Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Neuenheim und Schlierbach für das Jahr 1902 — Heidelberg, 1902

Seite: 396
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H 8. Dcr Straßenkehricht darf nicht in die Oeffnungen der städtischen Kanäle
(Kanalspunden) geschafft und muß sogleich von der Straße entsernt werden.

Der beim Reinigen der Gehwege sich ergebende Kehricht darf auf die Straße ge-
worfen, jedoch nicht in die Oeffnungen der städtischen Kanäle geschafft werden.

Begießen der Straßen.

8 9. Beim Eintritt der heißen Jahreszeit und anhaltender Trockenheit sind die
Straßen und Gehbahnen wenigstens einmal des Tages, und zwar zwischen 6 und
7 Uhr abends mit srischem Wasser zu begießeu.

Jn der Hauptstraße und Leopoldstraße (Anlage) hat dieses auch noch morgens
zwischen 7 und 8 Uhr zu geschehen.

Bezüglich der Verpslichtung zum Begießen ist § 2 maßgebend.

8 W aufgehoben.

Beseitigung von Eis und Schnee.

§ 11. Uoi tziatrtzttznäsm 8ebn66W6tt6r oüer dei ZtrenZtzr Xälto sinä äitz Etzli-
badutzll vor ätzll UäuLtzrll änreb äitz UaustziAtzlltümtzr iusovrtzit vou biis uuä Lebutztz
rtzill 2u balttzn, äa88 äitz Xommunibatiou ungtzstört bleibt.

§ 12. ^us ätzn Häu86ru äürttzn 8c;bllS6 unä bbs nur unttzr äsr Voraus-
LtztriuuZ aut äitz 8tra.88tz ZtztraZtzll >vtzrätzll, äa.88 äitztztzlbtzll 8okort von äa ^vitzäsr
vvtzAKtzbraebt weräsll.

Schneeballwersen, Schlittensahren u. s. w.

§ 13. Va8 ^eblltztzballwtzrttzn, äa8 Lsbitzittzll auk äsn Otzbbabntzn, äa.8 b'abrsn
mit Uutsebtztzbbtttzn aut äsnstzlbtzn, auk äen 8tra886nabbänZ6n unä ölktzntiiebtzn
klät^sn bei tzinZtztretsllsm 8ebn66ta1I, äa8 b'abren wit b'ubr^tzrbtzll alier ^.rt, in8-
btzZonäsrs 8ebtitttzn, Obai86n unä 8on8tiZ6n leiebttzrn ütztäbrtsn obns ^ebtzllsn-
bebäuZtz oäer Oloeben, äer Oebraueb von lanZen, 80Z. 8eblitt6llx6it8eb6n, in äer
8taät i8t ullttzr8aA.

Glatteis.

8 14. L6i sintrtzttznäsm O1attoi8 oäsr 8oba1ä äis (ItzbwtzZs niobt obns Oe-
täbr bsZanZsn ^sräsn bönnen, 8inä äi686 MböriZ ^u b68trtzusn.

ß 15. L8 äark 2u äis^sr 2tzit bein ^Va886r vom Ilau^boäark au8 äen I1äu86rn
in äio 8tra886nrinn6n gowitet ^vsräen. Ilsbtzrbauxrt äart naeb tzillgotrsttznem bb'08t
btzin ^Va88er mobr in äis Hinnen oäor ank äis 8tra886ll — nainentlieb in äer
bläbtz äer Lrunntzn — Z68ebütt6t, 68 mu88 äi68 vitzlmsbr unmitttzlbar iu äis Oeü'-
nunAsn äsr Kanäls tziuZtzK0886n ^vsräsn.

Z 16 aufgehoben.

Kloaken- und Abtrittreinigung.

^ 17. Die Reittiguug von Kloakeu irnd Abtritten und die sogleich oorzunehmende
Abfuhr ihres Jnhalts, sowie die Ansfuhr der Seisensiederlauge darf nicht vor nachts
11 Uhr und in den Monaten April bis Oktober nicht nach 5 Uhr, in den nbrigen Mo-
naten nicht nach 6 Uhr morgens bewirkt werden. Ebenso ist es den Seifensiedern unter-
sagt, während der Tageszeit Fett zu schmelzen.

Es ist untersagt, die zur Absuhr des Jnhalts der Abtrittor:wen dienenden
Wagen, seien diese gefüllt oder gelcert, aus den öffentlichen Straßen oder Plätzen der
Stadt und deren nächsten Umgebung längere Zeit steyen zu lassen, als dies Zum
Zwecke der Grubenentleerung erforderlich ist.

Die Bestimmuugeit dieses Paragraphen haben snr deu Stadt-
teil Neuenheim mit der Maffgabe Anwendung, daff die Reinignug
von Kloaken nnd Abtritten nnd die sogleich vorzunehmende Ab-
fnhr ihres Jnhalts nicht vor nachts 11 Uhr und in den Monaten
April bis Oktober nicht nach 7 Uhr, in den übrigen Monaten
nicht nach 8 Uhr morgens bewirkt werden darf.

§ 18. ^ur ^btubr äs8 Xloabon- uvä ^.btrittäüngur^ nnä soäs^ Ut'iib1vva88or3
überbanpt, 80>vio aneb /nr bbt'ubr von Lebntt uoä ätzrgb äürksn nnr ivoblvtzr-
vcabrto >Vagen unä Lobältor vorvctzuätzt vvsräen. V/er äie Ltra886 bei ^btnbr vou
OünAer ete. verunroinigt, >vbä b68trakt.
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