Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Schlierbach, Neuenheim und Handschuhsheim für das Jahr 1903 — Heidelberg, 1903

Seite: 341
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Lelegramme an Teilaehmer iuncrhalb dcs Stadt-Ferttsprechbezirkes betragt die Ge-
biihr öhne Nückstcht auf die Wortzahl 10 Pfg.

9. Für die Perbindimg voil zwei Teilttehmer-Attschlustleltimgcil loährciid dcr
Dienstruhe der Lermittelungsattstalt wcrdeu folgeude Vcrgütui'.gctt erhobeu:

1. beim Abottiieinent auf eine Nachtberbittdung

al für das Vierteljahr . . . 2.50 Mk.

b) für deu Monat .... 1.— „

2. für Nachtoerbindttiigett, welche auf eineu kurzen Zeitraum oder für bestimmte
Nächte herzustellen sind, 20 Pfg. für jede einzelne Verbinduug.

Die Vergütung ist bon dem Teilnchmer, anf dessen Autrag die vtachtbcrbindttttg
hergestellt wird, im Voraus zu entrichten.

Anträge auf Herstcllung von Nachtberbiiidttttgen sind an die Orts-Vermittclungs-
anstalt zu richtcn.

Arrweisimg

zur Betttttzung der Ferttsprecheinrichtttilg.

Allgemeines.

Die Dicnststttndett der Vermitteluttgsaiistaltett sind bei jxber Stadt-Ferilsprechein-
richtiittg im Kopf ersichtlich gemacht.

Während der Dauer von Gewittern werden bon den Vernlittluiigsaiistal-
ten Verbiiidttiigen nicht ailsgeführt. Sämtliche Fernsprechapparate sind mit äußerst
empfiudlichen Vlitzschutzborrichtuttgeii beileheu, welche etwaige Eiitladiliigen atinosphä-,
rischer Elcktrizität sicher auffaiigen und ableiten; iliiinerbitt wird empfohlcn, bei nahen
uiid schweren Gew ittern die Fernsprechapstarate uno Leitungen nicht zn berühren.

Vei ruhender Korrespondenz mns; der Hor-Apparat (Fernhörcr) nnbedingt in
dem aus dem Gehäuse herbortretenden beweglichen eisernen Haken
hättgen, da nur so der Wecker anspricht.

Während der Unterhaltung ist auch beim Sprechen gegen die Schallöffilnilg des aus -
der Vorderwand des Gehäuses herborrageuden Sprechapparates (Mikrophon) der Fern-
hörer am Ohr zu behalten. Es ist deutlich, aber nicht zu laut uiid nicht zn
laiigsam zu sprechen; der Mund miiß 3—5em bon der Schallösfttilttg des Mikrophous
entfernt bleiben.

Genaueste Veachtung der borsteheuden allgemeinen uud dcr folgenden beson-
deren Bestimmttngen ist für eiueu orduttttgsmästigett Betrieb unerlästlich.

rV. Iiir SLa-ivrrkelrr.

I. Teilnehmer wünscht mit Teilnehmer U zu sprechen.

I. lümmt den Fernhörer bon dem Haken, hält ihn mit der Schattöffniliig an's Ohr
uttd dreht eininal die Kurbel bezw. drückt eiumal kurz auf den Weckknopf an der
Vorderseite des Gehäuses. Auf die Antwort der Vermittluiigsanstalt „hier Amt" ileilllt
durch Hiueittsprecheu iu das Mikrophoii Niimmer und 9tameu bou L, z. B.: „Nummer
drci (Nummer der Sprechstelle bou U ni dem Teilnehmerberzcichnis) Fränkel."

Die Anstalt gicbt zurück: „Bitte rufen"! Oder sie sagt: „Schou bcsetzt, bitte iiach
füttf Miiitttcn nochmals rufeu." Jn letzterem Falle erwidert^.: „Verstandett" und hängt
deu Fernhörer wieder an den Haken.

Auf die Dteldung dcr Vcrmittluiigsattstalt: „Vitte rufeu" dreht die Kurbel
langsam und höchstens einmal herum oder drückt den Weckkuopf, jetzt aber drei
bis bier Sekunden lang; währeud des Drehens (oder Drückens) behält er den bom
Haken gcttomitteucn Fernhörer am Ohr. Auf dic Gegeilmclduug: „Hier v, wer dort?"
begiiliit die Unterhaltuiig mit: „Hier Es empfiehlt fich, den Abschlust der eittzelnen
Mitteilungeii, Fragen rc. durch „Bitte Antwort" odcr durch „Schlust" zu bczeichneil.

Jm Lanfe einer Untcrhaltttng darf dieKurbcl uicht gcdreht bczw.
der Weckknopf nicht gedrückt werden. Pausen sind währcud den Uiiterreduttgcil
thttiilicbst zu bermeiden, wie überhaupt die Daner der Benutznug der Einrichtuiigett
nach Möblichkeit zu beschraukeii ist. Falls ciue knrze Uttterbrcchuiig dcs Gespräches nicht
zu bermeiden ist, so must dennoch der Teilnehmer, welcher die Fortsetzung des Gesprächs
erwartet, die Fernhörer nnausgesetzt am Ohre behalteu. Beim Eintriit einer läugereii
Panse ist bon bciden Teilnehmcru das Schlustzeichcn zu gcben uud zur Fortsetzmch der
Uiiterhaltuttg die Vcrmittlungsattstalt bon iieuem attziiriifeii.
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