Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Schlierbach, Neuenheim und Handschuhsheim für das Jahr 1903 — Heidelberg, 1903

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Pfähle abyegreuzten Badeplätze und unter den durch die WarnungStafeln festgestell-
ten Beschränkungen geftattet.

Das Mdtifchr Mribad.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 5. Juni 1896 in der Fassung vom 5. Mai 1897
nlit Abänderung vom 8. Juni 1901.

§ 1. Die städtische Badeanstalt ist bis zum 15. Sevtember von morgens 5 Uhr
an bis zur Abenddämmerung am Dienstag, Donnevstag und Samstag während
des ganzen Tages rlnd am Sonntag bis mittags 1 Uhr fur Personen männlichen
Geschlechts, sowie am Montag und Mittwoch von ^ tthr morgens an und
am Sonntag von nachmittags ä Uhr an b!s zur Abenddänlmerung, außerdem aber
am Freitag während des aanzen Tages mit NuSnahme der Stunden von 12*/s bis
4 Uhr nachmittags für weibliche Besucher znr unentgeltlichen Benützung geöffnet.

8 2. Kindern unter 9 Jahren ist der Eintritt in die Anstalt nur in Begleitung
Erwachsener gestattet.

Schulpstichtige Kinder dürfen die Anstnlt nicht während der Schulzeit und nicht
nach 6 Uhr des Abends Lesuchell.

8 3. Die Vadenden müssen nrit geeigneter Kleidung versehen sein. Ohne solche
Bekleidung zn baden, ist verboten. Außerhalb der Anstalt darf Niemand entkleidet
herumgeheu oder sich ins Wasser begeben.

tz 4. Niemand soll baden, ohne gehörig abgekühlt zu sein und ohne auf die son-
stigen allgemein bekannten Gesundheitsregeln gehörig Nücksicht genommen zu haven.

tz 5. Das Benützen des großen Bassins ist nur denjenigen Personen gestattet,
die dcs Schwimmens knndig sind.

8 6. Einzelbäder werden nur an Erwachsene nach vorheriger Anmeldung beim
Bademeister avgegeben.

8 7. Es ist verbotcn, durch Lärmen, übermäßiges Schreien, Spritzen, Stoßen
und gegeuseiliges Uutertauchen Unfug zu verüben.

Das Einseifen ist nur am unteren Ende des BassinS gestattet.

8 8. Bei starkem Andrang dürfen die einzelnen Badenden nicht länger als eine
halbe Stunde in der Austalt verweilen. ^

8 9. Die Aufstcht über die Anstalt und deren Benützung führt der städtische
Bademeister oder oessen Stellvertreter. Deren Anordnung ist unbedingt Folge zu
leisten.

Dieselben können Personen, welche sich unanständig benehmen, sofort ausweisen.
Diese Answeisung kauu in Wiederholungsfällen auf mehrere Tage und selbst Wochen
ausgedehnt werden.

8 10. Das Tabakrauchen iu der Austalt, sowie das Mitbringen von Hunden ist
strengstens untersagt.

811. Veschwerdcn gcgcn deu Bademeister können beim Bürgermeisteramte an-
gcbracht werden.

812. Uebertretungen dieser Badeordnung werden gemäß § 92 des P.-St.-G.-B.
an Geld bis zu 150 Mark bestraft.

ivr. Die Vadrvrdnmrg frir die Mdtifche VadranMlk in Schlierbach.

Ortspolizeiliche Vorschrift vom 27. Juli 1898.

8 1. Die städtische Badeanstalt ist vom 15. Mai bis 15.Scptember von morgens
7 Uhr an bis zur Abenddämmerung zur unentgeltlichen Benützung geöffnet.

8 2. Kinderu unter 9 Jahrcn lst der Eintritt in die Anstalt nur in Begleitung
Erwachsener gestattet. Schulvflichtige Kinder dürfen die Anftalt nicht während der
Schulzeit und nicht nach 6 Uhr oes Abends besuchen.

8 3. Außerhalv der Anstalt darf Niemand entkleidet herumgehen oder sich ins
Wasser begeben.

8 4. Niemand soll baden, ohne gehörig abgekühlt zu sein und ohne auf die son-
stigeu allgemcin bekannten Gesundheitsregeln gehörrg Rücksicht genommen zu haben.

8 5. Es ist verboten, durch Lärmen, übermäßiges Schreien, Spritzen, Stoßen
und gegeuseitiges Untertauchcn Unfug zu verüben.

8 6. Bei ftarkem Andrang dürfen die einzelnen Badenden nicht länger als eine
halbe Stunde m der Anstalt verweilen.
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