Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Schlierbach, Neuenheim und Handschuhsheim für das Jahr 1903 — Heidelberg, 1903

Seite: 342
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Nach bcendctem Gespräch hängen Leide Teilnehmer ihren Fernhörer an den Haken '
nnd gebcn — beide — dnrch dreimaliges ganz kurzes, ruckweise zu bewirkendes D
Drehen der Kurbel uin je Umdrehung oder durch dreimaliges kurzes Drücken des
Weckknopfes das Schlußzeichen. Die genaue Befolgung diefer Vorschrift W
ist fnr einen ordnungsmäßigen Betrieb unerläßlich. ^

Wird nach Schluß einer Unterredung eine anderweitige Verbindung gewünscht, so ist H
ebenfatts znnächst das Schlußzeichen zn geben und demnächst, aber nichtvorA.blauf «
einer halben Minirte, die Vermittelungsanstalt abernrals zu wecken.

Wenn die Kurbel dcs Fernsprechapparates anfangen sollte, schwer zu gehen, so ist N
dies der Vermittelnngsanstalt sofort mitzuteilen. Mit dieser Meldung ist nicht zn
warte n, bis sich die Knrbel nur noch durch Anwendung von Gewalt drehen läßt.

II. Teilnehmer U wird geweckt. A

Sobald der Wecker ertönt, hebt L den Fernhörer von dem Haken, hält ihn an das ^
Ohr uud meldet fich mit den Worten: „hier L, wer dort?" (Drehen der Kurbel A
bezw. Drücken des Weckknopses als Gegenmeldnng ist dnröhaus un- Ä'
statthaft und bewirkt vorzeitige Trennung). nennt hierauf seinen Namen W
und beginnt die Unterhaltung. - ^

III. Zur Bestellnng einer Nachricht durch die Vermittelnngsanstalt ^

ruft der Teilnehmer letztere ivie gcwöhnlich an und sagt: „Ersuche zu schreiben". Auf die ^
Antwort: „Bitte bringeir" übcrmittelt der Teilnehmer die Nachricht und bezeichnet die U
Befördernngsart durch: „mit Post" (als Brief oder Postkarte), „durch Eilboten" oder
„als Telegramm." ^

i;. Im Fernverkehr ^

nennt der anrufende Teilnehmer seiner Vermittelungsanstalt den Namen des anderen
Ortes, sowie Nnmnler nnd Namen des Teilnehmers daselbst, z. B. „Freiburg, Nnmmer H
drei, Fischcr". Der Beamte antwortet: „Jch werde rufen", veranlaßt daranf das A
Weitere und tveckt, sobald der gerufene Teilnehmer am Apparat ist, dcn rufenden. Dieser H
bringt den Fernhorer, welchen er inzwischen an den Haken gehängt hatte, H
wieder an das Ohr, empfängt die bezügliche Mitteilung der Vermittelnngsanstalt und
leitet das Gesprach nach erfolgter Meldnng des gerufenen Teilnehmers in gewöhnlicher D
Weise ein. Für den weiteren Verlauf des Gesprächs gelten ebenfalls die Bestimmungen A
für den Stadtoerkehr. V

Der gernfene Teilnehmer wird von seiner Vermittelungsanstalt geweckt; .4

dieselbe tcilt ihm mit, daß er gerufen werdc. Der Teilnehmer nieldet sich, den Fern- H
hörcr anl Ohr, in gewöhnlicher Weisc. Z

IV. Reichsbsnknrbrnstelle.

Marktplatz 10.

Bankvorstand: Feigell
Kasseführender Beamter: Dorn, Vuchh.
Assistent

Geöffnet von 9—12 und 3—5 Uhr.

Kassendiener: Crummenerl

Kas

endiener: Linge



V. Lrrrsausschust.

Gcschäftsstunden der Kreisverwaltung: von 9—1 Uhr.
Grabengasse 5 (Eingang Seminarstraße) II. St.

Kreishanptmann: GeheimerNegierungsrat
Dr. Becker

Kreisansschnß: Oberbürgermeister Dr. Karl
Wilckens, Vorsitzcnder, Prof. Dr. Friedr.
Eisenlohr, Stellvertreter, Major a. D.
Koehuhorn,LaudgerichtsratDr.Gautier,
Bürgermeister Prof.Dr.Walz, Gerberci-

besitzer Julius Burkhardt in Wiesloch,
Bürgermeister Neuwirth i. Neckarbischofs-
heim und Bürgermeister Vielhaner in
Eppingen

Kreissekretär: Sekretär A. Dürr
Kreisrechner: Eduard Schncider
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