800 .... 60 „

Die Vorzeigegebühr wird zugleich mit dem Porto erhoben und ist auch
dann zu entrichten, wenn die Sendung nicht eingelöst wird.

L. Briefe m it Wertangabe. Das Gewicht der Briefe mit Wertangabe im in-
nern Verkehr Deutschlands nnd nach Oesterreich-Ungarn darf 250 Gramm
nicht übersteigen; nach den übrigen Ländern ist das Gewicht nicht beschränkt.
Gebühr für Wertbriefe nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn:
a. Porto bis 10 Meilen (1. Zone) ... 20 Pfg.

über 10 ..40 Pfg.

d. Versicherungsgebühr für je 300 Mark . . 5 Pfg.

mindestens jedoch ....... 10Pfg.

Die Taxe erhöht sich für unfrankierte Briefe mit Wertangabe inner-
halb Deiltschlands und nach Oesterreich-Ungarn um 10 Pfg. für den Brief.
Nach den übrigen Ländern ist die Taxe vorauszubezahlen.

FürPacketeohneWertangabe innerhalb Deutschlands und nach Oesterreich-
Ungarn ist zu entrichten:

1) Bis zum Gewicht von 5 Kilogramm einschließlich:

a. bis 10 Meilen (1. Zone).25 Pfg.

d. auf alle weitere Entfernungen.50 Pfg.

2) Beim Gewicht über 5 Kilogramm:

a. für die ersten 5 Kilogramm die Porto-Ansätze uuter 1,

b. für jedes weitere Kilogramm oder Teil eines Kilogramms bis 10
ONeileu (1. Zone) 5 Psg., über 10—20 Meilen (2. Zone) 10 Pfg.,
über 20—50 Meilen (3. Zone) 20 Pfg., über 50—100 Meilen
(4. Zone) 30 Pfg., über 100—150 Meilen (5. Zone) 40 Pfg., über
150 Meilen (6. Zone) 50 Pfg.

Für Sperrgut wird das Porto um die Hälftc der vorstehenden Sätze erhöht.
Für unfrankierte Packete biS 5 Kilogramm einschlicßlich tritt ein Porto-
zuschlag von 10 Psennig hinzu.
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