Adressbuch der Stadt Heidelberg nebst den Stadtteilen Schlierbach, Neuenheim und Handschuhsheim für das Jahr 1903 — Heidelberg, 1903

Seite: a_086
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An den Aiauerstein-Kignren sind die Namen der Verkäufer oder der Eigentülner
sichtbar anzubringen. An den Holzschichtcn sind die Namen der Verkäufer, sowie die
von denselben bestimlnten Verkaufspreise mit schwarzer Farbe deutlich anzuschreiben.

§ 21. Zur Vermessnng und zum Aufsetzen der ausgeladenen Steine nach den
vorgeschriebenen Figuren, ebenso znr Vermesinug des ausgeladenen Brennyolzes
dürfen nur die vom Stadtrate bestellten uno vom Gr. Bezirksamte verpflichteten
Steinaüfsetzer und Holzmesser verwendet werden. Hierfür werden folgende Gebnhren
festgesetzt:

Die Steinaufsetzer von jedem aufgesetzten Kubikmeter Steine 15 Pfg.

Die Holzmesser von jedem vermessenen Ster Brennholz . . 30 Pfg.

Die Holzmesier haben das Einlegen in die Stermaße ohne besondere Vergütnng
mitzubesorgen.

Diese Gebühren sind sofort nach beendigter Vermessung zahlbar, und zwar die
SetzgebUhren für Steine von dem anbringenden Schiffer nach erfolgter Entladung,
die Vermessilngsgebühr für Holz vom Käufer.

Anderen Personen ist das Messen von Steinen oder Brennholz auf dem städti-
schen Vorland untersagt.

§22. Steinbruchbesitzer und Steinhändler kann die Anfuhr, Entladung und
Lagerung von mehr als drei Schiffsladungen Mauersteinen untersagt werden.

§ 23. Die Befugnis, den Platz für das Lagern von Gegenständen zu bestimmen,
steht ausschließlich dem städtischen Verwalter zu und es kann der angtwiesene Platz
nicht mit dem Bemerken ausgeschlagen werden, daß ein besser gelegener zur Ver-
fügung stehe.

§ 24. Etwaige Beschwerden gegen getroffene Anordnungen sind beim Stadtrate
schriftlich vorzubrmgen.

§ 25. Uebertretunaen der Lauerordnung werden bezüglich deS § 9 nach 8 2 des
Gesetzes vom 18. Dezenwer 1867, bezüglich der übrigen Bestimnnmgen nach H149 Z. 6
der GewerLe-Ordnung an Geld bis zu 30 Mk., oder im Falle dcs Unvermögens, mit
Haft bis zu acht Tagen bestraft.

§ 26. Mit dem Jnkrafttretcn dieser Vorland-Ordnung werden die Holzmarkt-
und Lauerordnung vom 13. Dezember 1893 und die den 8 13 der letzteren abändernde
ortspolizeiliche Vorschrift vom lO. März 1899 aufgehoben.

Tarif.

Von allen Gegenständen, welche an den Lagerplätzen oder an Uferstellen, die Ge-
meindeeigentum sind, ausgeladen werden, muß der Verkäufer, oder, wenn solche schon
verkauft hierher gebracht werden, der Käufer an den städtischen Verwalter folgende Ge-
bnhren entrichten:

1. für einen Stamm Holz bezw. Vorläufer von 8 bis mit

lOmLänge . ..

für einen Stamm Holz von 10 bis mit 15 m Länge
„ „ „ „ „ 15 „ „ m „

„ „ „ „ „ uber20m Lange .

ür 1 Kubikmeter geschnittenes Bauholz .
ür 100 Stück tannene oder forlene Borde
ür 100 Stück Schlaufdielen oder eichene Borde
ür 100 Stück Raymenschenkel oder Faßdauben

ür 100 Stück Latten..

ür 100 Stück Hopfenstangen oder Ripvenstücke
ür 100 Stück Truderstangen, Wagneryolz

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9. sür 100 Stück Bohnenstecken, Rebstöcke, Reise
10.

11


ür 100 SLück Normalwellen
ür 100 Vund Schälwellen

12. für einen Ster Brennholz und Klappern

13.

14


ür 100 kg Holzkohlen

ür 10001cZ Steinkohlen, Nohmaterialien, Kaufmanns
güter und Fabrikate ....

15. für 1000 kg Heu und Stroh .

16. für 100 Buschel Rmden ....

17. für 1000kg Kartoffeln, Rüben und Obst

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3Pfg.
10 „
15 „
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15 „
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15 „
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18. für 100 Stück Weißkraut

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